Metaplanet spürt zum Wochenstart die Kehrseite seiner Bitcoin-Strategie. Der Kursrutsch am Kryptomarkt hat die Buchverluste auf die eigenen Bestände deutlich ausgeweitet – und das ausgerechnet kurz nach einer frischen Finanzierung. Wie groß ist der Puffer, wenn Bitcoin unter den Einstandspreis rutscht?
- Bitcoin-Bestand: 35.102 BTC
- Durchschnittlicher Kaufpreis: ca. 107.716 US-Dollar je Bitcoin
- Bitcoin zu Wochenbeginn: rund 78.500 US-Dollar (nach Dip unter 76.000 US-Dollar)
- Geschätzter unrealisierter Verlust: über 1 Mrd. US-Dollar
Kursrutsch trifft die Bilanz
Die Korrektur vom Wochenende hat Metaplanets Bilanz sichtbar belastet. Bei einem durchschnittlichen Einstand von rund 107.716 US-Dollar je Bitcoin liegen die Bestände klar „unter Wasser“, nachdem Bitcoin zeitweise unter 76.000 US-Dollar fiel und zum Wochenstart nur bei etwa 78.500 US-Dollar notierte. Daraus ergibt sich laut den genannten Daten ein unrealisierter Verlust von mehr als 1 Milliarde US-Dollar.
Zwar erholte sich Bitcoin am Sonntag kurzzeitig in Richtung 79.000 US-Dollar. Für Metaplanet ändert das jedoch wenig, weil die Bewertung stark am Bitcoin-Preis hängt: Mehr als 35.000 Coins machen das Unternehmen besonders empfindlich für kurzfristige Ausschläge.
Kapitalerhöhung erst vor Tagen
Die Marktturbulenzen kommen kurz nach einer größeren Kapitalmaßnahme. Am Donnerstag hob Metaplanet bis zu 21 Milliarden Yen (rund 137 Mio. US-Dollar) über die Ausgabe von Aktien und Warrants ein.
Die Struktur im Überblick:
- 24,53 Mio. neue Stammaktien zu 499 Yen je Aktie (rund 12,24 Mrd. Yen Erlös sofort)
- Stock Acquisition Rights (Warrants) mit 65% „Warrant Coverage“ und fixem Ausübungspreis von 547 Yen
- Ausübungszeitraum: ein Jahr, Start am 16. Februar
Laut den berichteten Unternehmensangaben soll das Geld so verwendet werden: 14 Mrd. Yen für weitere Bitcoin-Käufe, 5,2 Mrd. Yen für eine teilweise Schuldentilgung und 1,5 Mrd. Yen für ertragsgenerierende Aktivitäten. Zuteilung und Zahlung sind für Freitag angesetzt.
Schulden, Währung und Termine
Zusätzlich zu den Bitcoin-Beständen steht die Verschuldung im Blick: Ausstehende Schulden werden mit rund 280 Mio. US-Dollar beziffert. Gleichzeitig spielt die Währung eine Rolle. Die Verbindlichkeiten liegen überwiegend in Yen, während die Bitcoin-Bestände in US-Dollar bewertet werden. Ein schwacher Yen kann die in Dollar gemessenen Verluste bei der Umrechnung in die Heimatwährung teilweise abfedern.
Der Kryptoverkauf fiel außerdem in eine Phase breiterer Risikoaversion: Laut Bericht trafen geopolitische Spannungen und ein kurzer Stillstand der US-Regierung („Government Shutdown“) auf deutliche Liquidationen am Krypto-Derivatemarkt – mit spürbaren Verlusten zum Handelsstart in Asien.
In den nächsten Tagen verdichten sich die Termine: Freitag folgt die Zuteilung und Zahlung der neuen Aktien, am Montag werden die Warrants ausübbar. Am Dienstag wird der Ergebnisbericht erwartet; zudem kündigte das Unternehmen das „Japan Bitcoin Future Forum“ am Tag der Hauptversammlung an.
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