Der Drohnenspezialist AeroVironment präsentiert sich derzeit als ein Unternehmen der Gegensätze. Während institutionelle Investoren ihre Positionen weiter ausbauen und der Umsatz massiv wächst, sorgen regelmäßige Insiderverkäufe und verfehlte Gewinnziele für Verunsicherung am Markt. Anleger stehen vor der Frage, ob das starke Wachstum die operativen Schwächen im aktuellen Umfeld dauerhaft ausgleichen kann.
Institutionelles Vertrauen gegen Insiderverkäufe
Große Investmentadressen wie O’Neil Global Advisors setzen weiterhin auf den Rüstungskonzern und bauten zuletzt neue Positionen im Millionenwert auf. Insgesamt befinden sich über 86 Prozent der Anteile in fester Hand von Institutionen wie Vanguard oder der Norges Bank. Dieser hohen Konzentration stehen jedoch jüngste Verkäufe aus der Führungsebene gegenüber.
So veräußerten sowohl Finanzchef Kevin Patrick McDonnell als auch Mitglieder des Board of Directors in den vergangenen Wochen Aktienpakete. Obwohl diese Transaktionen teilweise im Rahmen vorab festgelegter Handelspläne erfolgten, belasteten sie die kurzfristige Stimmung spürbar. In den letzten 90 Tagen summierten sich die Verkäufe durch Insider auf ein Volumen von rund 1,35 Millionen US-Dollar.
Umsatzsprung trifft auf Gewinnlücke
Die operativen Zahlen für das zweite Quartal zeichnen ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz schoss im Vorjahresvergleich um über 150 Prozent auf 472,5 Millionen US-Dollar nach oben, was die ungebrochen hohe Nachfrage im Verteidigungssektor unterstreicht. Allerdings blieb der Gewinn pro Aktie mit 0,44 US-Dollar deutlich hinter den Markterwartungen zurück, die fast doppelt so hoch lagen.
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Trotz dieser Diskrepanz hält das Management an seinem Ausblick für das Gesamtjahr 2026 fest. Erwartet wird ein Gewinn zwischen 3,40 und 3,55 US-Dollar pro Aktie. Analysten stützen diesen Optimismus mehrheitlich: Von 23 Experten raten 20 zum Kauf, wobei das durchschnittliche Kursziel mit 367 US-Dollar deutlich über dem aktuellen Niveau liegt.
Chartbild bleibt vorerst angespannt
An der Börse hinterließ die Kombination aus Gewinnverfehlung und Insiderverkäufen deutliche Spuren. Die Aktie verlor im vergangenen Monat rund 13 Prozent an Wert und notiert bei 221,70 Euro. Damit liegt das Papier aktuell fast neun Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, was den kurzfristigen Verkaufsdruck unterstreicht.
Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob AeroVironment die Dynamik beim Umsatz in stabilere Margen übersetzen kann. Nur wenn die Profitabilität mit dem massiven Wachstum Schritt hält, dürfte das Vertrauen der Anleger nachhaltig zurückkehren und die ambitionierte Jahresprognose erreichbar bleiben.
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