Nvidia ruht sich auf seiner Marktdominanz nicht aus, sondern zementiert diese mit harten Fakten. Der Chip-Konzern bestätigte gestern eine Investition von zwei Milliarden US-Dollar in den Cloud-Spezialisten CoreWeave. Damit wandelt sich Nvidia vom reinen Hardware-Lieferanten zunehmend zum Architekten der gesamten KI-Infrastruktur, um sich langfristig Abnahmekapazitäten zu sichern und das Ökosystem aktiv zu steuern.
Milliarden für „KI-Fabriken“
Die am Montag bestätigte Beteiligung macht Nvidia zum zweitgrößten Anteilseigner bei CoreWeave. Zu einem Preis von 87,20 US-Dollar pro Aktie fließen zwei Milliarden US-Dollar direkt in den Partner. Der strategische Hintergrund ist eindeutig: CoreWeave konzentriert sich im Gegensatz zu den großen Hyperscalern (wie Amazon oder Google) exklusiv auf Infrastruktur, die für Nvidia-GPUs optimiert ist.
Das erklärte Ziel der Partnerschaft ist der Aufbau sogenannter „KI-Fabriken“. Bis zum Jahr 2030 wollen die Unternehmen gemeinsam Rechenzentrumskapazitäten von über 5 Gigawatt schaffen. Für Nvidia ist dieser Schritt essenziell, um sicherzustellen, dass genügend spezialisierte Infrastruktur bereitsteht, um die eigenen Hochleistungschips überhaupt betreiben zu können.
Konkurrenzdruck und Ökosystem
Dass diese Absicherung notwendig ist, zeigen aktuelle Berichte vom 26. Januar. Microsoft hat mit dem „Maia 200“ einen eigenen KI-Beschleuniger vorgestellt, der speziell für Azure-Workloads entwickelt wurde. Da Großkunden zunehmend eigene Chips entwickeln, wird die Bindung an loyale Partner wie CoreWeave für Nvidia immer wichtiger.
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Parallel dazu erweitert Nvidia sein Software-Portfolio, um die Abhängigkeit vom reinen Hardware-Geschäft zu verringern. Dazu gehören die Einführung der „Earth-2“-Modelle für KI-gestützte Wettervorhersagen sowie eine Beteiligung am KI-Video-Startup Synthesia. Unterstützung erhält die Aktie zudem von der Lieferkette: Berichte über den Start der HBM4-Massenproduktion bei Samsung deuten darauf hin, dass sich bisherige Engpässe bei Speicherchips für die nächste GPU-Generation auflösen könnten.
Die Börse honoriert die aggressive Expansionsstrategie. Das Papier notiert weiterhin in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 190,53 US-Dollar.
Der nächste entscheidende Impuls steht am 25. Februar 2026 an. Bei den dann erwarteten Quartalszahlen wird sich zeigen, wie sich diese massiven Infrastruktur-Investitionen auf die Umsatzprognosen für das Fiskaljahr 2027 auswirken.
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