Antizyklisches Handeln par excellence oder bloße Kurspflege? Während die Vonovia-Aktie in der Nähe ihres Jahrestiefs notiert, greift der weltgrößte Vermögensverwalter beherzt zu. BlackRock hat seine Beteiligung am deutschen Immobilienriesen signifikant ausgebaut – und das pünktlich zum Amtsantritt des neuen Vorstandsvorsitzenden. Marktbeobachter werten diesen Schritt als gewichtiges Vertrauensvotum in einer schwierigen Marktphase.
Hier sind die Fakten zur veränderten Eigentümerstruktur:
- Direkte Stimmrechte: Erhöhung auf 7,95 Prozent (zuvor 6,85 Prozent).
- Gesamtkontrolle: Inklusive Finanzinstrumente hält BlackRock nun 8,33 Prozent.
- Timing: Die Aufstockung erfolgte parallel zur Amtseinführung des neuen CEO Luka Mucic.
Antizyklisches Signal des Großinvestors
Der Zeitpunkt des Einstiegs ist keineswegs zufällig gewählt. Die Aktie steht mit einem aktuellen Kurs von 24,34 Euro weiterhin unter Druck und notiert nur unwesentlich über dem 52-Wochen-Tief von 23,67 Euro. Allein in den letzten 30 Tagen verlor das Papier 11,70 Prozent an Wert. Dass ein Schwergewicht wie BlackRock in genau dieser Phase zukauft, deutet darauf hin, dass die Amerikaner das aktuelle Bewertungsniveau als attraktiv einstufen und dem DAX-Konzern eine Erholung zutrauen.
Zudem fällt die Transaktion in die ersten Wochen der Ära von Luka Mucic. Der ehemalige CFO von SAP und Vodafone hat zum Jahreswechsel das Ruder von Rolf Buch übernommen. Seine Aufgabe ist klar definiert: Er muss den Konzern durch das angespannte Zinsumfeld steuern und gleichzeitig die Digitalisierung vorantreiben. Die Aufstockung durch BlackRock kann als Vertrauensvorschuss für die strategische Ausrichtung des neuen Managers interpretiert werden.
Operative Stärke trifft auf Börsenschwäche
Die Diskrepanz zwischen Börsenkurs und operativer Entwicklung bleibt auffällig. Während der Aktienkurs auf Zwölf-Monats-Sicht um über 14 Prozent nachgegeben hat, liefern die Fundamentaldaten wenig Anlass zur Sorge. Die Leerstandsquote liegt bei niedrigen 2,2 Prozent, und das organische Mietwachstum betrug zuletzt solide 4,2 Prozent.
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Auch die Prognosen stimmen optimistisch: Für 2026 rechnet das Management mit einem EBITDA zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von rund 200 Millionen Euro entsprechen würde. Auch die Dividendenpolitik spiegelt Zuversicht wider: Nach einer Ausschüttung von 1,22 Euro für 2024 rechnen Analysten für das laufende Jahr mit einer Anhebung auf 1,29 Euro.
Charttechnik und Ausblick
Trotz der soliden Zahlen kämpft die Aktie charttechnisch um Bodenbildung. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt derzeit -2,50 Prozent, was den kurzfristigen Abwärtstrend unterstreicht. Mit einem RSI von 37,3 ist der Titel jedoch nicht mehr weit vom überverkauften Bereich entfernt.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 19. März 2026. An diesem Datum präsentiert Vonovia die finalen Jahreszahlen für 2025. Sollte Mucic hierbei die positive EBITDA-Prognose untermauern und konkrete Fortschritte bei den strategischen Projekten wie dem Glasfaserausbau oder den „Manage-to-Green“-Initiativen vorweisen können, dürfte dies in Kombination mit dem BlackRock-Einstieg eine tragfähige Basis für eine Kursstabilisierung bilden.
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