Oracle steht unter Druck. Gleich mehrere Anlegerklagen wegen angeblicher Wertpapierbetrugs belasten den Software-Konzern – während gleichzeitig ein Regierungsauftrag für etwas Entlastung sorgt. Die Aktie verlor am 17. Februar fast 4% auf 153,97 Dollar, konnte am Folgetag aber etwa 1,5% zurückgewinnen.
Sammelklagen türmen sich auf
Mehrere Kanzleien haben Sammelklagen gegen Oracle eingereicht. Kessler Topaz Meltzer & Check reichte bereits am 3. Februar 2026 beim Bundesgericht in Delaware Klage ein – im Namen aller Anleger, die zwischen dem 12. Juni und 16. Dezember 2025 Oracle-Aktien erworben haben.
Der Vorwurf: Oracle habe Investoren über seine KI-Infrastrukturstrategie und geplante Kapitalausgaben getäuscht. Die Klagefrist umfasst einen Zeitraum, in dem die Aktie stark schwankte, nachdem Details über Oracles massive Rechenzentrumsexpansion bekannt wurden.
Im Kern geht es um geplante Investitionen von 50 Milliarden Dollar für das Geschäftsjahr 2026 und zusätzliche Leasingverpflichtungen von 248 Milliarden Dollar, die Oracle im Dezember 2025 in seiner Quartalsmeldung offenlegte. Anleger können sich bis zum 6. April 2026 als Hauptkläger melden.
Luftwaffen-Auftrag als Lichtblick
Inmitten der juristischen Turbulenzen sicherte sich Oracle einen 88-Millionen-Dollar-Auftrag von der US-Luftwaffe. Der Festpreisvertrag zeigt, dass Bundesbehörden weiterhin Bedarf an Oracles Cloud- und Infrastrukturdiensten haben.
Schuldenlast verunsichert Anleger
Die schuldenfinanzierte KI-Expansion belastet das Sentiment. Oracles etwa 50 Milliarden Dollar schwere Kapitalaufnahme ist Teil eines branchenweiten Trends, der Analysten zunehmend skeptisch macht.
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Die Aktie hat im vergangenen Monat rund 16% verloren. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 442,5 Milliarden Dollar und einem Schulden-zu-Eigenkapital-Verhältnis von 3,28 steht Oracle vor der Herausforderung, die aggressive Wachstumsstrategie zu rechtfertigen.
Analysten uneins über Bewertung
Die Einschätzungen der Experten gehen auseinander. Während Melius Research ein Kursziel von 160 Dollar ausgibt, sieht Bernstein SocGen Group die Aktie bei 313 Dollar. Der Konsens liegt bei „Moderat Kaufen“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 291 Dollar.
Oracles operative Marge von 31,9% ist solide, bleibt aber hinter Microsofts 46,7% zurück – eine Folge der intensiven Cloud-Investitionen. Das Umsatzwachstum von 11,1% übertrifft Salesforce und IBM, liegt jedoch unter dem von Microsoft, Amazon und Google.
Institutionelle Investoren positionieren sich
Brighton Jones LLC stockte seine Oracle-Position im vierten Quartal um 189,3% auf 153.580 Aktien auf. Gleichzeitig verkauften Unternehmensinsider in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von etwa 13,7 Millionen Dollar.
Am 6. April entscheidet sich, wie die Klagewelle konkret Fahrt aufnimmt. Bis dahin dürfte die Unsicherheit die Aktie belasten.
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