Kapsch Trafficcom hat die Markterwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 drastisch korrigiert. Der Mautspezialist senkte am Montagabend vor allem seine Gewinnziele massiv, da die operative Entwicklung deutlich hinter den ursprünglichen Planungen zurückbleibt. Die Nachricht schickte das Papier am Dienstag unmittelbar auf ein neues 52-Wochen-Tief.
Die wichtigsten Eckpunkte der Ad-hoc-Meldung:
- EBIT-Prognose: Reduzierung von 25 Mio. Euro auf nur noch 7 Mio. Euro (-72 %).
- Umsatz-Prognose: Senkung von 450 Mio. Euro auf ca. 420 Mio. Euro.
- Operative Realität: Das bisherige Neunmonats-EBIT von 12 Mio. Euro enthält einen positiven Einmaleffekt von 23 Mio. Euro.
- Quartalsausblick: Die neuen Jahresziele implizieren ein negatives operatives Ergebnis für das laufende vierte Quartal.
Einmaleffekt maskiert operative Verluste
Die Analyse der vorläufigen Zahlen für die ersten drei Quartale offenbart die Tiefe der Krise. Zwar weist das Unternehmen für diesen Zeitraum ein EBIT von 12 Millionen Euro aus, doch dieser Wert ist durch einen Sondereffekt aus dem ersten Quartal in Höhe von 23 Millionen Euro verzerrt. Ohne diese einmalige Unterstützung wäre das operative Ergebnis im bisherigen Jahresverlauf bereits mit 11 Millionen Euro im Minus gelandet.
Da das Management für das Gesamtjahr nur noch mit einem EBIT von 7 Millionen Euro kalkuliert, steuert das Unternehmen im finalen vierten Quartal auf einen weiteren operativen Verlust zu. Kann das eingeleitete Sparprogramm die Wende im kommenden Geschäftsjahr erzwingen? Laut Unternehmensangaben laufen zwar bereits Maßnahmen zur Kostensenkung, deren volle Wirkung wird jedoch erst für das Jahr 2026/27 erwartet.
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Marktschwäche und Verzögerungen
Als Hauptursachen für die Revision nennt der Vorstand eine anhaltende Schwäche im globalen Mautmarkt sowie Verzögerungen bei bestehenden Projekten. Diese Verzögerungen seien primär durch die Kundenseite verursacht worden und verhindern derzeit die geplante Umsatzrealisierung.
Die Börse reagierte prompt auf die schrumpfenden Margen und die schwache Auftragsumsetzung. Mit einem Kurs von 5,64 Euro markierte die Aktie am Dienstag exakt ihr 52-Wochen-Tief. Damit summiert sich der Verlust auf Sicht von zwölf Monaten auf über 18 Prozent. Mit einem RSI von 40,3 ist der Titel zwar kurzfristig technisch belastet, spiegelt aber vor allem die fundamentalen Sorgen der Anleger wider.
Am Markt wird nun entscheidend sein, ob die Projektverzögerungen tatsächlich nur temporärer Natur sind oder ob Kapsch Trafficcom Marktanteile im stagnierenden Sektor verliert. Verlässliche Daten zur Wirksamkeit der Sparmaßnahmen werden erst mit den ersten Berichten zum neuen Geschäftsjahr ab Sommer 2026 erwartet.
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