Kaffee: Historische Rekordernte belastet
Brasilien prognostiziert eine Rekordernte von über 66 Millionen Kaffeesäcken für 2026, was zu einem deutlichen Preisrückgang an den Rohstoffbörsen führt und das Ende der Knappheit einläuten könnte.
Kurz zusammengefasst
- Brasilianische Ernteprognose massiv nach oben korrigiert
- Arabica-Futures fallen auf Zwei-Wochen-Tief
- Globale Kaffeebestände sinken fünftes Jahr in Folge
- Private Analysten erwarten noch höhere Spitzenwerte
In den brasilianischen Anbaugebieten deutet alles auf ein Ausnahmejahr hin. Die Aussicht auf eine Rekordernte sorgt an den Rohstoffmärkten für eine spürbare Entspannung der Preislage. Arabica-Futures markierten zuletzt ein Zwei-Wochen-Tief, da Händler das Ende des globalen Defizitzyklus einpreisen.
Brasilien meldet Rekordzahlen
Die nationale Versorgungsgesellschaft Conab hat ihre Prognosen für 2026 massiv nach oben geschraubt. Erwartet wird ein Ertrag von 66,2 Millionen Säcken à 60 Kilogramm. Das entspricht einem Plus von 17,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich fällt das Wachstum bei Arabica-Bohnen aus, deren Produktion um über 23 % auf 44,1 Millionen Säcke steigen soll. Auch die Robusta-Ernte legt mit einem erwarteten Plus von 6,4 % auf 22,1 Millionen Säcke zu.
Noch optimistischer zeigen sich private Analysten für den Zyklus 2026/27. Die Marex Group und StoneX prognostizieren Spitzenwerte von bis zu 75,9 Millionen Säcken. Verbesserte Wetterbedingungen in den Schlüsselregionen stützen diese Erwartungen und könnten die jahrelange Knappheit beenden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Kaffeepreis?
Lagerbestände bieten Puffer
Zwar nehmen die zertifizierten Arabica-Vorräte allmählich zu, sie bewegen sich jedoch weiterhin unter dem historischen Durchschnitt. Dieser Umstand verhinderte bisher einen noch drastischeren Preisverfall. Dennoch dürfte der saisonale Druck zunehmen, sobald die physische Ware in den kommenden Wochen den Markt erreicht.
Zudem sinken die globalen Kaffeebestände voraussichtlich das fünfte Jahr in Folge. Dies wirkt als Puffer zwischen dem steigenden Angebot und der stabilen Nachfrage. Jedoch bestimmt kurzfristig das massive Überangebot aus Südamerika das Geschehen an der Börse.
In den nächsten Wochen wird der Beginn der Erntearbeiten zeigen, wie schnell die physische Verfügbarkeit tatsächlich steigt. Sollten sich die Rekordprognosen von StoneX und Marex bestätigen, steht der Kaffeemarkt vor einer fundamentalen Neubewertung der Preislage.
Kaffeepreis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kaffeepreis-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:
Die neusten Kaffeepreis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kaffeepreis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Kaffeepreis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...