Asml Aktie: Frischer Marktimpuls!

Zwei große Analysehäuser heben ihre Bewertung für ASML deutlich an und verdoppeln die Kursziele. Der erwartete Investitionsschub für KI-Rechenzentren und höhere Ausgaben von TSMC gelten als Haupttreiber.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursziele von Aletheia und Bernstein verdoppelt
  • Starke Nachfrage nach EUV-Systemen durch KI-Boom
  • TSMC erhöht Investitionsbudget auf 50 Milliarden Dollar
  • Aktie legte in zwölf Monaten 47 Prozent zu

ASML startet mit Rückenwind ins Jahr 2026. Gleich zwei große Analysehäuser haben ihre Einschätzung innerhalb weniger Tage deutlich angehoben – inklusive kräftiger Kurszielsprünge. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das den Markt seit Monaten beschäftigt: der Investitionsschub rund um KI-Rechenzentren.

Warum die Analysten jetzt deutlich optimistischer werden

Den Anfang machte Aletheia Capital am 3. Januar mit einem ungewöhnlich starken Schritt: Die Einstufung wurde von „Sell“ direkt auf „Buy“ hochgesetzt, das Kursziel gleichzeitig von 750 auf 1.500 US‑Dollar verdoppelt. Begründung: Aletheia hat die Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 spürbar nach oben genommen, weil sie mit einer neuen Welle von Investitionsprojekten und Kapazitätserweiterungen in der Chipindustrie rechnen. Für ASMLs Low-NA-EUV-Systeme erwartet das Haus 2026 ein Umsatzplus um ein Drittel und 2027 eine Beschleunigung um 50–60 Prozent – getrieben durch höhere Stückzahlen und einen profitableren Produktmix.

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Nur wenige Tage später, am 5. Januar, folgte Bernstein Research mit einem Upgrade auf „Outperform“ und einem neuen Kursziel von 1.528 US‑Dollar (rund 1.300 Euro). Das entspricht einem satten Anstieg von 63 Prozent gegenüber dem bisherigen Ziel von 935 Dollar. Analyst David Dai sieht vor allem einen Punkt vom Markt unterschätzt: das Potenzial aus der DRAM-Nachfrage. Während viele Beobachter vor allem auf Logikchips schauen, verweist Bernstein auf die wachsende Speicher-Nachfrage durch KI‑Server, die Samsung, SK Hynix und Micron bereits zu höheren Investitionsbudgets bewegt hat.

Bernstein rechnet für ASML mit einem Umsatzplus von 6 Prozent im Jahr 2026 und anschließend 10–12 Prozent Wachstum pro Jahr bis 2030. Die operative Marge soll demnach bis zum Ende des Jahrzehnts auf 57,7 Prozent steigen – nach 52,8 Prozent im Jahr 2025. Aus Marktsicht sind das klare Signale, dass die Profitabilität weiter anziehen soll, wenn der EUV‑Zyklus läuft.

Rückenwind durch TSMC und KI-Investitionen

Ein zentraler Treiber in beiden Studien ist die erwartete Ausweitung der Investitionen bei Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC). Der Branchenriese dürfte sein Investitionsbudget 2026 auf nahezu 50 Milliarden US‑Dollar erhöhen, nach 40–42 Milliarden im Jahr 2025. Für ASML ist das entscheidend, da fortgeschrittene Fertigungsstufen ohne EUV‑Systeme kaum zu stemmen sind.

Bernstein schätzt, dass TSMC allein 2027 rund 40–45 EUV‑Anlagen installieren könnte, wenn die Kapazitäten für moderne Fertigungsverfahren um 40–50 Prozent ausgebaut werden. Insgesamt könnte die Zahl der EUV‑Installationen dann auf 75–80 Systeme steigen und damit in die Nähe der Vollauslastung von ASMLs Produktionskapazität rücken.

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Auch die Auftragslage unterstreicht den Trend. 2025 lagen die Neubuchungen bei rund 4 Milliarden Euro im ersten Quartal, 5,55 Milliarden im zweiten und 5,4 Milliarden im dritten Quartal. Parallel dazu rechnen Branchenbeobachter damit, dass die Ausgaben für Wafer-Fertigungsequipment 2026 um 9 Prozent auf 145 Milliarden US‑Dollar steigen. Der anhaltende Investitionszyklus rund um KI‑Rechenzentren und High-End-Chips bildet damit den strukturellen Hintergrund für den optimistischen Blick auf ASML.

Kursseitig spiegelt sich diese Zuversicht bereits deutlich wider: Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten um rund 47 Prozent zugelegt und liegt aktuell nur wenige Prozent unter ihrem jüngsten Rekordhoch. Der Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt von knapp 40 Prozent zeigt, wie kräftig der Aufwärtstrend seit Mitte 2025 gelaufen ist.

Bewertung, Konsens und der Blick auf die Zahlen

Trotz der jüngsten Rally notiert die Aktie laut Zacks bei einem Forward-KGV von 34 und damit auf einem Niveau, das für einen technologiegetriebenen Wachstumswert mit hoher Markteintrittsbarriere nicht unüblich ist. Zacks stuft den Titel derzeit mit Rang 3 („Hold“) ein. Der durchschnittliche Analysten-Konsens von FactSet liegt bei einem Kursziel von 1.240 US‑Dollar – die frischen Anhebungen von Bernstein und Aletheia deuten aber darauf hin, dass diese Marke in den kommenden Wochen nach oben rutschen könnte.

Operativ richtet sich der Blick nun auf die Zahlen zum vierten Quartal 2025, die am 28. Januar anstehen. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 8,84 US‑Dollar, was einem Plus von 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Der Umsatz soll auf 11,06 Milliarden US‑Dollar steigen, ein Zuwachs von 11,9 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 liegt der Zacks‑Konsens bei 29,06 US‑Dollar Gewinn je Aktie und 37,79 Milliarden US‑Dollar Umsatz – das wäre ein Gewinnsprung von 39,6 Prozent.

Entscheidend wird sein, ob ASML diese Erwartungen bestätigt und zugleich einen Ausblick liefert, der die hohen Hoffnungen auf anhaltendes EUV‑Wachstum stützt. Vor allem Aussagen zu Bestellungen für 2026/2027, zur Auslastung der EUV‑Fertigung und zum Investitionsverhalten großer Kunden wie TSMC, Samsung und SK Hynix dürften den Ton für die nächste Kursphase setzen.

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