Rwe weitet seine strategische Präsenz im Nahen Osten deutlich aus. Am Rande des Staatsbesuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnete der Essener Energiekonzern heute zwei Absichtserklärungen mit emiratischen Staatsunternehmen. Die Gespräche betreffen sowohl LNG-Lieferungen als auch milliardenschwere Investitionen in deutsche Batteriespeicher.
Mit der Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) plant Rwe eine Zusammenarbeit bei Flüssigerdgas-Lieferungen nach Deutschland und Europa. Das mögliche Liefervolumen: bis zu eine Million Tonnen LNG jährlich über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Das entspricht etwa zwölf LNG-Schiffsladungen und bis zu 1,4 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr.
LNG-Deal stärkt Versorgungssicherheit
„Durch neue LNG-Liefervereinbarungen stärken wir die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa und diversifizieren gleichzeitig unser globales LNG-Portfolio“, erklärte Rwe-Chef Markus Krebber. Die Pläne knüpfen an eine bereits bestehende Partnerschaft mit Adnoc an. Für Deutschland, das seit dem Wegfall russischer Gaslieferungen verstärkt auf alternative Bezugsquellen angewiesen ist, dürfte diese strategische Zusammenarbeit von erheblicher Bedeutung sein.
Parallel dazu prüft Rwe mit dem auf erneuerbare Energien spezialisierten Staatsunternehmen Masdar gemeinsame Investitionen in Batteriespeicherprojekte auf deutschem Boden. Masdar erwägt, bis 2030 in bestehende Rwe-Batterieprojekte mit einer Kapazität von bis zu einem Gigawatt zu investieren. Darüber hinaus steht die gemeinsame Entwicklung neuer Projekte mit weiteren einem Gigawatt Kapazität bis 2035 im Raum.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rwe?
Batteriespeicher als Schlüsseltechnologie
Großbatteriespeicher spielen eine zentrale Rolle bei der Energiewende. Sie speichern überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen zwischen und geben ihn in Zeiten geringer Erzeugung wieder ab – häufig mit deutlichem Gewinn. Rwe betreibt bereits Batteriespeicher in den USA, Europa und Australien mit einer Gesamtleistung von 1,2 Gigawatt. Weitere mehr als 2,7 Gigawatt befinden sich im Bau.
Krebber verwies auch bei Masdar auf eine langjährige Zusammenarbeit: „Zuletzt waren wir gemeinsam bei der jüngsten britischen Offshore-Windauktion für die Dogger Bank South-Projekte überaus erfolgreich.“ Die geplanten Deals unterstreichen Rwes Strategie, sowohl die Versorgungssicherheit im Übergang als auch den Ausbau erneuerbarer Infrastruktur voranzutreiben.
Die Rwe-Aktie reagierte heute positiv auf die Nachrichten und notierte im Xetra-Handel zeitweise 1,33 Prozent höher bei 53,18 Euro.
Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
