Siemens Energy Aktie: Bewertung extrem gedehnt

Siemens Energy hält an integrierter Strategie fest, doch Analysten sehen das hohe KGV von über 70 als kritisch an. Die Bewertung gilt als überdehnt.

Kurz zusammengefasst:
  • Keine Abspaltung der Windkraftsparte geplant
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 70 als kritisch
  • Analysten stufen indische Tochter auf 'Reduce'
  • Hohe Bewertung lässt kaum Raum für Fehler

Strategische Klarheit trifft auf wachsende Skepsis bezüglich der Preisfindung. Während das Management Pläne zur Aufspaltung der Windkraftsparte verwirft, blicken Analysten zunehmend besorgt auf die fundamentalen Kennzahlen. Ist bei einem KGV von über 70 das Aufwärtspotenzial vorerst ausgeschöpft?

Machtkampf um Konzernstruktur entschieden

Das Management von Siemens Energy hat sich Berichten zufolge erfolgreich gegen die Forderungen aktivistischer Investoren durchgesetzt. Eine Abspaltung (Spin-off) der volatilen Windkraftsparte ist damit vom Tisch. Die Konzernführung hält an ihrer integrierten Strategie fest, welche die Kombination aus konventioneller Energie und Windkraft als notwendigen Hebel für die Energiewende betrachtet. Diese Entscheidung schafft zwar Planungssicherheit, zwingt das Unternehmen aber auch, die Volatilität der Windsparte innerhalb des Gesamtkonzerns zu managen.

Siemens Energy

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Analysten warnen vor Überhitzung

Trotz der strategischen Festlegung rückt die Bewertung der Aktie in den Vordergrund. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 121 Milliarden US-Dollar und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 73 auf Basis der letzten zwölf Monate ist der Titel sportlich bewertet. Der Markt preist damit ein nahezu perfektes Wachstumsszenario für die kommenden Jahre ein.

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Dieses Spannungsfeld zwischen operativer Exzellenz und Aktienkurs zeigt sich deutlich am Beispiel der indischen Tochtergesellschaft. Obwohl dort der Auftragseingang um 49 Prozent und der Umsatz um 23 Prozent zulegten, stufte das Analysehaus Equirus Securities den Wert auf „Reduce“ herab. Die Begründung ist eindeutig: Die Bewertung ist „stretched“ – also zu weit gelaufen. Selbst Rekordmargen von über 20 Prozent im Bereich Power Transmission können das aktuelle Preisniveau nach Ansicht der Experten kaum noch rechtfertigen.

Zukunftsmärkte und Fazit

Zwar positioniert sich der Konzern stark in Wachstumsmärkten wie grünem Ammoniak, dessen Marktvolumen bis 2032 massiv steigen soll, doch für konservative Anleger wiegen die aktuellen Bewertungsrisiken schwer. Die Bestätigung der integrierten Konzernstruktur erfordert nun eine fehlerfreie operative Umsetzung, da das hohe Bewertungsniveau kaum Raum für Enttäuschungen lässt.

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