Realty Income sorgt im Januar für Gesprächsstoff an der Wall Street. Ein deutlich optimistischeres Votum der Deutschen Bank trifft auf eher zurückhaltende Stimmen anderer Häuser. Im Kern geht es um die Frage: Reichen solide operative Zahlen und eine attraktive Dividende aus, um das begrenzte Kurspotenzial kurzfristig auszuweiten?
Deutsche Bank wird optimistisch, Konsens bleibt vorsichtig
Deutsche Bank hat die Aktie am 20. Januar 2026 von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und ein Kursziel von 69 US‑Dollar ausgerufen. Ausgehend vom aktuellen Niveau um 60,74 US‑Dollar sehen die Analysten damit spürbares Aufwärtspotenzial.
Interessant: Mit dieser Einstufung stellen sich die Deutschen klar gegen den eher verhaltenen Markt-Konsens. Die Mehrheit der Analysten bleibt vorsichtig und sieht nur begrenzten Spielraum nach oben.
Ein Überblick über die jüngsten Einschätzungen:
- Deutsche Bank: Hochstufung auf „Buy“, Kursziel 69,00 US‑Dollar
- Morgan Stanley: Kursziel auf 65,00 US‑Dollar erhöht, Einstufung „Equal Weight“
- Barclays: Kursziel auf 64,00 US‑Dollar angehoben, Rating „Equal Weight“
- Mizuho: Kursziel auf 60,00 US‑Dollar gesenkt, Rating „Neutral“
- Cantor Fitzgerald: Kursziel von 64,00 auf 60,00 US‑Dollar reduziert
Im Schnitt lautet das Votum weiterhin „Hold“. Drei Analysten empfehlen den Kauf, elf stufen die Aktie als Halteposition ein, einer rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 62,71 US‑Dollar und damit nur leicht über dem aktuellen Kurs.
Fundament: Solide Zahlen und positive Prognose
Rückenwind für die optimistischeren Häuser liefern die jüngsten Quartalszahlen. Realty Income erzielte ein Adjusted Funds from Operations (AFFO) je Aktie von 1,08 US‑Dollar und lag damit knapp über den erwarteten 1,07 US‑Dollar. Der ausgewiesene Nettogewinn je Aktie belief sich auf 0,35 US‑Dollar.
Beim Umsatz zeigte sich das Bild noch klarer: Mit 1,47 Milliarden US‑Dollar übertraf das Unternehmen die Konsensschätzung von 1,35 Milliarden US‑Dollar deutlich. Im Jahresvergleich entspricht das einem Wachstum von 10,5 Prozent – für einen großen Net-Lease-REIT ein respektabler Zuwachs.
Wichtig ist auch der Blick nach vorn. Für das Geschäftsjahr 2025 stellt Realty Income ein AFFO von 4,25 bis 4,27 US‑Dollar je Aktie in Aussicht. Der Analystenkonsens lag bislang bei 4,19 US‑Dollar. Die leicht über den Erwartungen liegende Prognose wird als Hinweis auf Zuversicht des Managements in die eigene Ertragsbasis gewertet.
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Bewertung, Kursbild und Dividende
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 55,9 Milliarden US‑Dollar zählt Realty Income zu den Schwergewichten im REIT-Sektor. Die Aktie notiert mit etwa 60,74 US‑Dollar in der Nähe ihres 52‑Wochen-Hochs von 61,55 US‑Dollar; seit Jahresbeginn liegt sie knapp 6 Prozent im Plus und rund 27 Prozent über dem Tief der vergangenen zwölf Monate.
Die Kennzahlen deuten auf eine anspruchsvolle Bewertung hin: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 56,24, das PEG-Ratio bei 3,90. Auf der anderen Seite steht eine Dividendenrendite von rund 5,3 Prozent – ein wesentlicher Anziehungspunkt für einkommensorientierte Anleger.
Institutionelle Investoren halten gut 70 Prozent der ausstehenden Aktien. Zu den größten Adressen zählen State Street Corp mit rund 61,7 Millionen Papieren sowie Bank of New York Mellon Corp mit etwa 5,8 Millionen Aktien.
Nächste Dividende und Wachstumshebel
Kurzfristig richtet sich der Blick vieler Dividendenanleger auf den kommenden Termin: Der nächste Ex‑Dividenden-Tag ist der 30. Januar 2026, die monatliche Ausschüttung von 0,27 US‑Dollar je Aktie soll am 13. Februar 2026 fließen. Die monatliche Zahlungsweise ist ein zentrales Markenzeichen des Unternehmens.
Historisch zeigt sich Realty Income äußerst dividendenstark: Seit dem NYSE‑Listing 1994 wurde die Ausschüttung 133‑mal erhöht. Gleichzeitig liegt die Ausschüttungsquote unter 75 Prozent des AFFO – ein im REIT‑Kontext vergleichsweise konserviver Wert, der Spielraum für weitere Anpassungen lässt, sofern das operative Wachstum anhält.
Neben der Dividende setzt das Unternehmen auf geografische und sektorale Diversifikation. Das Portfolio umfasst inzwischen mehr als 15.550 Immobilien in Nordamerika und Europa. Jüngst hat Realty Income ein Joint Venture zur Investition von über 1,5 Milliarden US‑Dollar in Logistik-Entwicklungen aufgebaut und mit dem ersten Engagement in Mexiko den Schritt in einen weiteren Markt vollzogen.
Fazit: Solides Fundament, geteilte Meinung
Realty Income kombiniert stabile operative Kennzahlen, eine leicht über den Erwartungen liegende AFFO‑Prognose und eine attraktive, gut abgesicherte Dividende mit internationaler Expansion im Logistikbereich. Gleichzeitig spiegelt der überwiegende „Hold“-Konsens wider, dass viele Analysten im aktuellen Kursniveau bereits einen Großteil dieses Profils eingepreist sehen. Ob sich mittelfristig eher die optimistischere Sicht der Deutschen Bank oder der vorsichtige Marktdurchschnitt durchsetzt, dürfte sich vor allem an der weiteren Umsatzdynamik und der Umsetzung der Wachstumsprojekte in den kommenden Quartalen entscheiden.
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