Amazon setzt im KI-Rennen ein gewaltiges Ausrufezeichen. Der Tech-Gigant steigt mit 50 Milliarden Dollar bei OpenAI ein – der bislang größte Einzelinvestor in der historischen 110-Milliarden-Finanzierungsrunde des ChatGPT-Entwicklers. Die Investition erfolgt gestaffelt: zunächst 15 Milliarden Dollar, gefolgt von weiteren 35 Milliarden in den kommenden Monaten, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Damit sichert sich Amazon eine Schlüsselposition in der nächsten Phase der KI-Evolution. OpenAI erreicht durch die Runde eine Bewertung von 840 Milliarden Dollar vor der erwarteten Börseneinführung noch in diesem Jahr. Neben Amazon beteiligen sich auch SoftBank und Nvidia mit jeweils 30 Milliarden Dollar an dem Deal.
Cloud-Partnerschaft mit exklusiven Rechten
Die Investition ist mehr als nur eine Finanzspritze. Amazon Web Services wird exklusiver Drittanbieter für OpenAI Frontier – die Unternehmensplattform des ChatGPT-Machers zum Aufbau und Betrieb von KI-Agenten. OpenAI verpflichtet sich zudem, über die nächsten acht Jahre zusätzliche 100 Milliarden Dollar für AWS-Dienste auszugeben. Das kommt on top des bereits 2025 geschlossenen 38-Milliarden-Vertrags.
Interessant: OpenAI wird zwei Gigawatt Rechenkapazität nutzen, die von Amazons hauseigenen Trainium-KI-Chips betrieben werden. Ein strategischer Schachzug, um die Abhängigkeit von Nvidia-Prozessoren zu reduzieren. Gleichzeitig entwickelt OpenAI gemeinsam mit Amazon maßgeschneiderte Modelle für die Engineering-Teams des E-Commerce-Riesen.
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Die bestehende Partnerschaft mit Microsoft bleibt davon unberührt. Azure bleibt exklusiver Cloud-Provider für OpenAIs APIs und Hauptprodukte wie ChatGPT. Die Unternehmen betonten in einer gemeinsamen Erklärung die klare Abgrenzung der Zuständigkeiten.
Wachstumsmarkt KI-Agenten im Fokus
Der Zeitpunkt der Investition dürfte kein Zufall sein. OpenAI verzeichnet massives Wachstum: über 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer bei ChatGPT, mehr als 50 Millionen zahlende Privatkunden und 9 Millionen Business-Nutzer. Allein das Software-Entwicklungstool Codex hat seine wöchentlichen Nutzer im laufenden Jahr auf 1,6 Millionen mehr als verdreifacht.
Der Markt für sogenannte „agentic AI“ – autonome Systeme, die eigenständig Aufgaben erledigen – gilt als nächster großer Wachstumstreiber im Unternehmensbereich. Amazon positioniert sich mit dem Deal strategisch für diesen Boom und sichert sich Zugang zu einer der führenden KI-Plattformen der Branche. Der Wettbewerb um KI-Dominanz verschärft sich allerdings: Während Amazon und Nvidia auf OpenAI setzen, nutzt Konkurrent Anthropic vor allem Amazons Trainium-Chips und Googles TPU-Prozessoren.
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