Ripple baut seine Zahlungsinfrastruktur massiv aus und meldet über 100 Milliarden US-Dollar verarbeitetes Volumen. Gleichzeitig notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – weit unter dem Jahreshoch von 2,40 US-Dollar. Während das Unternehmen operativ Fahrt aufnimmt, wartet der Token auf den entscheidenden regulatorischen Durchbruch.
Ripple Payments erreicht Meilenstein
Ripple hat seine Zahlungsplattform zu einer vollständigen Infrastrukturlösung ausgebaut. Unternehmen können über einen einzigen Anbieter Fiat-Währungen und Stablecoins empfangen, halten, tauschen und auszahlen. Die neuen Funktionen, ermöglicht durch die Übernahmen von Palisade und Rail, vereinen Verwahrung, Treasury-Automatisierung, virtuelle Konten, Währungsumtausch und Settlement in einem System.
Das verarbeitete Volumen überschritt die Marke von 100 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert dabei: Das Zahlungsgeschäft läuft weitgehend unabhängig vom XRP-Kurs. Während der Token in den vergangenen sieben Tagen rund 5 Prozent verlor, gewinnt Ripples Unternehmensstrategie auf institutioneller Ebene an Zugkraft.
Der CLARITY Act als Schlüsselvariable
Die wichtigste regulatorische Weichenstellung für XRP bleibt der CLARITY Act. Das Gesetz passierte im Juli 2025 das Repräsentantenhaus mit deutlicher Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen. Kern des Vorhabens: Die Zuständigkeit zwischen SEC und CFTC bei digitalen Assets klar trennen. Digitale Rohstoffe würden der CFTC unterstellt, Investment-Contract-Assets blieben bei der SEC.
Für XRP würde eine Verabschiedung bedeuten, dass der Token formal als digitaler Rohstoff eingestuft wird – auf gleicher regulatorischer Stufe wie Bitcoin und Ethereum. Das größte Hindernis für Banken, Vermögensverwalter und Zahlungsdienstleister, XRP in ihre Systeme zu integrieren, wäre beseitigt.
Der Senat hat noch nicht abgestimmt. Die vom Weißen Haus gesetzte Frist vom 1. März verstrich ohne Ergebnis. Dennoch: Prognosemärkte wie Polymarket taxieren die Wahrscheinlichkeit einer Unterzeichnung in 2026 mittlerweile auf 70 bis 72 Prozent.
Standard Chartered senkte seine XRP-Prognose für 2026 von 8 US-Dollar auf 2,80 US-Dollar – die stärkste prozentuale Kürzung in allen Krypto-Prognosen der Bank. Begründung: Institutionelles Kapital blieb in erwarteter Größenordnung aus, ETF-Abflüsse deuteten auf Verkäufe statt Akkumulation hin. Die langfristige Einschätzung bleibt dennoch optimistisch – für 2030 hob die Bank ihr Kursziel sogar auf 28 US-Dollar an.
Entspannung im Geopolitik-Konflikt
Am 4. März zogen die Kryptomärkte an. XRP legte binnen 24 Stunden um 5,4 Prozent zu, Bitcoin um 6,6 Prozent, Ethereum um 7,8 Prozent. Auslöser waren Berichte über mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran. Die New York Times meldete, dass Irans Geheimdienst der CIA gegenüber Gesprächsbereitschaft signalisiert habe.
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Technische Entwicklung und Sicherheitslücke
Das XRP Ledger durchläuft Anfang 2026 sowohl Erweiterungen als auch notwendige Korrekturen. Version 3.1.0 von rippled führte Single Asset Vaults und eine Erweiterung des Kreditprotokolls ein. Version 3.1.1 musste kurz darauf Batch-bezogene Änderungen wegen eines schwerwiegenden Fehlers deaktivieren.
Entwickler reagierten mit einem Notfall-Patch auf eine Sicherheitslücke, die theoretisch Wallet-Zugriffe ohne Private Keys ermöglicht hätte. Die fehlerhafte „Batch“-Transaktionsfunktion wurde dauerhaft blockiert. Nutzerfonds waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Zusätzlich führte XRPL Funktionen für institutionelle Anwender ein: Permissioned Domains und Permissioned DEXs. Diese ermöglichen Handelsplätze, bei denen nur zugelassene Teilnehmer Orders platzieren können – Blockchain-Settlement mit Compliance-Kontrolle.
Finanzierung wird dezentralisiert
Ripple ändert sein Fördermodell für das XRP Ledger-Ökosystem. Seit 2017 investierte das Unternehmen über 550 Millionen US-Dollar in Initiativen, darunter Grants, Builder-Incentives und Partnerschaften. Für 2026 kündigt Ripple eine Verschiebung zu dezentraleren Strukturen an.
Die XAO DAO soll Mitgliedern ermöglichen, Ressourcen durch Community-Grants und Vorschläge gemeinsam zu verteilen. Das University Digital Asset Xcelerator (UDAX) expandiert nach seinem Start an der UC Berkeley im Herbst 2025 auf die Fundação Getulio Vargas in São Paulo und die University of Oxford.
Von den über 300 Banken in Ripples Netzwerk nutzen nur wenige XRP für Settlement. Viele setzen ausschließlich auf Ripples Messaging- und Tracking-Tools für schnellere Überweisungen ohne Krypto-Preisvolatilität. Stablecoins, darunter Ripples eigener RLUSD, gewinnen an Bedeutung.
ETFs und Marktstimmung
Nach Ende der SEC-Klage im August 2025 kamen erste US-amerikanische Spot-XRP-ETFs auf den Markt. Die Produkte verwalten mittlerweile über 1 Milliarde US-Dollar. Dennoch zeigt der Net Unrealized Profit and Loss Indikator, dass XRP sich weiter in der Kapitulationsphase befindet – die Mehrheit der Halter sitzt auf unrealisierten Verlusten.
XRP notiert aktuell mehr als 60 Prozent unter seinem 2025er Allzeithoch von 3,65 US-Dollar. Eine Erholung hängt von der makroökonomischen Stimmung, anhaltenden ETF-Zuflüssen und der Frage ab, ob institutionelles Interesse in tatsächliche On-Chain-Aktivität mündet. Entscheidend bleibt das Schicksal des CLARITY Act.
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