TUI Aktie: Erste Dividende seit 2020

TUI schüttet erstmals seit der Pandemie wieder eine Dividende aus und startet in Rumänien durch. Trotz eines starken operativen Quartalsgewinns drücken rückläufige Vorausbuchungen die Aktie.

Kurz zusammengefasst:
  • Erste Dividendenausschüttung seit Februar 2020
  • Starkes operatives Ergebnis übertrifft Erwartungen
  • Rückläufige Vorausbuchungen für Sommer und Winter
  • Expansion mit neuem Agenturnetzwerk in Rumänien

TUI zahlt heute erstmals seit Februar 2020 wieder eine Dividende aus – ein symbolischer Schritt nach den schweren Pandemiejahren. Doch die Freude ist getrübt: Die Aktie steht nach den jüngsten Quartalszahlen unter Druck. Zwar übertraf der Konzern beim Gewinn die Erwartungen, doch rückläufige Vorausbuchungen belasten das Sentiment.

Parallel zum Neustart der Ausschüttung expandiert Europas größter Reisekonzern nach Rumänien und will dort bis Ende 2026 ein Netzwerk von 500 Partneragenturen aufbauen.

TUI

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0,10 Euro je Aktie – und eine neue Dividendenpolitik

Die heutige Ausschüttung beträgt 0,10 Euro je Aktie. Berechtigt sind Aktionäre, die das Papier am Stichtag 12. Februar im Depot hatten. Die Hauptversammlung in Hannover hatte drei Tage zuvor die neue Dividendenstrategie abgesegnet: Ab dem Geschäftsjahr 2026 sollen 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns je Aktie an die Anteilseigner fließen.

Damit kehrt TUI zu einer Politik zurück, die durch Corona und die anschließende Staatshilfe jahrelang ausgesetzt war.

Rumänien als neuer Wachstumsmarkt

Zeitgleich startet TUI den Vertrieb in Rumänien. Über die Website tui.ro, die TUI-App und zunächst 200 Partnerreisebüros können rumänische Kunden auf mehr als 1.500 Pauschalreisen sowie die Hotelmarken TUI Magic Life, TUI Blue und RIU zugreifen. Bis Jahresende soll das Agenturnetzwerk auf 500 Partner wachsen, zusätzlich plant der Konzern bis zu fünf eigene Shops vor Ort.

Rumänien ergänzt die osteuropäische Wachstumsregion neben Polen und Tschechien. Weitere Märkte in der Region sollen bis 2030 folgen.

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Q1-Zahlen: EBIT top, Buchungen flop

Das bereinigte EBIT im ersten Quartal (Oktober bis Dezember 2025) legte um 50 Prozent auf 77,1 Millionen Euro zu und übertraf die Analystenschätzung von 66,7 Millionen Euro deutlich. Der Verlust je Aktie halbierte sich nahezu von -0,17 auf -0,08 Euro. Die Nettoverschuldung sank auf 3,62 Milliarden Euro nach 4,10 Milliarden Euro im Vorjahr.

Doch die Vorausbuchungen trüben das Bild: Für den Winter 2025/26 meldete TUI ein Minus von 1 Prozent, für den Sommer 2026 von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Management führt schlechtes Wetter in Deutschland und Großbritannien sowie einen Trend zu kurzfristigeren Buchungen als Gründe an. Zusätzlich belasteten Schäden durch Hurrikan Melissa an Hotels in Jamaika das Segment Hotels & Resorts.

Jahresprognose steht – vorerst

TUI hält an der Prognose für das Gesamtjahr fest: Der Umsatz soll um 2 bis 4 Prozent steigen, das bereinigte EBIT um 7 bis 10 Prozent zulegen. Treiber im ersten Quartal waren die Bereiche Kreuzfahrt und Touren. TUI Cruises steigerte den Ergebnisbeitrag um knapp 30 Millionen auf 62,7 Millionen Euro, bei TUI Musement wuchs der Umsatz um 5,6 Prozent auf 244 Millionen Euro.

Kurs gibt nach Zahlen deutlich nach

Die Aktie reagierte auf die Quartalszahlen mit Verlusten von rund 10 Prozent. Nach 8,28 Euro am Ex-Dividenden-Tag notierte das Papier gestern bei 8,39 Euro. Die Kombination aus schwachen Vorausbuchungen und kurzfristigeren Buchungsmustern verunsichert Investoren – auch wenn das operative Ergebnis positiv überraschte.

Fakten auf einen Blick:

  • Umsatz Q1: 4,86 Mrd. € (Vorjahr: 4,87 Mrd. €)
  • Bereinigtes EBIT Q1: 77,1 Mio. € (Vorjahr: 51,0 Mio. €)
  • Bereinigtes EPS Q1: -0,08 € (Vorjahr: -0,17 €)
  • Nettoverschuldung: 3,62 Mrd. € (Vorjahr: 4,10 Mrd. €)
  • Dividende GJ 2025: 0,10 € je Aktie

Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob sich der Buchungstrend im Frühjahr stabilisiert oder ob TUI die Prognose anpassen muss. Entscheidend wird die Entwicklung der kurzfristigen Nachfrage für den Sommer 2026.

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