Procter & Gamble steht unter Druck. Eine behördliche Einigung wegen irreführender Zahnpasta-Verpackungen trifft auf eine Serie von Kursziel-Senkungen durch Wall-Street-Analysten. Die Aktie erreichte diese Woche mit 137,62 Dollar ein neues 52-Wochen-Tief – und die Frage lautet: Ist der Konsumgüter-Riese nun günstig oder droht weiterer Abwärtsdruck?
Behördliche Einigung belastet Sentiment
Am 8. Januar 2026 gab Procter & Gamble eine Einigung mit dem texanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton bekannt. Der Vorwurf: Die Verpackung von Crest-Kinderzahnpasta zeigte „übermäßige Mengen“ an Fluorid-Zahnpasta und könnte Eltern irregeführt haben. Zwar hatte das Unternehmen bereits am 1. Januar konforme Verpackungen eingeführt, doch die offizielle Ankündigung der Einigung sorgte für Unruhe. Die Aktie fiel am Mittwoch auf 137,62 Dollar, bevor sie sich leicht erholte und die Woche bei 141,87 Dollar beendete.
Parallel dazu revidierten Analysten ihre Einschätzungen nach unten:
- Wells Fargo senkte das Kursziel von 170 auf 158 Dollar bei unverändertem „Overweight“-Rating
- TD Cowen kürzte das Ziel deutlich von 168 auf 150 Dollar („Buy“)
- Piper Sandler nahm die Coverage mit „Neutral“ und 150 Dollar Kursziel wieder auf
Konträre Signale trotz Schwäche
Über zwölf Monate verlor die Aktie rund 10,6 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von etwa einem Prozent zu Buche. Dennoch sehen einige Beobachter eine Chance: Jim Cramer bezeichnete die Spanne zwischen 130 und 140 Dollar als „echtes Tief“ und verwies auf den defensiven Charakter des Unternehmens in unsicheren Zeiten.
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Institutionelle Investoren zeigen sich gespalten. Valmark Advisers erhöhte im dritten Quartal seine Position um rund 21 Prozent. Das aktuelle Forward-KGV von etwa 20,1 liegt unter historischen Durchschnittswerten, bleibt aber über einigen Branchenkollegen. Die Dividendenrendite von circa drei Prozent und die 69-jährige Historie ununterbrochener Dividendenerhöhungen stützen die Bewertung.
Quartalszahlen im Fokus
Am 22. Januar folgen die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal. Entscheidend wird das organische Volumenwachstum sein – der Markt will sehen, ob Procter & Gamble Absätze steigern kann, ohne sich ausschließlich auf Preiserhöhungen zu verlassen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 liegt unverändert bei einem Gewinn je Aktie zwischen 6,83 und 7,10 Dollar.
Technisch testet die Aktie die Unterstützungszone zwischen 137 und 140 Dollar. Ein Bruch darunter könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen, während eine Rückkehr über 145 Dollar einen möglichen Richtungswechsel signalisieren würde. Der Analystenkonsens bleibt bei „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von etwa 169 Dollar – eine Diskrepanz, die auf unterschiedliche Zeithorizonte und Bewertungsansätze hinweist.
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