Deutsche Bank Aktie: Indien-Exit konkret

Die Deutsche Bank konkretisiert den Verkauf ihres Privatkundengeschäfts in Indien, um sich stärker auf profitable Bereiche wie Wealth Management zu fokussieren. Ein US-Investor stockt seine Position deutlich auf.

Kurz zusammengefasst:
  • Zwei verbindliche Angebote für Indien-Retail-Geschäft
  • Strategische Fokussierung auf Vermögensverwaltung
  • US-Investor erhöht Beteiligung deutlich
  • Aktie zeigt relative Stabilität im Markt

Die Deutsche Bank trennt sich von ihrem Privatkundengeschäft in Indien. Mindestens zwei verbindliche Kaufangebote liegen dem Frankfurter Institut bereits vor, darunter eines der Kotak Mahindra Bank. Der Schritt fügt sich in CEO Christian Sewings Strategie ein, die Komplexität des Konzerns zu reduzieren und Kapital für profitablere Geschäftsfelder freizusetzen.

Die wichtigsten Fakten:

Deutsche Bank

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  • Mindestens zwei verbindliche Angebote für das Indien-Retail-Geschäft
  • Kotak Mahindra Bank als potenzieller Käufer im Gespräch
  • Parallel dazu Ausbau des Wealth Management in der Schweiz
  • US-Investor Henry James stockt Position um 35,8 Prozent auf

Fokus auf Kerngeschäft

Der indische Markt ist für ausländische Banken im Retail-Bereich margenschwach und hart umkämpft. Ein Verkauf würde Ressourcen freisetzen, die das Institut gezielt in wachstumsstarke Bereiche wie Vermögensverwaltung und Unternehmensbank lenken kann. Gleichzeitig verstärkt die Deutsche Bank ihre Präsenz in Zürich und Genf sowie im digitalen Zahlungsverkehr durch eine neue Kooperation mit PayPal.

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Die strategische Neuausrichtung findet Anklang bei institutionellen Investoren. Henry James International Management erhöhte seine Beteiligung im dritten Quartal deutlich auf 257.001 Aktien – ein Marktwert von rund 9,1 Millionen US-Dollar. Die Deutsche Bank macht damit 2,8 Prozent des Portfolios aus und rangiert auf Platz elf der größten Positionen.

Solides Umfeld stützt

Zum Start der US-Berichtssaison übertraf JPMorgan Chase die Erwartungen mit einem bereinigten Gewinn von 5,23 US-Dollar je Aktie bei Erlösen von 46,77 Milliarden US-Dollar. Die positive Resonanz auf diese Zahlen stützte den gesamten Bankensektor. Die Deutsche Bank schloss bei 33,65 Euro nahezu unverändert (-0,12 Prozent), was Marktteilnehmer angesichts des starken Jahresauftakts als relative Stärke werten.

Was Anleger beachten sollten

Die offizielle Bestätigung des Indien-Verkaufs samt Details zur Verkaufssumme dürfte in den kommenden Tagen für Bewegung sorgen. Charttechnisch fungiert die Marke von 33,60 Euro als kurzfristige Unterstützung. Ein erfolgreicher Deal könnte die Kapitaldecke weiter stärken und den Weg in Richtung 34 Euro ebnen.

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