Fiserv reagiert auf die jüngste Wachstumsschwäche mit einer umfassenden Neuaufstellung der Führungsebene. Nach enttäuschenden Zahlen und wachsender Kritik von Investoren soll frisches Personal von der Konkurrenz den Vertrieb neu beleben. Kann der Zahlungsdienstleister mit externen Impulsen den Negativtrend stoppen?
Prominente Neuzugänge
Der Finanztechnologie-Riese besetzt gleich drei Schlüsselpositionen neu, um die Umsätze anzukurbeln. Lia Cao übernimmt als Chief Revenue Officer die Verantwortung für Großkunden und Plattformen, während Robert Clarkson das Geschäft mit kleinen Unternehmen leiten wird. Zu Clarksons Bereich gehört auch die wichtige Point-of-Sale-Plattform Clover. Ergänzt wird das Trio durch Adit Gadgil als neuen Global Head of Business Development.
Bemerkenswert ist die Herkunft der neuen Manager: Fiserv rekrutiert gezielt extern. Cao und Gadgil kommen von der Großbank JPMorgan Chase, Clarkson wechselt vom direkten Konkurrenten Stripe. Diese Personalien signalisieren eine klare Abkehr von internen Lösungen hin zu externer Expertise, um die Kundenbasis aggressiver zu erweitern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Fiserv?
Reaktion auf schwache Prognosen
Der Führungswechsel erfolgt in einer kritischen Phase. In der zweiten Jahreshälfte 2025 verfehlte Fiserv die Erwartungen einiger Analysten, was den Druck auf das Management erhöhte. Besonders der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 fiel verhalten aus: Der Konzern rechnet lediglich mit einem organischen Umsatzwachstum zwischen 1,0 und 3,0 Prozent.
Selbst die Vorzeige-Sparte Clover, lange Zeit der Wachstumsmotor, verlor zuletzt an Dynamik. Für 2026 wird hier zwar noch ein niedriges zweistelliges Plus erwartet, doch die Zeiten explosiver Zuwächse scheinen vorerst vorbei.
Kanada-Expansion als weiterer Baustein
Parallel zum Personalumbau sucht Fiserv nach neuen Einnahmequellen im Ausland. Eine kürzlich vereinbarte Partnerschaft mit der Peoples Group in Kanada zielt auf den Aufbau einer Zahlungsplattform der nächsten Generation ab. Das Projekt soll Echtzeit-Zahlungen ermöglichen und direkte Verbindungen zu kanadischen Zahlungssystemen herstellen. Angesichts der gedämpften Wachstumsprognose für das Kerngeschäft ist die erfolgreiche Erschließung solcher neuen Märkte für das Erreichen der Jahresziele 2026 essenziell.
Fiserv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Fiserv-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Fiserv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Fiserv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Fiserv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
