IREN vollzieht den Wandel vom Bitcoin-Miner zum Infrastrukturpartner für Künstliche Intelligenz – und der Markt honoriert diese Neuausrichtung deutlich. Ein großes AI-Label von Analystenseite, ein milliardenschwerer Microsoft-Vertrag und ehrgeizige Wachstumsziele schieben die Story an. Entscheidend ist nun, ob das Unternehmen den Sprung vom Hype zur stabilen Ertragsmaschine schafft.
Analystenlob als Kurstreiber
Auslöser der jüngsten Kursdynamik war eine Research-Note von Bernstein. Analyst Gautam Chhugani kürte IREN zu seinem „Top AI Pick“ für 2026. Diese Einstufung lenkte den Blick erneut auf den Strategiewechsel hin zu Hochleistungsrechenzentren für KI-Anwendungen – weg vom stark schwankungsanfälligen Krypto-Geschäft.
Die positive Einschätzung fiel auf fruchtbaren Boden: Das Umsatzpotenzial aus dem neuen Geschäftsmodell ist deutlich greifbarer geworden. Heute schloss die Aktie bei 50,33 US‑Dollar und liegt damit rund 47 % über dem Stand vor 30 Tagen; auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Plus fast 400 %. Der Titel ist damit klar in einem Aufwärtstrend unterwegs, wenn auch mit hoher Schwankungsbreite.
Microsoft-Deal verändert das Profil
Kern der Investmentstory ist ein fünfjähriger Vertrag mit Microsoft im Volumen von rund 9,7 Milliarden US‑Dollar. Daraus sollen im Schnitt etwa 1,94 Milliarden US‑Dollar jährlich als wiederkehrender Umsatz (ARR) zufließen. Zum Vergleich: Im Fiskaljahr 2025 lag der Umsatz noch bei rund 500 Millionen US‑Dollar.
Die Folge: Die Ertragsbasis von IREN verschiebt sich deutlich hin zu planbarem, langfristigem Cloud-Geschäft. Marktbeobachter sehen darin einen klaren Schritt weg von der starken Abhängigkeit vom Bitcoin-Mining und dessen Preisschwankungen. Besonders im Fokus steht dabei die Stromversorgung: IREN hat sich größere Kapazitäten gesichert – ein entscheidender Vorteil in einem Umfeld, in dem KI-Rechenzentren enorme Energiemengen benötigen.
Starkes Interesse zeigte sich auch im Handel: Das Volumen lag am Montag bei etwa 53 Millionen Aktien, rund 37 % über dem Drei-Monats-Durchschnitt. Das unterstreicht, wie stark die Story rund um KI-Infrastruktur derzeit gespielt wird.
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Kapitalmaßnahmen im Hintergrund
Am 2. Januar 2026 reichte IREN zudem eine Registrierung für 17,5 Millionen Stammaktien ein. Diese sind an den Omnibus Incentive Plan 2025 für Mitarbeiter gekoppelt. Solche Programme können perspektivisch zu Verwässerung führen, dienen aber in der Regel dazu, Fachkräfte zu binden – ein nicht zu unterschätzender Punkt in einem umkämpften KI- und Rechenzentrumsmarkt.
Am Montag stand dieser Aspekt klar im Schatten der operativen Perspektiven. Der Markt fokussierte sich auf die gesicherten AI-Verträge und den erwarteten Schub bei wiederkehrenden Erlösen.
Von Krypto zur KI-Cloud
Strategisch reiht sich IREN in eine Gruppe ehemaliger Krypto-Miner ein, die ihre vorhandene Infrastruktur nun für Hochleistungsrechner im KI-Bereich einsetzen. Die Neuausrichtung zahlt sich bislang aus: Für Ende 2026 stellt das Management einen ARR von 3,4 Milliarden US‑Dollar in Aussicht, sobald die AI-Cloud-Dienste vollständig hochgefahren sind.
Damit entfernt sich die Bewertung des Unternehmens zunehmend von der reinen Krypto-Logik und orientiert sich stärker an strukturellem Wachstum im Bereich generativer KI. Die hohe Volatilität der vergangenen Jahre wird damit nicht verschwinden, bekommt aber ein Gegengewicht durch langfristige Verträge und planbarere Cashflows.
Ausblick: Sweetwater und Zahlen als Härtetest
Für die nächsten Monate rücken zwei Termine in den Vordergrund. Im April 2026 soll der 2.000‑MW‑Standort Sweetwater ans Netz gehen. Die erfolgreiche Inbetriebnahme ist entscheidend, um die vertraglich zugesicherten Leistungen gegenüber Microsoft und anderen Kunden zu erfüllen und die angepeilte Umsatzbasis zu erreichen.
Bereits kurzfristig steht der nächste Prüfstein an: Am 11. Februar 2026 legt IREN seine nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, wie weit der Ausbau der Infrastruktur tatsächlich fortgeschritten ist, wie der Ramp-up der AI-Cloud-Dienste läuft und ob das Unternehmen seine ambitionierte Wachstumsplanung bestätigen kann.
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