Nach einer deutlichen Erholung in den vergangenen Wochen bekommt die BioNTech-Aktie Gegenwind von der Analystenseite. Die Investmentbank Leerink Partners hat ihr Rating gesenkt und sieht das kurzfristige Potenzial des Mainzer Unternehmens als weitgehend ausgereizt an. Während die langfristige Umstellung auf Krebsmedikamente weiterläuft, müssen sich Anleger auf eine Geduldsprobe einstellen.
Bewertungsluft wird dünner
Die Herabstufung von „Outperform“ auf „Market Perform“ begründen die Experten mit der jüngsten Kursentwicklung. Seit den Tiefstständen im Dezember hatte die Aktie eine Rallye von rund 24 Prozent hingelegt und damit das Bewertungsmodell der Analysten eingeholt. Mit einem aktuellen Kurs von 94,35 Euro scheint das Chance-Risiko-Verhältnis für Leerink vorerst ausgeglichen.
Der zentrale Kritikpunkt ist der Zeitfaktor: Zwar bleibt die fundamentale Einschätzung zur Onkologie-Strategie positiv, insbesondere hinsichtlich des Antikörpers Pumitamig. Doch marktbewegende klinische Daten, die dieses Potenzial untermauern, werden voraussichtlich erst ab 2027 erwartet. Auch die Euphorie um personalisierte Krebsimpfstoffe hat sich laut der Analyse etwas abgekühlt, was das kurzfristige Aufwärtspotenzial limitiert.
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Uneinigkeit unter den Experten
Trotz der vorsichtigeren Haltung von Leerink ist das Stimmungsbild am Markt keineswegs einheitlich negativ. Die aktuelle Situation verdeutlicht die Unsicherheit in der Transformationsphase des Unternehmens:
- Goldman Sachs: Die US-Bank stufte BioNTech erst Mitte Januar auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel deutlich an.
- Klinische Fortschritte: Die Entwicklungspipeline läuft weiter auf Hochtouren. Eine Phase-II-Studie mit Pumitamig zur Behandlung von wiederkehrenden Glioblastomen rekrutiert aktiv Patienten.
- Regulatorischer Rückenwind: Der Kandidat BNT113 erhielt kürzlich den „Fast Track“-Status der FDA für die Behandlung von Kopf-Hals-Krebs.
Blick auf die Zahlen
Die Diskrepanz zwischen den optimistischen Bullen und den abwartenden Stimmen spiegelt den Wandel vom Covid-Impfstoffhersteller zum breiten Onkologie-Konzern wider. Klarheit über die finanzielle Entwicklung und den genauen Status der Pipeline wird der kommende Quartalsbericht liefern, der für den 10. März 2026 angesetzt ist. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem durch Nachrichten aus dem Wettbewerbsumfeld und klinische Updates bewegt werden.
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