OMV Aktie: Analysten ziehen sich zurück

Kein einziger Analyst empfiehlt derzeit den Kauf der OMV-Aktie, während das Handelsvolumen stark ansteigt. Das Unternehmen kündigt Stellenabbau an und treibt die Energiewende voran.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktuell keine Kaufempfehlungen von Analysten
  • Handelsvolumen steigt um 68 Prozent an
  • Geplanter Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen
  • Strategische Neuausrichtung mit Grünwasserstoff-Projekt

Der österreichische Öl- und Gaskonzern startet mit einem Warnsignal ins neue Jahr. Kein einziger Analyst empfiehlt derzeit den Kauf der OMV-Aktie – eine bemerkenswerte Konsensverschiebung. Gleichzeitig schoss das Handelsvolumen zum Jahresauftakt um 68 Prozent in die Höhe. Was steckt hinter der auffälligen Zurückhaltung der Experten?

Die Fakten im Überblick:
– Aktuelles Konsensvotum: „Reduce“
– Vier Hold-Ratings, ein Sell-Rating – kein einziges Buy
– Handelsvolumen am 2. Januar: 16.752 Aktien (normal: 9.984)
– Q3-Gewinn übertraf Erwartungen um das Fünffache
– Geplanter Stellenabbau: 2.000 von 23.000 Mitarbeitern

Omv

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Expertenfront bröckelt ab

Die Analystenstimmung hat sich binnen weniger Monate drastisch eingetrübt. Barclays stuft mit „Underweight“ ein, Zacks Research nahm eine Herabstufung von „Strong Buy“ auf „Hold“ vor. Auch Berenberg Bank und die Royal Bank of Canada votieren bestenfalls neutral. Die Erste Group Bank hob zwar auf „Hold“ an – doch selbst das bleibt weit von einer Kaufempfehlung entfernt.

Das niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnis von 3,37 deutet zwar auf eine günstige Bewertung hin. Allerdings spiegelt diese Kennzahl auch die verhaltenen Wachstumserwartungen wider, die Analysten dem Konzern attestieren.

Quartalszahlen mit zweierlei Gesicht

Die Q3-Bilanz 2025 offenbart ein gespaltenes Bild. Der Gewinn je Aktie überraschte mit 2,18 Dollar – fünfmal höher als die prognostizierten 0,43 Dollar. Die Umsatzseite enttäuschte hingegen deutlich: 7,30 Milliarden Dollar statt erwarteter 8,06 Milliarden.

Die Verschuldungsquote liegt mit 0,25 auf solidem Niveau. Die Eigenkapitalrendite von 8,25 Prozent und eine Nettomarge von 4,57 Prozent bewegen sich im Branchenmittelfeld. Die Marktkapitalisierung beträgt 18,6 Milliarden Dollar.

Strategiewechsel und Grünwasserstoff

OMV reagiert mit strategischen Weichenstellungen. Ab dem Geschäftsjahr 2026 sollen 50 Prozent der erhaltenen Dividenden ausgeschüttet werden. Der Konzern zielt auf höheren Free Cash Flow bis 2030 und mehr Widerstandsfähigkeit.

Parallel treibt das Unternehmen die Energiewende voran: Im November 2025 unterzeichnete OMV eine verbindliche Vereinbarung mit Masdar zum Bau einer 140-Megawatt-Grünwasserstoffanlage in Österreich. Das Neptun-Deep-Projekt im Schwarzen Meer – eine 50:50-Partnerschaft zwischen OMV Petrom und Romgaz – soll 2027 anlaufen und Rumänien zum größten Gasproduzenten der EU machen.

Personalabbau belastet

Die angekündigten Stellenstreichungen werfen Schatten auf die Neuausrichtung. Reuters berichtete im September über den geplanten Abbau von 2.000 Stellen weltweit. Besonders betroffen: die rumänische Tochter Petrom sowie Standorte in Deutschland, der Slowakei und Österreich, wo rund 400 Positionen wegfallen könnten. Die Gewerkschaft GPA warnte bereits vor Arbeitskampfmaßnahmen.

Das außergewöhnlich hohe Handelsvolumen zum Jahresauftakt deutet auf verstärkte Positionierungen hin. Der Aktienkurs bewegt sich bei 48,01 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 55,00 Euro. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob die strategische Neuausrichtung Wirkung zeigt – oder ob die skeptische Analystenhaltung berechtigt ist.

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