Der Fleischersatz-Pionier wagt den Ausbruch aus seinem kriselnden Kerngeschäft und betritt völlig neues Terrain. Mit der überraschenden Ankündigung einer eigenen Getränkelinie versucht das Unternehmen, den massiven Abwärtstrend zu stoppen und neue Umsatzquellen zu erschließen. Anleger reagierten prompt mit einem Kursplus von über 8 Prozent, doch kann dieser radikale Schritt die tiefgreifenden Probleme des Konzerns tatsächlich lösen?
Angriff auf neuen Markt
Unter dem Namen „Beyond Immerse“ lanciert das Unternehmen aus El Segundo eine Reihe pflanzlicher Proteingetränke. Die vorerst exklusiv über die eigene Test-Plattform erhältlichen Drinks basieren auf Erbsenprotein und sollen den Eintritt in den Bereich der „Functional Beverages“ markieren. CEO Ethan Brown will damit die Expertise des Konzerns in pflanzlicher Ernährung nutzen, um das Produktportfolio jenseits der klassischen Burger-Patties zu diversifizieren.
Dieser Schritt wirkt angesichts der Geschäftszahlen weniger wie ein Experiment und mehr wie eine Notwendigkeit. Während der Umsatz im Kerngeschäft mit Fleischalternativen im dritten Quartal 2025 um 13 Prozent einbrach, wuchs der Markt für Proteingetränke laut Innova Market Insights zwischen 2020 und 2024 um 122 Prozent. Beyond Meat versucht nun offensichtlich, die Wachstumslücke dort zu schließen, wo die Nachfrage der Konsumenten noch intakt ist – eine Strategie, die auch Wettbewerber wie Impossible Foods zunehmend verfolgen.
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Fundamentale Warnzeichen
Trotz der gestrigen Euphorie, die den Kurs auf 1,04 US-Dollar hievte, bleibt die finanzielle Realität ernüchternd. Die Aktie notiert weiterhin 99 Prozent unter ihren Allzeithochs und hat allein im vergangenen Jahr fast 74 Prozent an Wert eingebüßt. Mit einer negativen Gewinnmarge von rund 82 Prozent und einem anhaltenden Cash-Burn von über 41 Millionen US-Dollar steht das Unternehmen unverändert unter massivem Druck.
Der Erfolg des neuen Segments hängt nun maßgeblich von den Ergebnissen der limitierten Testphase ab. Die Mehrheit der Analysten bleibt trotz des neuen Hoffnungsträgers skeptisch und hält an Verkaufsempfehlungen fest. Das durchschnittliche Kursziel von 1,61 US-Dollar signalisiert zwar noch etwas Luft nach oben, doch für eine nachhaltige Wende muss das Unternehmen beweisen, dass die neuen Produkte skalierbar sind und die Margen verbessern können.
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