Der Oberste Gerichtshof der USA nimmt den entscheidenden Glyphosat-Fall an – ein Meilenstein, den Investoren seit Jahren herbeisehnen. Doch statt Euphorie folgt ein überraschender Kursrückgang: Die Aktie verliert am Dienstag 3,34 Prozent und schließt bei 42,92 Euro. Was steckt hinter dieser paradoxen Reaktion?
Die wichtigsten Fakten:
– Supreme Court prüft Federal-Preemption-Frage im Fall „Durnell“
– BofA und Morgan Stanley heben Kursziel auf jeweils 55 Euro an
– Analysten sehen 70 Prozent Wahrscheinlichkeit für Bayer-Erfolg
– Urteil wird bis Juni 2026 erwartet
– Aktie legte seit Jahresbeginn bereits 8 Prozent zu
Die juristische Dimension
Im Kern geht es um eine fundamentale Rechtsfrage: Kann das US-Bundesrecht FIFRA, das Glyphosat basierend auf EPA-Einschätzungen als sicher einstuft und keine Krebs-Warnhinweise verlangt, bundesstaatliche Gesetze mit strengeren Auflagen außer Kraft setzen? Ein Sieg würde die rechtliche Basis für tausende noch offene Klagen entziehen.
CEO Bill Anderson bezeichnet die Annahme als „gute Nachricht für US-Farmer“ und wichtigen Schritt zur Eindämmung der Rechtslawine. Die US-Regierung hatte sich bereits im Dezember 2025 unterstützend geäußert und dem Gericht empfohlen, den Fall anzuhören.
Analysten deutlich optimistischer
Die Investmentbanken reagieren eindeutig: BofA Securities hebt das Kursziel von 35 auf 55 Euro an und prognostiziert eine 70-prozentige Erfolgswahrscheinlichkeit bis Juni. Morgan Stanley zieht nach und erhöht ebenfalls auf 55 Euro. Beide Institute erwarten, dass ein positives Urteil das Glyphosat-Risiko erheblich verringern oder sogar beenden könnte.
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Parallel verkündet der Konzern eine strategische Kooperation mit dem Vanderbilt University Medical Center zur Entwicklung neuer Therapien gegen Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – ein Signal für die Stärkung der Pharmapipeline.
Gewinnmitnahmen nach starker Rallye
Der Kursrückgang am Dienstag ist weniger eine Absage an die positive Entwicklung als vielmehr klassisches „Sell the News“. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits rund 8 Prozent zugelegt, auf Sicht von zwölf Monaten verdoppelte sich der Kurs nahezu. Viele Investoren hatten die Annahme des Falls offenbar bereits eingepreist und nutzen nun die konkrete Bestätigung für Gewinnmitnahmen.
Der Zeitplan ist klar: Mündliche Verhandlungen werden für April erwartet, das Urteil soll bis Ende Juni 2026 vorliegen. Am 25. Februar folgt der nächste fundamentale Realitätscheck mit den Geschäftszahlen für 2025. Charttechnisch bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend trotz des Rücksetzers intakt.
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