Die Barrick Mining-Aktie brach am Dienstag um 8,7% ein. Der Auslöser: Ein abrupter Preissturz bei Gold und Silber machte die anfänglichen Gewinne aus dem eskalierenden Nahost-Konflikt zunichte. Dabei hatte das Unternehmen erst kürzlich Rekordergebnisse für das vierte Quartal 2025 präsentiert.
Edelmetall-Turnaround belastet
Gold hatte den Februar noch bei 5.278 Dollar je Unze abgeschlossen. Nach US- und israelischen Luftschlägen gegen den Iran am Wochenende kletterte der Preis am Montag zunächst auf 5.416 Dollar. Dann drehte der Markt: Bis Dienstag fiel Gold auf 5.102 Dollar – ein Minus von 3,9% gegenüber dem Vortagesschluss.
Silber traf es noch härter. Nach einem Zwischenhoch von 96,10 Dollar am Montag sackte das Metall um 6,1% auf 82,46 Dollar je Unze ab. Ein erstarkender US-Dollar, selbst ein konkurrierendes Safe-Haven-Asset, verstärkte den Verkaufsdruck. Die paradoxe Marktlogik: Krieg kann inflationär wirken, könnte die Fed aber gleichzeitig davon abhalten, Zinsen zu senken – eine Konstellation, die Gold typischerweise belastet.
Rekordquartal als Fundament
Trotz der kurzfristigen Marktturbulenzen präsentierte Barrick zuletzt außergewöhnliche Zahlen. Der operative Cashflow erreichte im vierten Quartal 2025 mit 2,73 Milliarden Dollar einen Rekordwert, der Free Cashflow stieg auf 1,62 Milliarden Dollar – ein Plus von 13% bzw. 9% gegenüber dem dritten Quartal. Der Nettogewinn je Aktie erreichte mit 1,43 Dollar ebenfalls ein Allzeithoch.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,04 Dollar und übertraf die Analystenschätzung von 0,85 Dollar um 0,19 Dollar. Der Umsatz belief sich auf 5,98 Milliarden Dollar bei einer Nettomarge von 29,45%. Im Gesamtjahr 2025 wuchs der Free Cashflow um 194%, wobei etwa 50% des operativen Cashflows in freien Cashflow umgewandelt wurden.
Neue Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe
Der Verwaltungsrat überarbeitete die Kapitalrückführungsstrategie grundlegend. Die neue Dividendenpolitik sieht vor, jährlich 50% des zurechenbaren Free Cashflows auszuschütten – aufgeteilt in eine fixe Basisdividende von 0,175 Dollar je Quartal plus einer leistungsbasierten Aufstockung am Jahresende.
Für das vierte Quartal 2025 genehmigte das Board eine Dividende von 0,42 Dollar je Aktie – eine Steigerung um 140% gegenüber dem Vorquartal. Auszahlung erfolgt am 16. März 2026 an Aktionäre, die am 27. Februar 2026 eingetragen waren.
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Parallel kaufte Barrick im vierten Quartal etwa 12,11 Millionen eigene Aktien zurück. Im Gesamtjahr belief sich das Rückkaufvolumen auf rund 51,90 Millionen Aktien – etwa 3,0% der ausgegebenen Anteile – für 1,5 Milliarden Dollar.
Nordamerika-IPO und Wachstumsprojekte
Der Board autorisierte das Management, die nordamerikanischen Assets als eigenständige Einheit an die Börse zu bringen. Das geplante „NewCo“ soll die Joint-Venture-Beteiligungen an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie das vollständig gehaltene Fourmile-Goldprojekt in Nevada umfassen. Barrick will eine signifikante Mehrheitsbeteiligung behalten. Der IPO wird bis Ende 2026 erwartet.
Bei Fourmile gelang es dem Team, die ausgewiesenen Goldressourcen im zweiten Jahr in Folge zu verdoppeln – nun 2,6 Millionen Unzen in der Kategorie „indicated“ und 13 Millionen Unzen „inferred“. Die Explorationsausgaben steigen 2026 auf 150–160 Millionen Dollar.
Die Lumwana-Erweiterung in Sambia liegt leicht vor dem Zeitplan, die Auslieferung der Minenflotte für 2026 hat bereits begonnen.
Produktionsziele und Kostenstruktur
Für 2026 peilt Barrick eine Goldproduktion von 2,90–3,25 Millionen Unzen an, nach 3,26 Millionen Unzen 2025 (3,03 Millionen bereinigt um veräußerte Assets). Die All-In Sustaining Costs (AISC) sollen bei 1.760–1.950 Dollar je Unze liegen, basierend auf einem angenommenen Goldpreis von 4.500 Dollar. Die Kupferproduktion wird mit 190.000–220.000 Tonnen veranschlagt.
Die strukturelle Goldnachfrage durch Zentralbankkäufe und geopolitische Risiken bleibt intakt. Kupfer profitiert vom Angebotsdefizit im Zuge der Energiewende und des KI-Infrastrukturausbaus – eine Kombination, die Barricks Dual-Commodity-Positionierung untermauert.
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