Ein massiver Kursrutsch von über 20 Prozent hat gestern die Anleger von Monday.Com kalt erwischt. Obwohl das Softwareunternehmen beim Gewinn und Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen übertraf, schickte ein vorsichtiger Ausblick für das laufende Jahr die Aktie auf neue Mehrjahrestiefs. Investoren sorgen sich nun um eine deutliche Wachstumsverlangsamung und den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf das Geschäftsmodell.
Die wichtigsten Eckpunkte zum gestrigen Einbruch:
- Kursreaktion: Einbruch von über 20 % nach Bekanntgabe der Zahlen.
- Q4-Ergebnis: Umsatz von 333,9 Mio. USD (+25 %) und ein bereinigter Gewinn pro Aktie von 1,04 USD (erwartet: ~0,92 USD).
- Prognose 2026: Geplanter Umsatz von 1,452 bis 1,462 Mrd. USD liegt unter den Analystenschätzungen von 1,48 Mrd. USD.
- Wachstumstrend: Das erwartete Plus sinkt 2026 auf 18 bis 19 Prozent.
Wachstumsdynamik lässt spürbar nach
Der Hauptgrund für den Ausverkauf liegt in der Zielsetzung für das Gesamtjahr 2026. Das Management signalisierte eine Abkühlung des Wachstums auf unter 20 Prozent, was am Markt als Enttäuschung gewertet wurde. Als Ursachen nannte das Unternehmen Herausforderungen im Segment für kleine und mittlere Unternehmen sowie Belastungen durch den starken israelischen Schekel.
Marktbeobachter interpretieren die Zurückhaltung zudem als Indiz für einen verschärften Wettbewerb. Kann das starke Enterprise-Segment die Schwäche bei kleineren Firmen sowie die potenzielle Disruption durch neue KI-Werkzeuge langfristig ausgleichen? Diese Frage scheint die Anleger derzeit am meisten zu verunsichern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Monday.Com?
Enterprise-Geschäft als operativer Anker
Trotz der negativen Kursreaktion lieferte der operative Bericht positive Signale bei den Großkunden. Die Anzahl der Kunden, die jährlich mehr als 50.000 US-Dollar einbringen, wuchs um 34 Prozent auf 4.281. Diese Gruppe steuert mittlerweile 41 Prozent zum gesamten wiederkehrenden Umsatz bei.
Auch die Kundenbindung bleibt mit einer Netto-Dollar-Retentionsrate von 110 Prozent stabil, im Enterprise-Bereich liegt sie sogar bei 116 Prozent. Zudem verzeichnete das neue KI-Produkt „monday vibe“ einen schnellen Start und erreichte bereits einen Umsatz von über einer Million US-Dollar.
In den kommenden Quartalen wird entscheidend sein, ob die Wachstumsraten im KMU-Bereich einen Boden finden und ob der Erfolg des neuen KI-Angebots ausreicht, um die Margenziele zu stützen. Die nächsten detaillierten Einblicke in die operative Umsetzung der 2026-Strategie werden mit dem Bericht zum ersten Quartal erwartet.
Monday.Com-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Monday.Com-Analyse vom 11. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Monday.Com-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Monday.Com-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Monday.Com: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...