Der Aufsichtsrat von Fresenius hat den Vertrag von Konzernchef Michael Sen vorzeitig um fünf Jahre verlängert. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag auf Anfrage. Der Vertrag des Managers läuft damit bis 2031. Die Entscheidung fiel einstimmig – ein deutliches Bekenntnis des Gremiums zur bisherigen Strategie.
Sen übernahm im Oktober 2022 den Vorstandsvorsitz zu einem schwierigen Zeitpunkt. Seither krempelte der frühere Siemens- und E.ON-Manager den DAX-Konzern radikal um. Randbereiche wurden verkauft, Strukturen verschlankt. Besonders der Rückzug aus der verlustträchtigen österreichischen Tochter Vamed sorgte für eine klarere Aufstellung.
Trennung von FMC nahezu vollzogen
Ein zentraler Schritt war die Lösung der engen Verflechtung mit Fresenius Medical Care. Die frühere Dialyse-Tochter wird inzwischen nur noch als Finanzbeteiligung mit rund 29 Prozent geführt. Sen fokussierte Fresenius konsequent auf die Pharmasparte Kabi und das Klinikgeschäft – begleitet von umfangreichen Effizienzprogrammen.
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Die Resultate verbesserten sich kontinuierlich. Am Mittwoch präsentiert Sen die Bilanz für 2025, die zeigen soll, wie weit der Umbau bereits greift.
Kursdruck durch FMC-Zahlen
Die Fresenius-Aktie notierte am Dienstag via XETRA zeitweise 1,86 Prozent tiefer bei 50,76 Euro. Verantwortlich für den Rückgang waren vor allem die enttäuschenden Zahlen von Fresenius Medical Care, die am Vormittag vorgelegt wurden. Trotz der formalen Trennung belasten schwache Daten der ehemaligen Tochter offenbar noch immer das Sentiment bei Fresenius.
Die vorzeitige Vertragsverlängerung signalisiert Kontinuität. Der Aufsichtsrat setzt damit auf die eingeschlagene Richtung – auch wenn die Märkte am Dienstag skeptisch reagierten.
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