Bitcoin: Institutionen auf dem Vormarsch

Morgan Stanley senkt Bitcoin-Trust-Gebühren deutlich, während Coinbase eine bundesweite Trust-Lizenz erhält. Die ETF-Zuflüsse zeigen ein gemischtes Bild bei anhaltendem makroökonomischem Druck.

Felix Baarz ·
Bitcoin Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Morgan Stanley senkt Bitcoin-Trust-Gebühren aggressiv
  • Coinbase erhält bundesweite Trust-Lizenz für Verwahrung
  • Gemischte Zuflüsse bei US-Bitcoin-ETFs
  • Makroökonomischer Druck belastet Bitcoin-Kurs

Morgan Stanley hat am 1. April die vierte Änderung seiner Bitcoin-Trust-Anmeldung eingereicht — und dabei eine Verwaltungsgebühr von 0,14 Prozent vorgeschlagen. Das liegt deutlich unter den 0,25 Prozent, die BlackRock für seinen IBIT-ETF verlangt. Analysten werten die aggressive Preisgestaltung als Versuch, schnell Marktanteile zu gewinnen und Bitcoin tiefer in die Vermögensverwaltung zu integrieren.

Ebenfalls bemerkenswert: Coinbase erhielt am 2. April vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine bedingte Genehmigung für eine nationale Trust-Gesellschaft. Die neue Coinbase National Trust Company darf künftig als federal regulierter Verwahrer digitaler Vermögenswerte operieren — ein Schritt, der institutionellen Kunden erstmals einheitliche bundesweite Standards für die Krypto-Verwahrung bietet.

ETF-Zuflüsse mit gemischtem Bild

Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Anfang April moderate Nettozuflüsse. Am 2. und 3. April lagen diese jeweils bei rund 9 Millionen US-Dollar. Fidelitys FBTC führte mit je 7,29 Millionen Dollar, VanEcks HODL steuerte 4,74 Millionen bei. BlackRocks IBIT hingegen verzeichnete an beiden Tagen Abflüsse von jeweils rund 3 Millionen Dollar — ein Hinweis auf eine Verschiebung innerhalb des ETF-Marktes. Die gesamten Nettovermögen aller US-Spot-Bitcoin-ETFs sanken von 87,71 Milliarden Dollar am 1. April auf 86,22 Milliarden Dollar am 3. April.

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Makrodruck und On-Chain-Signale

Das makroökonomische Umfeld bleibt belastend. Eskalationsrisiken im Nahen Osten, ein erstarkender US-Dollar und Brent-Rohölpreise nahe 108 Dollar je Barrel belasten die globale Liquidität. Bitcoin fiel in dieser Woche kurzzeitig unter 66.300 Dollar, stabilisierte sich seither aber wieder. Aktuell notiert die Kryptowährung rund 25 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein technisches Bild, das kurzfristig wenig Spielraum nach oben lässt.

On-Chain-Daten zeigen zudem, dass große Halter aus dem Zyklus 2024 zunehmend in die Verkäuferrolle gewechselt sind. ETF-Käufe und Unternehmenskäufe gleichen diesen Verkaufsdruck bislang nur teilweise aus. Das institutionelle Fundament wächst — die Frage ist, ob es stark genug ist, um den Markt in einem anhaltend risikoaversen Umfeld zu stabilisieren.

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