British American Tobacco Aktie: Marktzugang erweitert

BAT kauft weiter eigene Aktien zurück und bekräftigt seine Finanzstärke, während gleichzeitig eine Produktionsstätte in Südafrika aufgrund des illegalen Handels geschlossen wird.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktienrückkaufprogramm mit 1,3 Milliarden Pfund Sterling
  • Schließung der südafrikanischen Fabrik bis Ende 2026
  • Illegaler Handel dominiert 75 Prozent des Marktes
  • Konzern hält an Wachstumszielen für 2026 fest

Während British American Tobacco in Südafrika eine Fabrik schließt, setzt der Konzern gleichzeitig ein klares Zeichen an die Aktionäre. Das Unternehmen kauft weiter eigene Aktien zurück – ein Schritt, der oft als Vertrauensbeweis in die eigene Finanzkraft gewertet wird. Doch wie passt diese Kapitalrückgabe zu den strukturellen Problemen in einem wichtigen Markt?

Aktienrückkauf als strategisches Werkzeug

Das Unternehmen hat am Mittwoch bekanntgegeben, am Vortag weitere 161.326 eigene Aktien zurückgekauft zu haben. Diese sollen storniert werden, was den verbleibenden Anteilseignern automatisch einen größeren Anteil am Unternehmen und an künftigen Gewinnen verschafft. Die Transaktion ist Teil eines umfangreichen Programms, für das im laufenden Jahr bis zu 1,3 Milliarden Pfund Sterling bereitstehen. Dies unterstreicht die robusten Cashflows von BAT, trotz der aktuellen Herausforderungen.

British American Tobacco

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Schließung in Südafrika belastet

Die positive Kapitalmarktstrategie steht im Kontrast zu schwierigen operativen Entscheidungen. Erst in der Vorwoche hatte British American Tobacco South Africa (BATSA) angekündigt, sein einziges lokales Produktionswerk in Heidelberg bis Ende 2026 zu schließen. Als Grund nannte das Management den „verheerenden Einfluss“ des illegalen Zigarettenhandels, der mittlerweile schätzungsweise drei Viertel des südafrikanischen Marktes ausmacht. Die seit 1975 betriebene Fabrik lief zuletzt nur noch mit 35 Prozent Auslastung. Rund 230 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Künftig will BAT den Markt über Importe bedienen.

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Fokus auf langfristige Ziele

Trotz der Rückschläge in Südafrika hält British American Tobacco an seinen Prognosen für 2026 fest. Das Unternehmen strebt weiter ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und ein bereinigtes Gewinnwachstum je Aktie (EPS) von 5 bis 8 Prozent an. Ein zentraler strategischer Pfeiler bleibt die Expansion in „New Categories“ wie tabakfreie Nikotinprodukte (z.B. Velo), um das langfristige Ziel einer „rauchfreien Welt“ bis 2035 zu unterstützen. Zudem verweist der Konzern auf eine starke Performance im wichtigen US-Markt.

Die nächste wichtige Wegmarke für Anleger sind die vollständigen Jahreszahlen für 2025, die am 12. Februar 2026 veröffentlicht werden. Sie werden zeigen, wie gut das Unternehmen den Spagat zwischen aktuellen Marktherausforderungen und langfristiger Transformation meistert.

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