Der Goldmarkt kommt nicht zur Ruhe. Nach dem jüngsten Vorstoß auf neue Höchststände folgte in dieser Woche ein scharfer Rücksetzer, der Anleger kurzzeitig aufschreckte. Im Zentrum der Turbulenzen steht ein Tauziehen zwischen geopolitischen Ängsten und einer drohenden strafferen US-Geldpolitik.
Die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:
* Aktueller Kurs: 4.885,50 USD
* Wochenverlust: -9,54 % in den letzten 7 Tagen
* Abstand zum Rekordhoch: Der Preis liegt gut 10 % unter dem Top von 5.450 USD
* Jahresperformance: Trotz Rücksetzer ein Plus von 12,52 % seit Jahresanfang
Die Woche begann mit einem deutlichen Dämpfer für Gold-Bullen. Auslöser für den Abverkauf war die Nominierung von Kevin Warsh als neuem Chef der US-Notenbank Federal Reserve. Warsh gilt an den Märkten als Befürworter einer straffen Geldpolitik. Diese Aussicht stärkte den US-Dollar sofort und belastete im Gegenzug das in Dollar notierte Edelmetall massiv. Die hohe Volatilität von annualisiert fast 42 Prozent unterstreicht die Nervosität der Marktteilnehmer.
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Geopolitik bremst den Fall
Doch der Absturz ins Bodenlose blieb aus. Zur Wochenmitte konnten sich die Notierungen stabilisieren, da geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Nachfrage nach „Sicheren Häfen“ neu entfachten. Diese Unsicherheit wirkt als Gegengewicht zur Zinsangst und verhinderte, dass der Kurs unter wichtige technische Marken rutschte.
Auch das fundamentale Bild stützt den Kurs weiterhin. Analysten verweisen auf die anhaltenden Goldkäufe der Zentralbanken, insbesondere aus Schwellenländern, die ihre Reserven diversifizieren wollen. Zusammen mit der hohen Staatsverschuldung westlicher Industrienationen bildet diese strukturelle Nachfrage einen soliden Boden, der den Kurs auch aktuell noch deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 4.610 USD hält.
Der weitere Weg des Goldpreises hängt nun maßgeblich von den ersten offiziellen Signalen des designierten Fed-Chefs ab. Sollte Warsh seinen restriktiven Kurs bestätigen, könnte der Dollar weiter aufwerten und Gold belasten. Bleibt jedoch die geopolitische Lage angespannt oder hält die Unterstützung im Bereich des 50-Tage-Durchschnitts, ist das langfristige Aufwärtsszenario trotz der aktuellen Korrektur nicht vom Tisch.
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