Nel ASA Aktie: Spannung vor Zahlen

Der norwegische Wasserstoff-Spezialist Nel ASA steht vor der Veröffentlichung seiner Q4-Zahlen. Investoren prüfen, ob die neue EU-geförderte Produktionsplattform die jüngste Auftragsflaute ausgleichen kann.

Kurz zusammengefasst:
  • Entscheidende Q4-Zahlen nach schwachem Vorquartal
  • EU-Förderung für neue Produktionsplattform in Höhe von 135 Mio. Euro
  • Ziel: Senkung der Wasserstoff-Gestehungskosten
  • Schwieriges Marktumfeld mit hohen Produktionskosten

Ende Januar 2026 richten sich die Blicke der Anleger auf zwei entscheidende Faktoren beim norwegischen Wasserstoff-Spezialisten: Die anstehenden Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 und die Umsetzung der neuen Technologiestrategie. Nach einem schwachen Vorquartal stellt sich die zentrale Frage: Kann die durch EU-Gelder gestützte Offensive die jüngste Auftragsflaute kompensieren?

Terminunsicherheit und belastende Vorwerte

In den kommenden Wochen wird Nel ASA seine Bücher öffnen. Während der offizielle Finanzkalender den 26. Februar 2026 für den Q4-Bericht und den Jahresbericht nennt, listen einige Finanzdatenanbieter den 4. März als Termin. Investoren sollten hier auf offizielle Unternehmensmeldungen achten.

Nel ASA

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Die Erwartungshaltung ist durch die enttäuschenden Q3-Zahlen vom Oktober geprägt. Damals sank der Umsatz um 17 Prozent auf 303 Millionen NOK. Weitaus schwerer wog der Einbruch beim Auftragseingang, der um 64 Prozent auf nur noch 57 Millionen NOK zurückging. Einziger Lichtblick blieb die solide Cash-Position von rund 1,8 Milliarden NOK, die dem Unternehmen noch Spielraum gewährt.

Strategische Flucht nach vorn

Um dem operativen Druck entgegenzuwirken, traf das Management im Dezember eine wichtige Investitionsentscheidung. Am Standort Herøya soll die Produktion für die „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform hochgefahren werden. Diese Technologie, die seit 2018 entwickelt wurde, gilt als Hoffnungsträger für effizientere Wasserstoffproduktion.

Die Eckdaten des Projekts:
* EU-Förderung: Der EU-Innovationsfonds unterstützt das Vorhaben mit bis zu 135 Millionen Euro.
* Kapazität: Ziel ist eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 4 GW.
* Zeitplan: Der kommerzielle Start der ersten 1-GW-Ausbaustufe ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, die Auslieferung im großen Maßstab für 2027.

Das Ziel dieser Investition von rund 300 Millionen NOK ist klar definiert: Die Systemkosten und damit die Gestehungskosten für Wasserstoff (LCOH) sollen signifikant sinken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Marktumfeld bremst weiterhin

Trotz technologischer Fortschritte bleibt der Sektor im Gegenwind. Europäische Regulierungsbehörden wiesen zuletzt im Dezember darauf hin, dass hohe Produktionskosten und ein schleppender Infrastrukturausbau die Marktentwicklung weiterhin hemmen.

Dennoch konnte Nel ASA in diesem schwierigen Umfeld zuletzt operative Lebenszeichen senden. Dazu gehörten Aufträge für die Projekte HyFuel und Kaupanes sowie die Auswahl als Technologiepartner für GreenH-Projekte in Kristiansund und Slagentangen.

Der Fokus liegt nun auf dem Geschäftsbericht Ende Februar beziehungsweise Anfang März. Anleger werden genau prüfen, ob sich die Auftragslage stabilisiert hat und wie schnell die neue Plattform umsatzwirksam werden kann, bevor am 10. April 2026 die Hauptversammlung ansteht.

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