Nach einem der spektakulärsten Kursanstiege im Rohstoffsektor der vergangenen Jahre trat die Almonty-Aktie am Freitag einen Schritt zurück. Ein Minus von 8,3% auf 19,30 US-Dollar beendete eine Woche, in der die Aktie noch kurz über 21 Dollar notiert hatte. Der Rücksetzer kam bei unterdurchschnittlichem Handelsvolumen — rund 48% unter dem Tagesdurchschnitt — und deutet eher auf Gewinnmitnahmen hin als auf einen grundlegenden Stimmungswandel.
Der Kontext macht die Bewegung verständlich: Innerhalb eines Jahres hatte sich die Aktie des kanadischen Wolframproduzenten von rund einem Dollar auf über 21 Dollar mehr als verzwanzigfacht.
Der Treiber: Chinas Exportbeschränkungen
Hinter dem Kursanstieg steckt eine strukturelle Verschiebung auf dem globalen Wolframmarkt. Im Februar 2025 schränkte China den Export von fünf kritischen Rohstoffen ein, darunter Wolfram. Die Folgen waren unmittelbar: Die Exportmenge von Wolfram-APT (Ammoniumparawolframat) fiel in den ersten elf Monaten 2025 um fast 70% — von 782 Tonnen im Gesamtjahr 2024 auf nur noch 243 Tonnen. Die Preise für chinesische Wolframprodukte stiegen laut Fastmarkets um mehr als 200%.
Das Ausmaß erklärt sich aus Chinas dominanter Stellung: 2023 stammten über 80% der weltweiten Wolframproduktion aus dem Land.
Sangdong und die Wachstumspipeline
Almonty profitiert von dieser Lage durch sein Flaggschiff-Projekt: die Sangdong-Mine in der südkoreanischen Provinz Gangwon. Mit Reserven von 7,9 Millionen Tonnen gilt die Lagerstätte als eine der bedeutendsten und erzreichsten Wolframvorkommen weltweit. Die erste Erzladung hat das Gelände bereits verlassen, die Aufbereitungsanlagen laufen planmäßig. Bis 2027 soll die Kapazität schrittweise auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen jährlich ausgebaut werden.
Parallel dazu entwickelt das Unternehmen die Panasqueira-Mine in Portugal sowie das Gentung-Browns-Lake-Projekt in den USA, das bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein könnte. Im Jahr 2025 sammelte Almonty über zwei Kapitalerhöhungen in den USA brutto mehr als 219 Millionen US-Dollar ein.
Das institutionelle Interesse wächst entsprechend. Die Zahl der investierten Fonds stieg zuletzt um über 55% auf 107. Van Eck Associates baute seine Position auf 11,24 Millionen Aktien aus — ein Zuwachs von 13.294%.
Analysten uneins vor dem Quartalsbericht
Die Analystengemeinde ist gespalten. DA Davidson erhöhte sein Kursziel am 6. März auf 25 Dollar (zuvor 18 Dollar, Kaufempfehlung). B. Riley hob das Ziel im Februar auf 17 Dollar an. Der MarketBeat-Konsens liegt dagegen bei 13,15 Dollar — was rund 21% unter dem Schlusskurs vom Freitag liegt. Weiss Ratings hält an einer Verkaufsempfehlung fest.
Ob der Kursanstieg auf operativer Substanz oder auf Erwartungen basiert, wird der Quartalsbericht am 26. März zeigen. Es wird der erste Abschluss sein, der sowohl die historisch hohen Wolframpreise als auch die angelaufene Produktion in Sangdong vollständig widerspiegelt — und damit der erste echte Stresstest für die aktuelle Bewertung.
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