Solana: Doppelschlag drückt Kurs
Ein schwerer Hack bei KelpDAO und einbrechende Netzwerkgebühren setzen Solana unter Druck, während das Stablecoin-Volumen und die Nutzerzahlen wachsen.

Kurz zusammengefasst
- Hack bei KelpDAO löst Liquiditätsengpass aus
- Quartalsgebühren auf Tiefststand seit 2023
- Starkes Wachstum bei Stablecoins und Nutzern
- Kurs notiert deutlich im Minus seit Jahresbeginn
Ein 292 Millionen US-Dollar schwerer Hack auf KelpDAO zieht weite Kreise im Solana-Ökosystem. Die nordkoreanische Lazarus-Gruppe nutzte eine Schwachstelle in einer Single-Verifier-Konfiguration aus und löste eine akute Verknappung der verfügbaren Mittel aus. Für das Netzwerk kommt dieser Stresstest zur Unzeit, da auch die fundamentalen Quartalszahlen Risse zeigen.
Die Auswirkungen des Angriffs trafen führende DeFi-Protokolle unmittelbar. Bei Jupiter Lend schoss die Auslastung der USDC-Pools auf 99 Prozent hoch. Anleger liehen fast das gesamte verfügbare Kapital aus.
Ähnliche Tendenzen verzeichnete der Kamino Prime Market. Hier kletterte die Auslastung auf rund 96 Prozent, während die Zinssätze auf knapp neun Prozent stiegen. Auch Marginfi meldete eine stark erhöhte Beanspruchung seiner Liquiditätspools.
Brücken-Risiken im Fokus
Parallel zur Krise startete Wrapped XRP (wXRP) offiziell auf der Blockchain. Das Projekt zog am ersten Handelstag mehr als 100 Millionen US-Dollar an Liquidität an. Echte XRP-Bestände decken den Token eins zu eins.
Allerdings entfachte der KelpDAO-Exploit sofort eine neue Debatte über die Sicherheit solcher Cross-Chain-Brücken. Als Vorsichtsmaßnahme pausierte das Flare-Netzwerk vorübergehend das Bridging von FXRP. Validatoren des XRP-Ledgers äußerten konkrete Bedenken hinsichtlich der Gegenparteirisiken. Ripple-CEO Brad Garlinghouse verteidigte hingegen den Nutzen der neuen Ökosystem-Anbindung.
Gemischte Quartalsbilanz
Der Liquiditätsengpass trifft auf ein Netzwerk, das fundamental mit Gegenwind kämpft. Im ersten Quartal brachen die eingenommenen Gesamtgebühren im Jahresvergleich um 68 Prozent ein. Mit knapp 90 Millionen US-Dollar markiert dies den niedrigsten Stand seit Herbst 2023. Auch die Zahl der aktiven Entwickler sank spürbar.
An der Börse spiegelt sich diese Schwäche wider. Der Kurs notiert aktuell bei 85,28 US-Dollar und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 32 Prozent. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 31,9 eine fast überverkaufte Marktlage.
Trotz der Delle sendet das Ökosystem Wachstumszeichen. Das Stablecoin-Angebot auf Solana wuchs im Auftaktquartal auf fast 16 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Schritt stieg die Zahl der täglich aktiven Adressen um 72 Prozent auf 3,78 Millionen.
Marktbeobachter blicken nun auf kritische Chartmarken. Fällt der Kurs unter die Unterstützung von 83 US-Dollar, droht eine Kaskade von Liquidationen in Richtung der 80-Dollar-Marke. Stabilität bietet derweil das institutionelle Interesse. Spot-ETFs auf den Token verzeichneten zuletzt wöchentliche Nettozuflüsse von rund 35 Millionen US-Dollar.
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