Kazatomprom, der weltgrößte Uranproduzent, erhält durch eine Gesetzesänderung in Kasachstan deutlich mehr Kontrolle über die heimischen Uranvorkommen. Die neuen Regeln stärken die strategische Position des Staatsunternehmens in einem Markt, der von langfristiger Nachfrage und Preisdiziplin geprägt ist.
Die neuen Spielregeln für Uran
Das überarbeitete Bodenschutzgesetz, das Ende Dezember 2025 in Kraft trat, verleiht Kazatomprom erweiterte Vorzugsrechte. Das Unternehmen hat nun Priorität bei der Erkundung neuer Gebiete und kann vielversprechende Blöcke mit Uranvorkommen für sich reservieren. Eine zentrale Neuerung betrifft private Bergbauunternehmen: Entdecken diese Uran, erhalten sie kein automatisches Produktionsrecht. Stattdessen müssen die entsprechenden Flächen an den Staat abgegeben werden.
Darüber hinaus verschärft das Gesetz die Eigentumsregeln für Joint Ventures. Für neue Uranproduktionsvereinbarungen muss Kazatomprom künftig mindestens 75 Prozent an den beteiligten Gesellschaften halten, statt wie bisher 50 Prozent. Für die Erweiterung bestehender Projekte steigt die Hürde sogar auf 90 Prozent – es sei denn, der ausländische Partner überträgt Uran-Konversions- und Anreicherungstechnologien an Kazatomprom.
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Strategie „Wert vor Volumen“
Diese regulatorische Stärkung passt zur aktuellen Unternehmensstrategie. Bereits im August 2025 kündigte Kazatomprom an, die geplante Produktion für 2026 um etwa 10 Prozent zu reduzieren. Dieser Schritt, der rund fünf Prozent des globalen Primärangebots betrifft, folgt einer „Wert-vor-Volumen“-Philosophie. Das Unternehmen priorisiert stabile Marktverhältnisse und langfristige Preisstabilität gegenüber maximaler Förderung. Die Halbjahreszahlen 2025 zeigten zwar einen Rückgang des Nettogewinns, der sich jedoch größtenteils auf einen Einmaleffekt aus dem Vorjahr zurückführen lässt.
Der langfristige Uranpreis hat sich bei etwa 80 US-Dollar pro Pfund stabilisiert, was die fundamentalen Aussichten des Sektors unterstreicht. Die jüngsten Kursbewegungen der Kazatomprom-Aktie, die sich in der vergangenen Woche positiv entwickelte und seit Jahresanfang über 27 Prozent zulegte, spiegeln das Marktvertrauen in diese strategische Ausrichtung wider.
Ausblick auf wichtige Termine
Investoren blicken nun auf die kommenden Veröffentlichungen des Unternehmens. Der Betriebs- und Handelsbericht für das vierte Quartal 2025 wird vor dem 2. Februar 2026 erwartet. Die geprüften Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2025 sollen in der zweiten Märzhälfte folgen. Analysten bewerten die Aktie derzeit im Konsens mit „Kaufen“ und sehen weiteres Kurspotenzial.
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