TKMS Aktie: Belastungen steigen?

Der Marineschiffbauer TKMS treibt den Bau des Forschungseisbrechers Polarstern voran und meldet starke operative Zahlen, während die Aktie trotz Rekordauftragsbestand deutliche Verluste verzeichnet.

Felix Baarz ·

Kurz zusammengefasst

  • Erfolgreiche Eisbrechversuche für Forschungsschiff Polarstern
  • Auftragsbestand erreicht über 20 Milliarden Euro
  • Aktienkurs verliert trotz angehobener Prognosen
  • Entscheidung über indischen U-Boot-Deal steht bevor

Der Kieler Marineschiffbauer TKMS beweist mit dem Neubau des Forschungseisbrechers Polarstern, dass er neben milliardenschweren Rüstungsaufträgen auch komplexe zivile Großprojekte planmäßig vorantreibt. Obwohl das operative Fundament mit angehobenen Prognosen und einem massiven Auftragsbestand so stark ist wie selten zuvor, strafen Anleger die Papiere derzeit ab. Diese Diskrepanz zwischen den Unternehmensfortschritten und der jüngsten Börsenbewertung rückt die kommenden Großentscheidungen in den Fokus.

Eiskanal-Tests und Werftumbau

Das Prestigeprojekt Polarstern hat entscheidende Hürden genommen. Wie das Alfred-Wegener-Institut mitteilte, wurden alle Eisbrechversuche mit einem maßstabsgetreuen Modell in der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt erfolgreich abgeschlossen. Parallel dazu steht das Zuliefernetzwerk: Die Mehrheit der Verträge für Antriebs- und Betriebssysteme ist vergeben. Um den für das Frühjahr 2027 geplanten Baustart abzusichern, investiert TKMS rund 200 Millionen Euro in den Umbau der Wismarer Werft zu einer Hybridproduktionsstätte.

Starke Zahlen treffen auf Kursverluste

Das zivile Standbein ergänzt ein florierendes Rüstungsgeschäft. Der Auftragsbestand kletterte zuletzt auf über 20 Milliarden Euro, angetrieben unter anderem durch norwegische U-Boot-Bestellungen. Auch das erste Quartal lieferte mit 545 Millionen Euro Umsatz und einer Bruttomarge von 17 Prozent solide Argumente. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose auf ein erwartetes Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent an.

An der Börse wurden diese fundamentalen Fortschritte allerdings ignoriert. Mit einem Schlusskurs von 74,45 Euro am Montag verzeichnete der Titel auf 30-Tage-Sicht einen deutlichen Rückgang von fast 22 Prozent. Der Kursverlauf spiegelt derzeit nicht das operative Wachstum wider, sondern eher die Ungeduld der Investoren bei ausstehenden internationalen Großaufträgen.

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Der Blick auf den Kalender

Besonders das indische Projekt 75 über sechs U-Boote im geschätzten Wert von bis zu neun Milliarden US-Dollar steht vor dem Abschluss. Die Kostenverhandlungen sind beendet, es fehlt lediglich die formelle Zustimmung des Sicherheitskabinetts in Neu-Delhi.

Die nächsten konkreten Wegmarken für das Unternehmen im Überblick:
* 1. April 2026: Start des indischen Fiskaljahres als potenzieller Impulsgeber für den U-Boot-Deal.
* 11. Mai 2026: Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das zweite Quartal.
* Mai/Juni 2026: Entscheidung der kanadischen Regierung über eine neue U-Boot-Flotte.

Bei der kanadischen Ausschreibung tritt TKMS im direkten Duell gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean an. Ein Zuschlag in Nordamerika oder die finale Unterschrift aus Indien würden dem Rekord-Auftragsbestand eine weitere Dimension hinzufügen und der aktuellen Kursschwäche harte, umsatzwirksame Fakten entgegensetzen.

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TKMS Aktie

74,45 EUR

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KGV
Sektor Technologie
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: DE000TKMS001 WKN: TKMS00

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