Die Delivery Hero-Aktie steht massiv unter Druck. Nachdem Internetaktien ohnehin schon wegen KI-bedingter Unsicherheiten von Anlegern gemieden werden, setzt die Nahost-Tochter Talabat dem MDAX-Konzern nun zusätzlich zu. Die Papiere brachen auf XETRA um 8,38 Prozent auf 19,36 Euro ein – das niedrigste Niveau seit Dezember. Damit nähert sich der Kurs gefährlich der psychologisch wichtigen 20-Euro-Marke.
Auslöser der Verkaufswelle: Talabat präsentierte am Freitag in Dubai ihre Quartalszahlen. Die Reaktion folgte prompt – die Tochteraktien stürzten um 8 Prozent ab.
Gewinnwarnung statt Wachstumsfantasie
Oberflächlich betrachtet schien das vierte Quartal von Talabat umsatzseitig solide, wie Evgenii Annenkov von Jefferies anmerkte. Doch der Teufel steckt im Detail: Der Ausblick auf das operative Ergebnis (EBITDA) für 2026 liegt deutlich unter den Erwartungen der Analysten.
Marcus Diebel von JPMorgan findet noch drastischere Worte. Er spricht von einer regelrechten „Gewinnwarnung“ – verursacht durch geplante Investitionen, deren Umfang noch nicht vollständig absehbar ist. Besonders brisant: Es ist unklar, wie viel davon bereits in die Prognosen von Delivery Hero eingepreist wurde.
Das Worst-Case-Szenario? Das operative Ergebnis des Gesamtkonzerns könnte 2026 sogar niedriger ausfallen als 2025. Für eine Wachstumsaktie wäre das ein herber Rückschlag.
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Verkaufspläne in Gefahr?
Die schlechten Nachrichten haben noch eine weitere Dimension. Laut Diebel sinkt mit den aktuellen Entwicklungen die Wahrscheinlichkeit, dass Talabat Teil einer möglichen Veräußerungsstrategie werden könnte. Das ist ein empfindlicher Dämpfer für die im Dezember 2025 angekündigten Maßnahmen zur Steigerung des Börsenwertes.
Diese Ankündigungen hatten den Kurs im Januar noch einmal über die 27-Euro-Marke katapultiert – zum ersten Mal seit September. Von diesem Zwischenhoch haben die Papiere mittlerweile ein Viertel eingebüßt. Die ursprüngliche Euphorie ist längst verflogen.
Diebel bringt die wachsende Frustration der Investoren auf den Punkt: Anleger zweifeln zunehmend daran, ob das Management tatsächlich in der Lage ist, den wahren inneren Wert des Unternehmens freizulegen. Die Skepsis gegenüber der Konzernstrategie wächst – und das spiegelt sich unmittelbar im Kursverlauf wider.
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