Lufthansa Aktie: Streikwelle rollt an
Das Kabinenpersonal der Lufthansa und Cityline hat mit überwältigender Mehrheit für Streiks gestimmt. Die Aktie reagiert auf die angespannte Arbeitskampfsituation mit leichten Verlusten.

Kurz zusammengefasst
- Über 90 Prozent Zustimmung für Arbeitskampf
- Verhandlungen an mehreren Fronten festgefahren
- Aktienkurs zeigt moderates Minus
- Weitere Streikwelle im Frühjahr droht
Das Kabinenpersonal hat abgestimmt – und das Ergebnis ist eindeutig. Bei der Kerngesellschaft votierten rund 94 Prozent der Gewerkschaft-Ufo-Mitglieder für einen Arbeitskampf, bei der Regionaltochter Cityline sogar knapp 99 Prozent. Ein konkretes Streikdatum steht noch aus, doch der Druck auf das Management wächst spürbar.
Die Ursache der Eskalation liegt in zwei festgefahrenen Konflikten: Zum einen stocken die Verhandlungen über den Manteltarifvertrag bei der Kerngesellschaft. Zum anderen verweigert Lufthansa bislang Gespräche über einen Sozialtarifvertrag für die Cityline – obwohl der Flugbetrieb der Regionaltochter planmäßig Ende 2026 eingestellt und durch eine neue Gesellschaft namens Lufthansa City Airlines ersetzt werden soll. Rund 800 Beschäftigte bangen um ihre berufliche Zukunft.
Breit aufgestellte Konfliktfront
Die Urabstimmung des Kabinenpersonals ist nur ein Baustein in einem größeren Bild. Erst wenige Wochen zuvor hatten Pilotenstreiks Hunderte Flüge ausfallen lassen und die Reisepläne zehntausender Passagiere durcheinandergebracht. Auch bei Eurowings und der Cityline stimmten Piloten in eigenen Urabstimmungen für Streiks. Einzig mit der Verdi-Gewerkschaft, die die rund 20.000 Bodenbeschäftigten vertritt, konnte zuletzt ein Tarifabschluss erzielt werden.
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Beim Pilotenstreit um die Betriebsrenten bewegt sich zumindest etwas: Ein Gesprächsangebot von Lufthansa an die Vereinigung Cockpit hat die festgefahrenen Fronten leicht aufgeweicht.
Aktie unter Druck
Die Nachrichtenlage hinterlässt Spuren. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 7,33 Euro – ein moderates Minus, das die allgemeine Zurückhaltung der Anleger widerspiegelt. Für ein Unternehmen, das gleichzeitig auf mehreren Konfliktfronten kämpft, ist das fraglos eine belastende Ausgangslage. Wann die erste konkrete Streikankündigung des Kabinenpersonals folgt, bleibt offen – doch die Weichen für einen heißen Arbeitskampf-Frühling sind gestellt.
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