Die Papiere von Rocket Lab weiten ihre Verluste aus und haben sich mittlerweile rund 24 Prozent von ihren Januar-Höchstständen entfernt. Damit ist die Aktie technisch in einen Bärenmarkt eingetreten. Während Anleger nervös auf Updates zur Neutron-Rakete warten, stellt sich die zentrale Frage: Bietet der Rücksetzer eine Einstiegschance oder drohen weitere Verzögerungen im Zeitplan?
Der Auslöser: Unsicherheit um Neutron
Ursache für die schlechte Stimmung ist ein Vorfall im Januar, bei dem ein Tank der ersten Stufe der neuen Neutron-Rakete während eines Qualifikationstests platzte. Zwar betonte das Unternehmen, dass solche Ereignisse in der Entwicklungsphase nicht ungewöhnlich seien und keine umliegenden Anlagen beschädigt wurden, doch die Märkte reagieren allergisch auf Unsicherheit.
Ein Ersatztank befindet sich bereits in Produktion. Dennoch tappen Investoren im Dunkeln, was die konkreten Auswirkungen auf den Zeitplan für den Erstflug angeht. Das Management kündigte an, im Rahmen der Quartalszahlen am 26. Februar 2026 einen aktualisierten Zeitplan vorzulegen. Bis dahin meiden viele Akteure das Risiko. Dies spiegelte sich am Dienstag auch im Handelsvolumen wider: Mit rund 13,1 Millionen gehandelten Aktien lag die Aktivität fast 50 Prozent unter dem Tagesdurchschnitt.
Solide Auftragslage als Gegenpol
Trotz des aktuellen Kursdrucks – die Aktie verlor am Dienstag rund 5 Prozent auf 72,03 US-Dollar – bleiben die fundamentalen Daten robust. Erst im Dezember 2025 sicherte sich das Raumfahrtunternehmen einen Vertrag über 816 Millionen US-Dollar von der U.S. Space Development Agency für den Bau von 18 Verteidigungssatelliten. Es ist der bisher größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte.
Der Auftragsbestand (Backlog) liegt mittlerweile bei über einer Milliarde US-Dollar, was eine hohe Umsatzsichtbarkeit garantiert. Auch das Wachstum stimmt: Im letzten Quartal legten die Erlöse um 48 Prozent im Jahresvergleich zu.
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Insider-Verkäufe: Kein Grund zur Panik
Für zusätzliches Aufsehen sorgten zuletzt Aktienverkäufe aus der Führungsetage. CFO Adam C. Spice veräußerte Anteile im Wert von rund 103 Millionen US-Dollar, und auch COO Frank Klein trennte sich von Aktienpaketen.
Hier lohnt sich jedoch ein genauerer Blick: Die Transaktionen erfolgten im Rahmen sogenannter „Rule 10b5-1“-Handelspläne. Diese wurden bereits Monate im Voraus (September 2025) festgelegt und werden automatisch ausgeführt, unabhängig vom aktuellen Kursgeschehen. Sie spiegeln somit keine spontane negative Einschätzung des Managements wider.
Spannung vor den Zahlen
Der Fokus richtet sich nun voll auf den 26. Februar. Analysten erwarten für das vierte Quartal einen Umsatz von 177,9 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von über 34 Prozent entsprechen würde. Entscheidender als die reinen Finanzkennzahlen dürften jedoch die Aussagen zum Neutron-Projekt sein. Sollte das Management einen glaubwürdigen Zeitplan präsentieren, könnte dies das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.
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