Diese Woche wird für Novo Nordisk zum Stresstest. Am Mittwoch legt der Pharmakonzern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und Anleger schauen genauer hin als sonst. Denn im boomenden GLP‑1‑Markt wächst der Konkurrenzdruck, während in den USA gerade ein wichtiger Produktstart anläuft.
Was am Mittwoch auf dem Tisch liegt
Novo Nordisk veröffentlicht die Q4-Zahlen am 4. Februar 2026 vor Börsenstart in Kopenhagen. Im Anschluss folgt um 13:00 Uhr CET die Telefonkonferenz inklusive Live-Webcast.
Im Mittelpunkt stehen dabei auch die Erwartungen des Marktes: Laut Zacks-Konsens werden 11,96 Mrd. US‑Dollar Umsatz und ein Gewinn je Aktie (EPS) von 0,89 US‑Dollar für das Quartal prognostiziert. Der EPS-Wert würde im Jahresvergleich sinken – ein Punkt, der die Latte für den Ausblick umso höher legt.
Oral Wegovy: Wie gut läuft der US-Start?
Ein Kernpunkt ist die orale Wegovy-Tablette in den USA. Nach der FDA-Zulassung im Dezember 2025 ist sie seit Anfang Januar 2026 breit verfügbar. Morningstar-Analystin Karen Andersen verweist auf frühe Rezeptdaten, die in den ersten Wochen „wirklich gut“ ausgesehen hätten.
Genau hier wird es konkret: Anleger dürften vor allem darauf achten, was das Management zur kommerziellen Dynamik sagt – insbesondere im Direkt-an-Patienten-Kanal. Denn ein guter Start ist das eine, ein nachhaltig skalierbarer Absatz das andere.
Konkurrenz und Preise: Zwei Gegenwinde für 2026
Parallel bleibt das Duell mit Eli Lilly das große Thema im GLP‑1‑Segment. Deren Produkte Mounjaro und Zepbound gewinnen weiter Marktanteile gegenüber Ozempic und Wegovy. Für die ersten neun Monate 2025 beziffert Zacks die kombinierten Umsätze von Lillys Tirzepatid-Produkten auf 24,8 Mrd. US‑Dollar – ein klares Signal, wie aggressiv sich der Wettbewerb entwickelt.
Dazu kommt der Preisfaktor: Morningstar rechnet für Novo Nordisk 2026 mit einem Umsatzrückgang von rund 2%. Hintergrund ist unter anderem eine Preisvereinbarung mit der US-Regierung von November 2025, die den Zugang zu GLP‑1‑Medikamenten ausweiten soll. Erwartet werden dadurch spürbare Preisreduzierungen für Semaglutid-Produkte in den USA im Jahr 2026.
Weitere Bausteine: Pipeline und Partnerschaften
Neben den Zahlen liefert Novo Nordisk auch operative Updates. Am 20. Januar 2026 wurde die Zusammenarbeit mit Aspect Biosystems ausgebaut – mit dem Ziel, zellbasierte Therapien für Diabetes zu entwickeln. Außerdem hat der Konzern Ende November 2025 eine höhere Wegovy-Injektionsdosis (7,2 mg) bei der FDA eingereicht; die europäische Arzneimittelbehörde empfahl diese Dosierung im Dezember 2025.
Beim Kursbild zeigt sich zuletzt Nervosität: In den vergangenen sieben Tagen gab die Aktie 6,92% nach.
Am 4. Februar entscheidet sich damit vor allem eines: Ob Novo Nordisk den Markt mit belastbaren Aussagen zum Tablet-Start, zur Wettbewerbslage und zum Preiseffekt 2026 überzeugen kann – oder ob der Ausblick die Erwartungen eher dämpft.
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