Alphabet Aktie: Neue Bestmarke

Alphabet hat Apple beim Börsenwert überholt, angetrieben durch starke KI-Initiativen und Wachstum bei Waymo. Regulatorische Entwicklungen und ein Energie-Deal prägen die aktuelle Lage.

Kurz zusammengefasst:
  • KI-Offensive mit neuen Chips und Gemini-Modell
  • Waymo strebt starkes Wachstum bei Fahrten an
  • Regulatorische Auflagen und Energie-Deal als Faktoren
  • Nächster Quartalsbericht als wichtiger Fixpunkt

Alphabet hat Apple beim Börsenwert überholt – erstmals seit 2019. Dahinter steckt nicht nur ein starker Kurslauf, sondern vor allem die deutlich unterschiedliche Dynamik beider Konzerne bei KI und autonomem Fahren. Während Apple bei zentralen Zukunftsthemen ins Hintertreffen gerät, nutzt Alphabet eine Serie strategischer Schritte, um seine Bewertung weiter auszubauen.

Marktwert dreht – Waymo sorgt für Rückenwind

Am Mittwoch zog der Börsenwert von Alphabet an Apple vorbei. Auslöser war ein weiterer Kursanstieg, der die Aktie auf ein neues 52‑Wochen-Hoch geführt hat. Auf Wochensicht liegt das Plus im niedrigen einstelligen Bereich, in den vergangenen 30 Tagen summiert sich der Anstieg jedoch auf rund 18 Prozent – ein klarer Hinweis auf neu entfachten Optimismus.

Alphabet

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Ein wichtiges Thema im Hintergrund: die Politik. Der Energie- und Handelsunterausschuss des US-Repräsentantenhauses will am kommenden Dienstag, 13. Januar, über Vorschläge beraten, die den Einsatz autonomer Fahrzeuge im Land ausweiten sollen. Davon könnte insbesondere Waymo profitieren, Alphabets Tochter für selbstfahrende Taxis.

Waymo hatte bereits im Frühjahr 2025 die Marke von 1 Million Fahrten pro Monat erreicht und lag im Dezember 2025 bei rund 450.000 bezahlten Fahrten pro Woche. Bis Ende 2026 soll diese Zahl auf 1 Million wöchentliche Fahrten steigen. Die geplante Anhörung in Washington könnte ein weiterer Baustein sein, um dieses Wachstum zu untermauern, falls daraus freundlichere regulatorische Rahmenbedingungen entstehen.

KI-Offensive treibt Bewertung

Der Wechsel an der Spitze der weltgrößten Börsenwerte ist auch ein Signal für die unterschiedlichen KI-Strategien. Apple hat seine nächste Generation des Siri-Sprachassistenten auf 2026 verschoben. Alphabet hingegen hat 2025 ein ganzes Paket an KI-Initiativen umgesetzt und damit die Stimmung am Markt spürbar gedreht.

Zu den wichtigsten Entwicklungen zählen:

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  • Ironwood TPU (seit November 2025): Die siebte Generation der eigenen Tensor Processing Units (TPUs) positioniert sich als Alternative zu Nvidia-Chips und soll die Rechenleistung für KI-Anwendungen im Alphabet-Ökosystem steigern.
  • Gemini 3 (ebenfalls November 2025): Die neue KI-Generation erhielt breite Anerkennung von Industriepartnern und gilt als zentraler Baustein in Alphabets Produktpalette.
  • Google Cloud: 2025 wurden bis Ende des dritten Quartals mehr Verträge mit einem Volumen von über 1 Milliarde US‑Dollar abgeschlossen als in den beiden Vorjahren zusammen – ein deutlicher Hinweis auf wachsende Akzeptanz im Enterprise-Geschäft.

Die Konsequenz: Die Aktie legte 2025 um rund 65 Prozent zu – das stärkste Jahresplus seit 2009, als sich der Kurs nach der Finanzkrise verdoppelte. Auch die aktuelle Notierung deutlich über den 50‑, 100‑ und 200‑Tage-Durchschnitten zeigt, wie stark der Trend derzeit ist.

Regulierung und Energie-Deal im Fokus

Trotz der Kursstärke bleibt das regulatorische Umfeld anspruchsvoll. Nach dem Kartellrechtsurteil vom September 2025 muss Alphabet ab 2026 zentrale Daten an Wettbewerber weitergeben. Ein geplanter erzwungener Verkauf des Chrome-Browsers wurde zwar vom zuständigen Richter Amit Mehta abgelehnt, dennoch greift eine weitreichende Auflage: Für zehn Jahre muss der Konzern ausgewählten Konkurrenten Zugang zum Suchindex und zu Nutzungsdaten aus der Websuche einräumen, sofern diese als qualifiziert gelten.

Parallel baut Alphabet seine Infrastruktur für die KI-Ära aus. Im Dezember 2025 wurde die Übernahme des Entwicklers von erneuerbaren Energien Intersect für 4,75 Milliarden US‑Dollar angekündigt. Der Abschluss ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant. Der Deal umfasst 10,8 Gigawatt an sauberer Erzeugungskapazität und zielt direkt auf den steigenden Strombedarf der weltweiten Rechenzentren.

CEO Sundar Pichai betonte, Intersect solle helfen, die Kapazitäten zu erweitern und neue Kraftwerksprojekte enger mit dem Ausbau der Rechenzentren zu verzahnen. Damit versucht Alphabet, das Wachstum der KI-Rechenlast mit einer eigenen, planbaren Energieversorgung abzusichern – ein zunehmend kritischer Faktor für Cloud- und KI-Anbieter.

Ausblick: Zahlen und mögliche Katalysatoren

Der nächste größere Fixpunkt ist der Quartalsbericht am 3. Februar 2026. Die Konsensschätzung der Analysten liegt bei einem Gewinn je Aktie von 2,59 US‑Dollar, nach 2,15 US‑Dollar im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2026 werden derzeit im Schnitt 10,64 US‑Dollar je Aktie erwartet, was einem Gewinnplus von rund 5 Prozent gegenüber 2025 entspricht.

Kurzfristig könnte zudem die Anhörung im US-Repräsentantenhaus am 13. Januar zusätzliche Impulse liefern, falls Gesetzesinitiativen zugunsten autonomer Fahrzeuge an Fahrt aufnehmen. Darüber hinaus schauen Marktteilnehmer verstärkt auf mögliche Schritte rund um Waymo: Ein späterer Börsengang der Einheit wird von einigen Schätzungen mit einem potenziellen Wert von über 100 Milliarden US‑Dollar verknüpft. Ob es dazu tatsächlich kommt, dürfte entscheidend mitbestimmen, wie viel weiteres Wertsteigerungspotenzial Alphabet aus seinem KI- und Mobilitätsportfolio heben kann.

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