Mehrere deutliche Hochstufungen großer Häuser haben den Fokus der Anleger auf ASML gelenkt. Im Zentrum steht die Erwartung, dass künstliche Intelligenz und Speicherchips die Nachfrage nach Lithografie-Systemen ab 2026 spürbar antreiben. Kann der niederländische Ausrüster von einem neuen Aufschwung in der Chipindustrie überdurchschnittlich profitieren?
Welle von Hochstufungen
In der vergangenen Woche haben mehrere große Finanzinstitute ihre Einschätzung zu ASML angehoben. Bernstein stufte den Wert am Montag von „Market Perform“ auf „Outperform“ hoch und machte ASML zur Top-Empfehlung im europäischen Halbleitersektor für 2026.
Die Analysten verweisen auf einen sich abzeichnenden „Superzyklus“ im DRAM-Bereich und eine starke Logik-Nachfrage durch KI-Anwendungen. Ihrer Einschätzung nach unterschätzt der Markt das Ausmaß der geplanten Kapazitätserweiterungen der Speicherhersteller. 2026 und 2027 dürften daher „große Jahre“ für EUV-Lithografie und damit für ASML werden, da neue Speichergenerationen eine höhere Belichtungsintensität erfordern.
Bereits zuvor hatte Aletheia Capital aus Hongkong seine Einstufung deutlich geändert: Am Freitag wurde das Rating von „Sell“ auf „Buy“ gedreht und das Kursziel für die Aktie verdoppelt. Ergänzend bestätigten weitere Institute wie Berenberg Bank ihre Kaufempfehlungen in den letzten Tagen.
Kernaussagen der Analysten:
- KI-Anwendungen treiben die Nachfrage nach hochmodernen Logikchips
- DRAM- und HBM-Markt befinden sich in einem Aufschwung
- Geplante Kapazitätsausbauten der Speicherhersteller könnten unterschätzt sein
- 2026/2027 werden als Schlüsseljahre für EUV-Lithografie gesehen
Rückenwind aus der Branche
Die positive Analystenstimmung stützt sich auf starke Signale aus der Halbleiterindustrie. Zentrale ASML-Kunden erhöhen ihre Investitionen, um den Bedarf an Rechenleistung für KI-Anwendungen zu decken.
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Ein Beispiel: TSMC meldete für das Gesamtjahr 2025 einen Umsatzanstieg von 31,6 % gegenüber dem Vorjahr. Treiber waren vor allem KI-bezogene Anwendungen. Das signalisiert, dass Foundries ihre Kapazitäten hochfahren – ein struktureller Pluspunkt für Ausrüster wie ASML.
Parallel läuft ein deutlicher Aufschwung im DRAM- und High-Bandwidth-Memory-Markt (HBM), der für ASML besonders wichtig ist. Speicherhersteller weiten ihre Kapazitäten aus, um den Bedarf für KI-Server zu bedienen. Das dürfte zusätzliche Bestellungen für EUV-Lithografieanlagen bis 2027 und darüber hinaus unterstützen. Einige Marktforschungsinstitute rechnen damit, dass der Speichermarkt 2026 ein Volumen von mehr als 440 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.
Ausblick und nächste Katalysatoren
Im Vordergrund steht nun der anstehende Zahlenbericht für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025, der für den 28. Januar terminiert ist. Dann liefert ASML die nächste offizielle Einschätzung zum Auftragseingang und zum Ausblick für 2026.
Das Management hatte zuvor betont, dass der Nettoumsatz 2026 nicht unter dem Niveau von 2025 liegen soll. Diese Aussage setzt eine Untergrenze für die aktuellen Wachstumserwartungen und dient Analysten als Referenzpunkt für ihre Modelle.
Langfristig bleibt die Einführung der High-NA-EUV-Systeme ein zentraler Treiber. Diese nächste Generation ermöglicht die Fertigung künftiger Strukturgrößen und ist damit entscheidend für kommende Chip-Generationen. Zwar rechnet ASML mit einer gewissen Normalisierung der Verkäufe nach China infolge strengerer Exportkontrollen, doch die starke Nachfrage aus anderen Regionen soll diesen Effekt ausgleichen. Wie deutlich sich das bereits in den Bestellungen niederschlägt, wird der Bericht Ende Januar zeigen.
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