SAP Aktie: Abschied vom Abo-Modell

SAP stellt sein Preismodell grundlegend um und künftig nach KI-Verbrauch ab. Die Börse reagiert skeptisch auf den Wechsel von Nutzerlizenzen zu nutzungsbasierten Erlösen.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Preispolitik basiert auf KI-Verbrauch
  • Aktienkurs zeigt deutliche Verluste
  • Starker Anstieg des Cloud-Backlogs
  • Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs

Europas größter Softwarekonzern wagt einen fundamentalen Strategiewechsel und verabschiedet sich schrittweise von seinem jahrzehntealten Preismodell. Künftig sollen Kunden nicht mehr pro Nutzer, sondern nach dem tatsächlichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz bezahlen. An der Börse stößt diese weitreichende Neuausrichtung der Erlösstruktur zunächst auf spürbare Skepsis.

Abrechnung nach KI-Nutzung

Um die Integration von KI-Funktionen zu beschleunigen, formiert der Konzern eine neue Spezialeinheit mit Hunderten Mitarbeitern. Dieser personelle Aufbau ist direkt mit der neuen Abrechnungslogik verknüpft. Da Unternehmen durch den Einsatz intelligenter Agenten künftig weniger menschliche Software-Nutzer benötigen, wird die klassische Pro-Kopf-Lizenz zunehmend obsolet. Stattdessen berechnet SAP künftig den tatsächlichen Umfang der KI-Nutzung. Das Management um CEO Christian Klein sieht den Konzern dabei durch den direkten Zugriff auf umfangreiche Kundendaten im Vorteil gegenüber reinen Sprachmodell-Anbietern.

SAP

DE0007164600
-
Heute: -
7 Tage: -

Skepsis an der Börse

Die Kapitalmärkte reagieren verhalten auf den Paradigmenwechsel. Die Aktie notiert aktuell bei 160,32 Euro und weitet damit ihr Minus seit Jahresbeginn auf über 20 Prozent aus. Marktbeobachter werten den jüngsten Kursrückgang als Zeichen der Unsicherheit. Investoren zweifeln teilweise daran, ob die nutzungsbasierten KI-Erlöse die wegfallenden Einnahmen aus den traditionellen Sitzplatzlizenzen vollständig kompensieren können. Generell stehen Anbieter von Unternehmenssoftware derzeit unter Beobachtung, da leistungsstarke KI-Modelle traditionelle Programme langfristig infrage stellen könnten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?

Operatives Fundament bleibt stabil

Flankiert wird der Fokus auf Künstliche Intelligenz von einem organisatorischen Umbau. Ab dem 1. April bündelt der Konzern Vertrieb und Service in der neuen „Customer Value Group“ unter der Leitung von Thomas Saueressig. Ungeachtet der aktuellen Kursverluste zeigt sich das Basisgeschäft widerstandsfähig: Der Cloud-Backlog kletterte zuletzt um 22 Prozent auf über 77 Milliarden Euro. Zudem stützt ein bis Ende 2027 laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von zehn Milliarden Euro den Titel.

Konkrete Aufschlüsse über die finanzielle Wirksamkeit des neuen Preismodells liefert der nächste Pflichttermin. Am 23. April präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal und wird erste Zahlen zur Kundenakzeptanz der neuen nutzungsbasierten KI-Tarife vorlegen.

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu SAP

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu SAP

Neueste News

Alle News

SAP Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten