Der Kampf um Warner Bros Discovery spitzt sich dramatisch zu. Während Netflix an seinem Milliarden-Gebot festhält, bereitet Konkurrent Paramount Skydance den entscheidenden Gegenschlag vor. Anleger reagieren nervös auf die drohende Materialschlacht und schicken das Papier des Streaming-Pioniers auf Talfahrt nahe dem Jahrestief.
Warner Bros Discovery hat Paramount Skydance eine Frist bis zum kommenden Montag, den 23. Februar, gesetzt, um ein „bestes und letztes“ Angebot vorzulegen. Zwar plant das Warner-Management weiterhin die Abstimmung über den Netflix-Deal am 20. März, doch die Tür für eine nachgebesserte Offerte der Konkurrenz bleibt offen. Aktuell bietet Netflix 27,75 US-Dollar pro Aktie für die Studio- und Streaming-Sparten (Gesamtvolumen 82,7 Milliarden US-Dollar), während Paramount 30 US-Dollar für den Gesamtkonzern inklusive der TV-Sender auf den Tisch legt.
Finanzielle Munition vorhanden
Berichten zufolge verfügt Netflix über rund 9,03 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln (Stand 31. Dezember). Dieses Polster verschafft dem Konzern den nötigen Spielraum, um im Bieterwettstreit nachzulegen, falls Paramount das Angebot erhöht. Analysten sehen Netflix zwar noch in der Führungsrolle, warnen jedoch, dass der Preis am Ende der entscheidende Faktor sein wird. Laut Fusionsvertrag darf Netflix jede verbesserte Offerte von Paramount kontern.
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Aktie am Boden
Die Unsicherheit belastet den Kurs schwer. Am Donnerstag gaben die Titel um 1,3 Prozent nach und notieren im Bereich von 77 US-Dollar nahe dem 52-Wochen-Tief. Auf Jahressicht summieren sich die Verluste bereits auf rund 25 Prozent. Zusätzlich wächst der regulatorische Gegenwind: Neben Untersuchungen in Großbritannien steht eine Anhörung im US-Senat an. Prominente Stimmen aus der Filmindustrie warnen bereits schriftlich vor einer zu großen Marktmacht der geplanten Fusion.
Warners Zweifel an Paramount
Das Board von Warner Bros wies den jüngsten feindlichen Übernahmeversuch von Paramount am Dienstag zurück. Als Gründe wurden ungeklärte Fragen zur Finanzierung und Zweifel an den Zusagen der Eigenkapitalgeber genannt. Paramount versucht indes, diese Bedenken mit dem Angebot zusätzlicher Barzahlungen bei Verzögerungen und der Übernahme potenzieller Ausfallgebühren zu zerstreuen.
Die Entscheidung dürfte nun am kommenden Montag fallen, wenn die Frist für Paramount abläuft. Für den Sieger geht es um die Kontrolle über ein gewaltiges Inhaltsarchiv mit Marken wie „Harry Potter“ und „Game of Thrones“. Sollte Paramount kein überzeugendes, voll finanziertes Angebot vorlegen, bleibt der ursprüngliche Netflix-Deal die bevorzugte Option des Warner-Managements.
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