Während der Aktienkurs charttechnisch angeschlagen wirkt, deuten Insider-Informationen auf einen strategisch bedeutenden Schritt hin. Ein möglicher Milliarden-Verkauf einer Konzernsparte könnte die dringend benötigte Liquidität für den Konzernumbau liefern – eine Perspektive, die im starken Kontrast zur aktuellen Kursentwicklung steht.
Das Wichtigste in Kürze:
* Kursrutsch: Die Aktie verlor am Freitag 1,46 % und fiel unter wichtige Durchschnittslinien.
* Verkaufsgerüchte: Finanzinvestoren haben offenbar die Sparte „Everllence“ im Visier – Bewertung: bis zu 6 Milliarden Euro.
* Analysten-Votum: Trotz der Schwäche sehen US-Banken das Kursziel bei 115 Euro.
Rückschlag zum Wochenausklang
Die Handelswoche endete für die Anteilseigner ernüchternd. Mit einem Abschlag von 1,46 Prozent ging das Papier am Freitag bei 101,45 Euro aus dem Handel. Damit setzt sich die schwache Performance seit Jahresbeginn (Minus 4,56 Prozent) fort. Besonders kritisch: Der Kurs rutschte unter den 50-Tage-Durchschnitt von 102,16 Euro, was kurzfristig als technisches Schwächesignal gewertet wird. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 27,8 deutet inzwischen auf eine überverkaufte Situation hin, konnte den Abverkaufsdruck aber bisher nicht bremsen.
Frisches Kapital durch Spartenverkauf
Hinter den Kulissen arbeiten die Wolfsburger offenbar an einer massiven Portfolio-Bereinigung. Medienberichten zufolge steht die Sparte für schwere Dieselmotoren, Everllence, auf dem Prüfstand. Namhafte Private-Equity-Größen wie EQT, CVC Capital Partners und Advent sollen bereits Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung signalisiert haben.
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Im Raum steht eine Bewertung von fünf bis sechs Milliarden Euro. Ein solcher Deal wäre finanziell von enormer Tragweite: Die Einnahmen würden direkt in die kostspielige Transformation hin zu Elektromobilität und Digitalisierung fließen können, ohne die Konzernkasse weiter zu belasten.
Banken bleiben optimistisch
Ungeachtet der aktuellen Kursschwäche halten führende US-Großbanken an ihren positiven Szenarien fest. Sowohl die Bank of America (BoA) als auch die Citigroup bestätigten ihre Kaufempfehlungen und rufen ein Kursziel von 115 Euro aus. Die BoA stützt ihre Zuversicht auf ein starkes Modelljahr 2026 bei der Tochter Audi. Die Citigroup sieht trotz reduzierter Absatzerwartungen für Europa verbesserte Chancen bei den Marktanteilen in China – eine Einschätzung, die angesichts der dortigen Absatzprobleme der Tochter Porsche durchaus bemerkenswert ist.
Ob die Aktie das von den Analysten skizzierte Potenzial abrufen kann, dürfte maßgeblich von der Bestätigung der Verkaufsgerüchte abhängen. Sollte der Deal mit Everllence tatsächlich in der genannten Größenordnung zustande kommen, würde dies den fundamentalen Blick auf den Konzern schlagartig aufhellen und könnte den nötigen Impuls liefern, um den Widerstand im Bereich des 50-Tage-Durchschnitts zurückzuerobern.
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