DAX: Erholung auf dem Prüfstand
Der deutsche Leitindex kämpft nach deutlichen Verlusten um Stabilität. Airbus bleibt durch Produktionsprobleme belastet, während Hugo Boss mit Aktienrückkauf stabilisiert.

Kurz zusammengefasst
- DAX notiert zwölf Prozent unter Jahreshoch
- Airbus durch Auslieferungsprobleme stark belastet
- Hugo Boss startet Aktienrückkaufprogramm
- Technische Unterstützung bei 22.000 Punkten
Nach einem schwachen Wochenschluss deutet der DAX zum Montag auf eine leichte Gegenbewegung hin. Freitag war der Index nach einem freundlichen Start unter dem Druck der Wall Street auf 22.380 Punkte abgerutscht — ein Tagesminus von rund zwei Prozent. Auf Monatssicht summiert sich das Minus damit auf über elf Prozent.
Airbus belastet, Hugo Boss stabilisiert
Das bestimmende Unternehmensthema bleibt Airbus. Erneut gekaperte Auslieferungsziele wegen Mängeln an Rumpfteilen und anhaltenden Verzögerungen beim Triebwerkzulieferer Pratt & Whitney setzen die Aktie unter Druck — seit Jahresbeginn hat sie rund 17 Prozent verloren. Ein Auslieferungsminus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zeigt, wie weit der Rückstand gegenüber dem notwendigen Produktionstempo ist.
Gegenläufige Impulse kommen von Hugo Boss: Das Modeunternehmen legte Quartalszahlen vor und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 200 Millionen Euro an. Trotz eines verhaltenen Ausblicks hielt sich die Aktie stabil. Evotec hingegen brach nach Vorlage der 2025er-Ergebnisse um rund 14 Prozent ein — das Unternehmen will bis Ende 2027 die laufenden Kosten um 75 Millionen Euro senken, unter anderem durch Stellenabbau und Standortschließungen.
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Technische Lage bleibt angespannt
Der DAX notiert derzeit knapp zwölf Prozent unter seinem Jahreshoch von 25.421 Punkten und hat zuletzt alle wichtigen gleitenden Durchschnitte nach unten durchbrochen. Die nächste relevante Unterstützungszone liegt bei 22.000 Punkten. Hält diese Marke nicht per Monatsschlusskurs, rückt laut technischer Analyse ein deutlich tieferes Niveau in den Blickpunkt.
Auf der Makroseite treiben gestiegene Ölpreise — Brent legte zuletzt um über drei Prozent zu — und anhaltende geopolitische Spannungen die Risikoaversion. Zyklische Sektoren stehen weiter unter Verkaufsdruck, während Versorger und Pharma relative Stärke zeigen. Für diese Woche stehen neben den letzten Geschäftsberichten der Berichtssaison auch eine Rede von Bundesbankpräsident Nagel und neue Erzeugerpreisdaten auf der Agenda — beides könnte die Stimmung kurzfristig beeinflussen.
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