Tesla Aktie: Zeitplan wackelt

Tesla-CEO Musk korrigiert Zeitplan für autonomes Fahren nach unten, während Analysten die Aktie als Top-Pick sehen. Die Quartalszahlen Ende Januar stehen im Fokus.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Verzögerung bei vollautonomer Fahrsoftware FSD
  • Analystenhaus New Street sieht 40 Prozent Kurspotenzial
  • Produktion in China rückläufig, Absatz im Dezember stark
  • Ergebnisse für Q4 2025 werden Ende Januar erwartet

Tesla-Aktionäre erhalten derzeit widersprüchliche Signale. Während Analysten von New Street Research die Aktie zum „Top Pick“ küren und deutliche Kursgewinne in Aussicht stellen, dämpft CEO Elon Musk die Erwartungen beim wichtigsten Zukunftsthema. Der Zeitplan für das vollautonome Fahren gerät ins Stocken, da dem Konzern entscheidende Trainingsdaten für die KI-Systeme fehlen.

Analysten-Lob trifft auf Realität

Am Freitagmorgen sorgte New Street Research für Aufsehen, indem das Analysehaus ein Kursziel von 600 US-Dollar ausrief. Dies würde einem Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau entsprechen. Die Experten begründen ihren Optimismus mit Teslas Führungsposition im entstehenden Robotaxi-Markt sowie der flexiblen Lieferkette.

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Diese optimistische Sichtweise steht jedoch im Kontrast zur fundamentalen Bewertung einiger Marktbeobachter. Kritiker wie Gordon Johnson von GLJ Research sehen die Bewertung weiterhin als losgelöst von den Auslieferungszahlen an und halten an ihrer Verkaufsempfehlung fest, wenngleich sie ihre Kursziele zuletzt minimal anhoben. Die Tesla-Aktie notiert aktuell bei rund 435 US-Dollar und zeigt sich seit Jahresbeginn mit einem leichten Minus von 0,52 Prozent wenig verändert.

Die 10-Milliarden-Meilen-Hürde

Für Ernüchterung sorgt ein Update von Elon Musk bezüglich der autonomen Fahrsoftware (FSD). Der CEO erklärte am 8. Januar, dass Tesla etwa 10 Milliarden Meilen an Trainingsdaten benötigt, um ein sicheres, unüberwachtes Fahren zu gewährleisten. Bislang hat das Unternehmen jedoch erst gut 7 Milliarden Meilen gesammelt.

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Basierend auf der aktuellen Datenerfassungsrate wird die entscheidende Marke voraussichtlich erst im Juli 2026 erreicht. Damit ist das zuvor diskutierte Ziel, die Technologie bis „Ende 2025“ zur Marktreife zu bringen, hinfällig. Diese Verschiebung bestätigt die Bedenken vieler Experten bezüglich der Komplexität des autonomen Fahrens und setzt die hohe Bewertung unter Rechtfertigungsdruck. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,45 Billionen US-Dollar und einem KGV von fast 290 ist im Aktienkurs bereits eine nahezu fehlerfreie Exekution der KI-Strategie eingepreist.

Licht und Schatten in China

Auch operativ zeigt sich ein gemischtes Bild. Zwar feierte die Giga Shanghai am Donnerstag die Produktion der fünfmillionsten elektrischen Antriebseinheit, doch der Blick auf die Absatzzahlen offenbart Schwächen. Das Werk lieferte im Jahr 2025 insgesamt 851.732 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von gut 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Immerhin sorgte der Dezember mit über 97.000 verkauften Einheiten für einen starken Jahresausklang.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 28. Januar 2026. An diesem Tag wird Tesla die Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen. Neben den reinen Finanzkennzahlen erwarten Investoren Details zum aktualisierten Model Y („Juniper“), das in Großbritannien bereits gelistet ist, sowie Aussagen zu den Investitionskosten für die KI-Infrastruktur. Zudem könnte eine anstehende Anhörung im US-Kongress den Weg ebnen, die Produktionsobergrenze für Fahrzeuge ohne Lenkrad, wie das geplante Cybercab, von derzeit 2.500 auf 90.000 Stück jährlich anzuheben.

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