Eutelsat Aktie: Fragliche Entwicklungen

Der Satellitenbetreiber Eutelsat treibt seine Expansion mit hohen Kosten voran, was zu Nervosität an der Börse führt. Die Halbjahreszahlen im Februar werden als nächster Prüfstein erwartet.

Kurz zusammengefasst:
  • Kooperation mit jungem Raketen-Start-up MaiaSpace
  • Investitionsprogramm von über zwei Milliarden Euro
  • Starker Wettbewerb mit SpaceX und Starlink
  • Halbjahreszahlen als nächster wichtiger Meilenstein

Der Start in die neue Handelswoche verläuft für Eutelsat enttäuschend. Trotz strategischer Fortschritte reagieren Investoren nervös auf die jüngsten Ankündigungen des Satellitenbetreibers. Während das Management die Weichen für die Zukunft stellt, wächst am Markt die Sorge vor den enormen Kosten der geplanten Expansion. Übernehmen sich die Franzosen im Wettlauf um das Internet aus dem All?

Wette auf eine Start-up-Rakete

Auslöser für die aktuelle Zurückhaltung ist unter anderem eine am Freitag bekannt gegebene Kooperation mit MaiaSpace. Eutelsat vereinbarte mit dem Tochterunternehmen der ArianeGroup mehrere Starts für die OneWeb-Konstellation ab 2027. Ziel ist es, die Abhängigkeit von US-Anbietern wie SpaceX zu verringern und den Zugang zum Orbit zu diversifizieren.

Eutelsat

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Das Risiko dabei: MaiaSpace ist ein junger Akteur. Der geplante wiederverwendbare Mini-Launcher hat bisher noch keinen Flug absolviert, lediglich Triebwerkstests wurden im Vorjahr durchgeführt. Dass Eutelsat auf eine noch nicht erprobte Trägerrakete setzt, sorgt bei konservativen Anlegern für Skepsis.

Milliardenhohe Kostenbelastung

Die Partnerschaft mit MaiaSpace ist nur ein Puzzleteil in einem massiven Investitionsprogramm. Erst wenige Tage zuvor hatte Eutelsat einen Großauftrag bei Airbus Defence and Space erweitert. Insgesamt stehen nun 440 neue Satelliten in den Auftragsbüchern, um die erste Generation der OneWeb-Flotte ab Ende 2026 zu ersetzen.

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Die finanziellen Dimensionen dieses Vorhabens sind beträchtlich:
* Gesamtkosten: 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro bis 2029
* Zeitdruck: Die Lebensdauer der aktuellen Flotte endet bereits 2027/2028
* Wettbewerb: Direkte Konkurrenz mit dem Marktführer Starlink (SpaceX)

Diese Zahlen wiegen schwer, auch wenn Eutelsat im November 2025 durch eine Kapitalerhöhung 1,5 Milliarden Euro einsammeln konnte. Der französische Staat, der inzwischen fast 30 Prozent der Anteile hält, stützt den Kurs zwar strategisch, doch die operative Profitabilität steht angesichts der Ausgaben unter Beobachtung.

Ausblick: Zahlen im Februar entscheiden

Ob die Rechnung aufgeht, wird sich bald konkretisieren. Moody’s sieht die Bilanzstruktur nach der Kapitalmaßnahme zwar verbessert und erwartet eine sinkende Verschuldung, doch der Markt verlangt Beweise für den operativen Erfolg. Am 13. Februar 2026 legt Eutelsat die Halbjahreszahlen vor. Diese werden zeigen müssen, ob die Integration von OneWeb im Zeitplan liegt und das Umsatzziel von 1,22 Milliarden Euro für das Gesamtjahr realistisch bleibt.

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