Santander Aktie: Millionen-Risiko in Großbritannien

Die spanische Großbank Santander ist durch den Kollaps des Hypothekengebers MFS mit einem dreistelligen Millionenbetrag exponiert. Die britische Finanzaufsicht ermittelt wegen Betrugsverdachts.

Felix Baarz ·
Santander Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Dreistelliger Millionenbetrag bei Santander gefährdet
  • FCA ermittelt wegen Betrugsverdachts gegen MFS
  • Gesamtausfall beläuft sich auf über 1,3 Mrd. Pfund
  • Santander-Aktie setzt schwachen Trend fort

Santander sieht sich mit den Folgen einer milliardenschweren Insolvenz in Großbritannien konfrontiert. Der Zusammenbruch des Hypothekengebers Market Financial Solutions (MFS) zieht weite Kreise und ruft nun auch die britische Finanzaufsicht auf den Plan. Für die Großbank steht dabei ein dreistelliger Millionenbetrag auf dem Spiel.

Verdacht auf Finanzbetrug

Die britische Finanzaufsicht FCA hat eine formelle Untersuchung gegen MFS eingeleitet, nachdem das Unternehmen im Februar kollabierte. Im Zentrum der Vorwürfe steht der Gründer Paresh Raja. Ihm wird vorgeworfen, Sicherheiten mehrfach verpfändet zu haben, um Kredite zu erschleichen. Die Behörden haben bereits ein weltweites Einfrieren seiner Vermögenswerte erwirkt.

Ein kritischer Punkt der Untersuchung betrifft den regulatorischen Status von MFS. Das Unternehmen unterlag lediglich der Aufsicht zur Bekämpfung von Geldwäsche, nicht jedoch einer umfassenden Finanzkontrolle. Dieser begrenzte Spielraum der Aufsicht wirft nun Fragen zur Sicherheit im Sektor der privaten Kreditvergabe auf.

Die Last der Gläubiger

Der Gesamtausfall bei MFS beläuft sich auf über 1,3 Milliarden Pfund. Santander gehört zu den Hauptgläubigern und ist Schätzungen zufolge mit 200 bis 300 Millionen Pfund exponiert. Diese Forderungen sollen zwar durch ein Portfolio von Hypotheken besichert sein, dennoch sorgt die Nachricht für Unruhe. Andere Institute wie Barclays sind mit bis zu 600 Millionen Pfund sogar noch stärker betroffen.

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Reichen die hinterlegten Hypotheken-Portfolios aus, um den drohenden Ausfall von bis zu 300 Millionen Pfund vollständig aufzufangen? Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Qualität dieser Sicherheiten nun genau geprüft werden muss. Die Bank of England hat bereits Informationen von den betroffenen Banken angefordert. Sie möchte wissen, wie die Due-Diligence-Prüfungen im Vorfeld der Kreditvergabe abgelaufen sind.

An der Börse reagierte die Santander-Aktie heute mit einem Minus von 1,60 Prozent auf 9,49 Euro. Damit setzt sich der schwache Trend seit Jahresbeginn fort, wobei der Titel aktuell rund 15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch notiert.

Santander wird sich nun aktiv an der Rückgewinnung der Vermögenswerte beteiligen müssen, um die Bilanz zu entlasten. Der Fall rückt die Prüfungsstandards im schnell wachsenden privaten Kreditmarkt wieder verstärkt in den Fokus der Regulierer.

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Santander Aktie

9,49 EUR

– 0,17 EUR -1,74 %
KGV 11,45
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 2,60 %
Marktkapitalisierung 139,54 Mrd. EUR
ISIN: ES0113900J37 WKN: 858872

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