Adidas-Chef Bjørn Gulden begleitete Bundeskanzler Friedrich Merz Ende Februar 2026 auf einer Wirtschaftsdelegation nach Peking. Die Gespräche mit chinesischen Vertretern bewertete Gulden als außergewöhnlich offen — ein Signal, das in einem für den Konzern strategisch wichtigen Markt durchaus Gewicht hat.
Konstruktiver Dialog, angespanntes Umfeld
China gilt für Adidas traditionell als einer der zentralen Wachstumsmärkte. Die Delegation zielte darauf ab, den Marktzugang für deutsche Unternehmen zu sichern und Handelshemmnisse abzubauen. Neben Adidas waren auch Vertreter von Airbus und Bayer vor Ort; unterzeichnet wurden Abkommen in den Bereichen Luftfahrt und Agrarwirtschaft.
Das verbesserte diplomatische Klima kommt für den Sportartikelkonzern zu einem Zeitpunkt, an dem der Kurs deutlich unter Druck steht. Mit einem Minus von rund 37 Prozent auf Jahressicht notiert die Aktie aktuell auf einem 52-Wochen-Tief von 138,30 Euro — weit entfernt vom Märzhoch 2025 bei 226,70 Euro.
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Makroökonomische Belastungen bleiben
Positive Gesprächsatmosphäre in Peking ist das eine. Das andere sind die strukturellen Gegenwinds: gestiegene Logistikkosten, geopolitische Unsicherheiten und eine gedämpfte Konsumstimmung in den Kernmärkten Europa, Nordamerika und China belasten die Margenaussichten. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 170,92 Euro — die Aktie notiert knapp 19 Prozent darunter, was den anhaltenden Abwärtstrend technisch unterstreicht.
Ob der China-Besuch mittelfristig operative Früchte trägt, hängt letztlich davon ab, ob sich die verbesserte Gesprächsatmosphäre in konkreten Wachstumszahlen niederschlägt. Die nächsten Quartalsergebnisse werden zeigen, ob der chinesische Markt wieder als echter Wachstumstreiber funktioniert.
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