Cisco setzt massiv auf künstliche Intelligenz und meldet Rekordumsätze für das abgelaufene Quartal. Doch trotz der technologischen Fortschritte und übertroffener Erwartungen reagierte der Markt zuletzt mit Zurückhaltung. Während das Management die Weichen für die autonome IT-Zukunft stellt, rücken operative Herausforderungen in den Fokus der Anleger.
Strategischer Umbau zur „Zero-Touch“-IT
Der Konzern forciert aktuell den Wandel von einer rein regelbasierten Automatisierung hin zu intelligenten, selbstverwaltenden IT-Systemen. Im Zentrum steht dabei die Eröffnung eines neuen Kompetenzzentrums in Hyderabad, das in Zusammenarbeit mit Tata Consultancy Services (TCS) betrieben wird. Ziel ist die Etablierung sogenannter „Zero-Touch“-Operationen. Mithilfe einer speziellen KI-Architektur sollen Netzwerke künftig in Echtzeit analysiert und Fehler automatisiert behoben werden.
Laut Chief Product Officer Jeetu Patel könnten KI-Agenten bereits in den nächsten zwölf Monaten rund 80 Prozent der routinemäßigen Netzwerkvorfälle eigenständig lösen. Bis Ende 2026 plant das Unternehmen zudem die Veröffentlichung von sechs neuen KI-Softwareprodukten. Diese Entwicklung markiert einen grundlegenden Wandel in der Softwareerstellung: Ingenieure schreiben künftig primär die Spezifikationen, während die KI den notwendigen Code generiert.
Rekordumsätze treffen auf Cashflow-Sorgen
Finanziell blickt Cisco auf ein starkes zweites Quartal 2026 zurück. Mit einem Rekordumsatz von 15,35 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,04 US-Dollar wurden die Markterwartungen geschlagen. Besonders die Nachfrage nach KI-Infrastruktur stach mit Aufträgen im Wert von 2,1 Milliarden US-Dollar hervor. Doch warum reagierte der Markt trotz dieser Wachstumsfantasie zuletzt verhalten?
Ein Grund für den jüngsten Kursrücksetzer sind Sorgen über kurzfristige Margenbelastungen. Diese resultieren primär aus Engpässen bei Speicherbausteinen sowie einer möglichen Verwässerung durch die Integration von Splunk. Zudem verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang des operativen Cashflows um 19 Prozent auf 1,82 Milliarden US-Dollar. Die Aktie notiert mit 67,22 Euro derzeit rund sieben Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das erst Mitte Februar erreicht wurde.
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Analysten bleiben trotz Insider-Verkäufen optimistisch
Zusätzliche Aufmerksamkeit erregten jüngste Insider-Transaktionen. In den vergangenen drei Monaten veräußerten Führungskräfte, darunter CEO Charles Robbins, Aktien im Gesamtwert von über 17 Millionen US-Dollar. Diese Verkäufe erfolgten jedoch größtenteils im Rahmen vorab festgelegter Handelspläne, was die Brisanz der Meldung abschwächt.
Marktbeobachter bewerten die langfristigen Aussichten weiterhin positiv. Von 24 Analysten wird der Titel im Konsens als „Moderate Buy“ eingestuft, wobei das durchschnittliche Kursziel bei umgerechnet etwa 82 Euro liegt. Um die Aktionäre bei der Stange zu halten, wurde die Quartalsdividende auf 0,42 US-Dollar angehoben, was einer jährlichen Rendite von rund 2,1 Prozent entspricht.
Mit dem klaren Fokus auf die KI-Infrastruktur und der Markteinführung des neuen Silicon One G300-Chips zur Vernetzung von Grafikprozessoren adressiert Cisco die zentralen Wachstumsthemen der Branche. Die nächste Dividendenzahlung ist für den 22. April 2026 terminiert.
- Schlusskurs Freitag: 67,22 €
- Change 7 Tage: 3,46%
- Change 30 Tage: 6,53%
- Seit Jahresanfang (YTD): 3,57%
- Change 12 Monate: 11,20%
- 52-Wochen-Hoch: 72,01 € (11.02.2026)
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -6,65%
- 52-Wochen-Tief: 48,17 € (22.04.2025)
- Abstand zum 52-Wochen-Tief: 39,55%
- 50-Tage-Durchschnitt: 65,94 €
- Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: 1,94%
- 100-Tage-Durchschnitt: 64,64 €
- 200-Tage-Durchschnitt: 61,27 €
- Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: 9,71%
- RSI (14 Tage): 65,0
- Volatilität (30 Tage, annualisiert): 43,08%
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