Der Ludwigshafener Chemiekonzern hat seine eigene Ertragsprognose für 2025 nicht erreicht. Das EBITDA vor Sondereinflüssen landete bei 6,6 Milliarden Euro – unterhalb der angekündigten Spanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro. Auch der Analystenkonsens von 6,7 Milliarden Euro wurde knapp unterschritten. Die Frage ist nun: Wie anfällig macht das die Aktie?
Die Eckdaten im Überblick:
- EBITDA vor Sondereinflüssen: 6,6 Mrd. Euro (Prognose verfehlt)
- Umsatz: 59,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 61,4 Mrd. Euro)
- EBIT: 1,6 Mrd. Euro (Konsens: 2,2 Mrd. Euro)
- Free Cashflow: 1,3 Mrd. Euro (deutlich über Erwartungen)
- Nettogewinn: 1,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,3 Mrd. Euro)
Operativ schwach, Cashflow überrascht
Im Vergleich zum Vorjahr (7,2 Milliarden Euro EBITDA, bereinigt um das verkaufte Coatings-Geschäft) bedeutet das aktuelle Ergebnis einen Rückgang von rund 8 Prozent. Das operative Geschäft lief schwächer als erhofft – die Marktreaktion fiel entsprechend aus.
Ein Lichtblick findet sich beim Free Cashflow. Mit 1,3 Milliarden Euro verdoppelte sich dieser nahezu gegenüber dem Vorjahr (0,7 Milliarden Euro) und übertraf die Analystenerwartungen von 0,6 Milliarden Euro deutlich. Hauptgrund: Die Investitionsausgaben sanken auf 4,3 Milliarden Euro, nachdem Großprojekte in China weitgehend abgeschlossen wurden.
Restrukturierung belastet
BASF betonte, dass die angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen schneller voranschreiten als geplant. Die Kehrseite: Sonderbelastungen im EBIT von minus 1,3 Milliarden Euro – merklich höher als im Vorjahr.
Teilweise kompensiert wurden diese Kosten durch den Verkauf des Dekorlack-Geschäfts an Sherwin-Williams zum 1. Oktober 2025. Eine Sonderdividende aus der Wintershall-Dea-Beteiligung stützte zusätzlich das Nettoergebnis.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Analysten warnen vor weiteren Korrekturen
Die Einschätzungen am Markt fallen gemischt aus. Citi bezeichnete die Verfehlung als negativ, auch wenn das Management bereits im Dezember auf das untere Ende der Prognose hingewiesen hatte.
J.P. Morgan sieht weitere Risiken: Die schwächeren Zahlen könnten zu Abwärtskorrekturen beim Konsens für 2026 führen – konkret 2 bis 3 Prozent beim EBITDA und 5 Prozent beim Gewinn je Aktie. Die Analysten halten die aktuelle Bewertung für anfällig.
Kepler Cheuvreux-Analyst Christian Faitz wertet die Zahlen hingegen als „klar im Rahmen, wenn nicht sogar über den Erwartungen“ – mit Verweis auf den starken Cashflow. Seine Einschätzung: „Das Glas ist eher halb voll als halb leer.“
Was die Zahlen für die Branche bedeuten
Die vorläufigen BASF-Zahlen gelten als Gradmesser für die europäische Chemieindustrie. J.P. Morgan sieht darin kein gutes Vorzeichen für die kommende Berichtssaison des Sektors.
Die vollständigen Geschäftszahlen veröffentlicht BASF am 27. Februar 2026 zusammen mit der Bilanzpressekonferenz. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben – besonders, wenn weitere Analystenhäuser ihre Schätzungen nach unten anpassen.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 24. Januar liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

