Viking gibt beim wichtigsten Projekt Tempo vor: Der orale Abnehm-Kandidat VK2735 soll noch dieses Jahr direkt in die entscheidende Phase 3 starten. Genau diese Abkürzung im Zeitplan kam am Markt gut an – obwohl das Unternehmen im Schlussquartal einen höheren Verlust als erwartet auswies. Doch warum schauen Anleger über die roten Zahlen hinweg?
Phase 3 rückt näher
Laut dem Quartalsupdate von Mittwochabend ist der Start der Phase-3-Studien für die Tablettenform von VK2735 im dritten Quartal 2026 geplant. VK2735 ist ein dualer GLP-1/GIP-Rezeptoragonist und damit in einem Feld unterwegs, das aktuell zu den lukrativsten Bereichen im Pharmamarkt zählt.
Der Schritt stützt sich auf Daten aus früheren Studien: In Untersuchungen mit der Tablette lag der durchschnittliche Gewichtsverlust nach 13 Wochen bei bis zu 12,2%. Eine orale Alternative wäre zudem eine nadelfreie Option gegenüber etablierten Injektionen – ein klarer Faktor für die mögliche Marktattraktivität.
Auch die injizierbare Version kommt voran. Die Phase-3-Studie VANQUISH-1 ist bereits vollständig rekrutiert, mit mehr als 4.500 Patienten – und laut Unternehmen sogar früher als geplant. Die zweite Phase-3-Studie VANQUISH-2, die Adipositas bei Patienten mit Typ-2-Diabetes adressiert, nähert sich dem Abschluss.
Wichtige Fakten im Überblick:
– Orales VK2735: Phase 3 im Q3 2026 geplant
– Injizierbares VK2735: VANQUISH-1 vollständig rekrutiert (>4.500 Patienten), VANQUISH-2 nahe Abschluss
– Kassenbestand: 706 Mio. USD (Ende 2025)
Verlust steigt – F&E-Kosten explodieren
Finanziell zeigt sich, wie teuer späte Entwicklungsphasen sind. Im vierten Quartal 2025 meldete Viking einen Nettoverlust von 157,7 Mio. USD bzw. 1,38 USD je Aktie. Damit lag der Verlust über den Analystenschätzungen, die von einem geringeren Minus ausgegangen waren.
Auffällig ist vor allem der Kostentreiber Forschung & Entwicklung: Die F&E-Ausgaben stiegen im Quartal auf 153,5 Mio. USD, nach 31 Mio. USD im Vorjahreszeitraum. Das Management begründete den Sprung mit den Kosten für Produktion sowie Umfang und Durchführung der großen VANQUISH-Phase-3-Programme.
Kursreaktion und nächste Termine
Am Donnerstag legte die Aktie nach den Pipeline-Details deutlich zu und stieg im Handel um rund 10%. Der Markt gewichtete damit die klinischen Fortschritte höher als die kurzfristig steigenden Ausgaben.
Als nächste Impulse nennt Viking Daten aus einer laufenden Erhaltungsstudie zu VK2735, die im Q3 2026 kommen sollen. Außerdem plant das Unternehmen im Q1 2026 einen IND-Antrag für einen neuen dualen Amylin- und Calcitonin-Rezeptoragonisten – ein weiterer Baustein für die Stoffwechsel-Pipeline.
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