RTL Group Aktie: Frist läuft ab!
Die EU-Kommission entscheidet über die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Group. Ein positives Votum könnte den deutschen TV-Markt umgestalten und Synergien von 250 Millionen Euro freisetzen.
Kurz zusammengefasst
- EU-Entscheidung über Sky-Deutschland-Übernahme am 22. April
- RTL sichert sich Zugang zu Bundesliga und Formel 1
- Sonderdividende von 5,50 Euro je Aktie geplant
- Streaming-Abos wachsen um 19 Prozent auf 8,1 Millionen
Am Mittwoch fällt in Brüssel eine Entscheidung, die den deutschen Fernsehmarkt für immer verändern könnte. Die EU-Kommission urteilt über die geplante Übernahme von Sky Deutschland durch die RTL Group. An der Börse herrscht im Vorfeld Optimismus. Die Aktie schloss am Freitag bei 38,55 Euro und markierte damit exakt ihr 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp elf Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Kampf um die Sportrechte
Für bis zu 527 Millionen Euro will Europas größter Senderbetreiber beim Pay-TV-Anbieter Sky zuschlagen. RTL sichert sich damit den lokalen Zugriff auf begehrte Premium-Sportrechte wie die Fußball-Bundesliga und die Formel 1. Um die Wettbewerbshüter milde zu stimmen, hat das Management bereits bindende Zugeständnisse gemacht. Teile der Werbevermarktung sollen an Dritte ausgelagert werden. Daraufhin verlängerte die EU-Kommission ihre Prüffrist bis zum 22. April.
Ein Selbstläufer ist die Genehmigung keineswegs. Beim Versuch, die französische TV-Gruppe M6 mit TF1 zu fusionieren, scheiterte RTL an den harten Auflagen der Regulierer. Die geforderten Zugeständnisse machten den Deal damals wirtschaftlich unattraktiv. Das Management gibt sich diesmal zuversichtlich und rechnet mit einem Abschluss im ersten Halbjahr 2026. Gelingt die Übernahme, winken drei Jahre nach Vollzug jährliche Synergien von rund 250 Millionen Euro.
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Dividendenregen und Chefwechsel
Parallel dazu treibt der Konzern sein Kerngeschäft voran. Die Zahl der zahlenden Streaming-Abonnenten stieg zuletzt um 19 Prozent auf 8,1 Millionen. Ende April soll die Migration der deutschen Plattform RTL+ auf die einheitliche Bedrock-Technologie abgeschlossen sein. Dies gilt intern als Voraussetzung, um im Streaming-Bereich noch in diesem Jahr die Profitabilität zu erreichen.
Aktionäre blicken derweil auf den 29. April. Auf der Hauptversammlung stimmen sie über eine Sonderdividende von 5,50 Euro je Aktie ab. Finanziert wird die üppige Ausschüttung aus dem milliardenschweren Verkauf von RTL Nederland. Wenige Tage später, im Mai, übernimmt Clément Schwebig das Ruder als neuer Vorstandschef.
Der neue CEO erbt einen Konzern, der für das laufende Jahr ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITA) von rund 725 Millionen Euro anpeilt. Fällt das EU-Urteil am Mittwoch positiv aus, startet Schwebig mit dem größten Zukauf der Unternehmensgeschichte im Rücken. Ein Veto aus Brüssel würde die ehrgeizige Wachstumsstrategie im DACH-Raum hingegen massiv zurückwerfen.
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