Lufthansa Aktie: Juristisches Nachspiel

Staatsanwaltschaft prüft Vorgänge am Münchner Flughafen, nachdem hunderte Reisende in Flugzeugen übernachten mussten. Der Aktienkurs zeigt sich trotz der Krise robust.

Kurz zusammengefasst:
  • Staatsanwaltschaft leitet Prüfverfahren ein
  • Fehlende Busse führten zu Kabinenübernachtung
  • Kritik an Krisenmanagement und Kommunikation
  • Lufthansa-Aktie notiert trotzdem im Plus

Starker Schneefall und fehlende Busse führten am Münchner Flughafen zu Szenen, die nun die Justiz beschäftigen. Während rund 600 Passagiere die Nacht unfreiwillig in Flugzeugen verbringen mussten, hat die Staatsanwaltschaft einen Prüfvorgang eingeleitet. Für die Lufthansa bedeutet das operative Chaos Erklärungsbedarf und finanzielle Belastungen, auch wenn der Aktienkurs aktuell Stärke demonstriert.

Organisatorisches Versagen

Der Auslöser für den stundenlangen Stillstand war eine Kombination aus extremem Wetter und mangelnder Infrastruktur. Fünf Maschinen der Lufthansa Group konnten aufgrund des heftigen Schneefalls nicht starten. Da die reguläre Nachtflugregelung ab 0 Uhr griff und eine Sondergenehmigung wetterbedingt verfiel, saßen die Flugzeuge fest.

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Das eigentliche Problem entstand jedoch am Boden: Es standen keine Busse zur Verfügung, um die Passagiere sicher über das verschneite Vorfeld zurück in die Terminals zu bringen. Nach offiziellen Angaben war die Infrastruktur des Flughafens durch zahlreiche Annullierungen am Vortag bereits an der Belastungsgrenze. Die Folge war eine Zwangsübernachtung in den Kabinen für hunderte Reisende.

Ermittlungen und Kritik

Der Vorfall hat inzwischen die Staatsanwaltschaft Landshut auf den Plan gerufen. Auslöser war der Hinweis eines unbeteiligten Dritten über das Landeskriminalamt. Die Behörde prüft nun anhand des Polizeiberichts die strafrechtliche Relevanz der Geschehnisse, auch wenn bislang keine direkten Anzeigen der betroffenen Fluggäste vorliegen.

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Parallel dazu wächst der Druck auf das Krisenmanagement. Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft übt massive Kritik und bezeichnet die Abläufe als organisatorisches Defizit. Die Flughafenfeuerwehr, die über geländegängige Busse und Rettungstreppen verfügt, wurde in der Nacht nicht alarmiert – ein Umstand, den Gewerkschaftschef Siegfried Maier als „Skandal“ wertet.

Kursreaktion und Ausblick

Trotz der negativen Schlagzeilen zeigen sich Anleger bisher unbeeindruckt von den operativen Problemen. Die Aktie notiert heute bei 9,38 Euro und verzeichnet damit ein Plus von 2,29 Prozent. Der Kurs liegt nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro, was den robusten Aufwärtstrend der letzten Monate unterstreicht.

Sowohl Lufthansa als auch der Flughafenbetreiber haben Fehler in der Kommunikation eingeräumt und Entschädigungen zugesagt. Aufsichtsratsvorsitzender Albert Füracker forderte einen detaillierten Aufklärungsbericht an. Entscheidend für die weitere Bewertung des Vorfalls wird sein, ob die staatsanwaltschaftliche Prüfung tatsächliche strukturelle Fahrlässigkeit nachweist oder das Ereignis als unglückliche Verkettung höherer Gewalt und operativer Engpässe einstuft.

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