MP Materials Aktie: Kahlschlag!

Die Aktie des Seltenen-Erden-Produzenten MP Materials verliert deutlich, nachdem die US-Regierung ihre Förderstrategie von nationalen Preisgarantien auf einen internationalen Handelsblock umstellt.

Kurz zusammengefasst:
  • Kurs fiel über 6% nach Ankündigung des neuen Handelsblocks
  • US-Regierung plant internationale Preisuntergrenzen für Mineralien
  • Bestehende Fördervereinbarungen könnten in Frage stehen
  • Quartalszahlen werden Ende Februar erwartet

Die Aktie von MP Materials geriet diese Woche unter Druck, nachdem die Trump-Regierung ihre Strategie für kritische Mineralien überraschend neu ausgerichtet hat. Der Rare-Earth-Produzent verlor am 4. Februar mehr als 6 Prozent – trotz seiner zentralen Rolle in Washingtons Plan zur Verringerung der China-Abhängigkeit.

Hintergrund: Vizepräsident JD Vance kündigte einen internationalen Handelsblock für kritische Mineralien mit koordinierten Preisuntergrenzen an. Mexiko, die EU und Japan sollen beteiligt werden. Die Märkte reagierten verhalten auf die Pläne.

MP Materials

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Die wichtigsten Punkte:

  • MP Materials-Aktie fiel mehr als 6% nach Ankündigung des Handelspakts
  • Trump-Regierung hält offenbar 15% Bundesbeteiligung am Unternehmen
  • Quartalszahlen Q4 2025 werden am 26. Februar veröffentlicht
  • 55 Länder nahmen an Gesprächen in Washington teil

Von Einzelförderung zu globaler Koordination

Die Kursschwäche steht im direkten Zusammenhang mit einer strategischen Kursänderung der Regierung. Statt einzelnen heimischen Produzenten Preisgarantien zu gewähren, setzt Washington nun auf eine internationale Lösung. Für MP Materials bedeutet dies Unsicherheit über konkrete Konditionen und Zeitpläne der staatlichen Unterstützung.

Dabei hatte das Pentagon erst im Juli 2025 einen Durchbruch erzielt: Ein Abnahmevertrag mit Preisuntergrenze und einer Kapitalbeteiligung sollte MP Materials langfristige Planungssicherheit geben. Die neue multilaterale Ausrichtung wirft nun Fragezeichen über die Details dieser Vereinbarung auf.

Am 2. Februar hatte Präsident Trump noch „Project Vault“ vorgestellt – eine strategische Mineralienreserve mit 12 Milliarden Dollar Volumen. 10 Milliarden kommen von der US-Exportbank, 2 Milliarden aus privater Hand. MP Materials gilt als direkter Nutznießer dieser Initiative.

Das China-Problem bleibt bestehen

Die Dringlichkeit der US-Strategie ergibt sich aus Chinas dominanter Marktstellung. Das Land kontrolliert 60 bis 70 Prozent der globalen Rare-Earth-Förderung und rund 90 Prozent der Raffinerie-Kapazitäten. Als Peking 2025 die Exportkontrollen verschärfte, mussten Autohersteller in Europa und den USA Produktionsstopps einlegen.

Goldman Sachs geht davon aus, dass der Aufbau unabhängiger westlicher Lieferketten Jahre dauern wird. An den Gesprächen in Washington nahmen 55 Länder teil – darunter Südkorea, Indien, Thailand, Deutschland, Australien und die Demokratische Republik Kongo.

Zahlenwerk im Fokus

MP Materials wird am 26. Februar nach Börsenschluss die Q4-Ergebnisse vorlegen. Um 23 Uhr deutscher Zeit folgt die Analystenkonferenz. Anleger dürften besonders auf Aussagen zur neuen Regierungspolitik und deren Auswirkungen auf bestehende Vereinbarungen achten.

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt aktuell bei 10,76 Milliarden Dollar.

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