Uranium Energy hat Quartalszahlen vorgelegt — und gleichzeitig erlebte die Nuklearbranche in Paris ihren bislang stärksten politischen Rückenwind seit Jahrzehnten. Beides traf am selben Tag aufeinander. Der Blick auf das Unternehmen zeigt: Die Substanz stimmt, der Hochlauf stockt noch.
Solide Zahlen, gebremste Produktion
Im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2026 erzielte Uranium Energy rund 20 Millionen US-Dollar Umsatz — 200.000 Pfund Uran wurden zu je 101 US-Dollar verkauft. Der Bruttogewinn aus dem Uranverkauf lag bei 10 Millionen Dollar. Die Bilanz bleibt bemerkenswert: 818 Millionen Dollar Liquidität, keinerlei Schulden.
Beim Produktionsvolumen gab es gegenüber dem Vorquartal einen Rückgang. Verantwortlich dafür sind regulatorische Verzögerungen, die den Anlauf neuer Anlagenteile und die Inbetriebnahme der Burke Hollow Mine bremsen. Das Unternehmen hat die Mine — die neueste ISR-Urananlage der USA — baulich fertiggestellt: 129 Injektions- und Förderbrunnen, eine Ionenaustauschanlage mit einer Kapazität von 2.500 Gallonen pro Minute. Was fehlt, ist die abschließende Genehmigung der texanischen Umweltbehörde TCEQ. Das Management zeigte sich zuversichtlich, diese in Tagen oder Wochen zu erhalten.
Die Produktionskosten an der Christensen Ranch liegen bei 37,28 US-Dollar je Pfund gesamt, der reine Cash-Kostenanteil bei 30,52 Dollar — bei einem Verkaufspreis von 101 Dollar eine komfortable Marge.
Pariser Gipfel und ein fallender Uranpreis
Während die Bauarbeiten laufen, sendete die Weltpolitik starke Signale. Beim Nukleargipfel in Paris, organisiert vom französischen Außenministerium, unterzeichneten vier weitere Länder — darunter China und Brasilien — die Erklärung zur Verdreifachung der globalen Kernkraftkapazität bis 2050. Insgesamt stehen nun 38 Staaten hinter diesem Ziel. Die EU kündigte zudem eine neue Strategie für kleine modulare Reaktoren sowie eine Garantie von 200 Millionen Euro für private Investitionen in fortschrittliche Nukleartechnologien an.
Der Uranpreis reagierte auf diese Signale bislang nicht positiv: Nach einem Hoch von rund 101,50 Dollar je Pfund im Januar 2026 fiel der Spotpreis bis Mitte März auf etwa 85,90 Dollar. Ausschlaggebend war ein unerwarteter Produktionsanstieg aus Usbekistan, der das Angebot kurzfristig erhöhte. Langfristig greifen politische Signale dieser Art ohnehin anders: Versorgungsverträge für Kernkraftwerke laufen über drei bis zehn Jahre — neue Nachfrage entsteht nicht im nächsten Quartal, sondern über künftige Kontraktzyklen.
Integrierte Lieferkette als Ziel
Parallel zur laufenden Produktion treibt Uranium Energy mehrere Entwicklungsprojekte voran. Im Sweetwater-Projekt in Wyoming startete am 2. März ein Bohrprogramm mit 200 Löchern. Im kanadischen Athabasca-Becken ist das Roughrider-Projekt zu mehr als 30 Prozent in der Kernbohrphase für eine Vorstudienbewertung.
Das strategische Ziel ist eine vollständig integrierte amerikanische Lieferkette — von der Mine bis zur Konversion. Hintergrund: Konversionskapazitäten gelten weltweit als Engpass im Nuklearbrennstoffkreislauf, und die USA haben hier strukturellen Nachholbedarf. Zwei Präsidialerklärungen aus dem Jahr 2025 und Anfang 2026 unterstreichen den politischen Willen, diese Abhängigkeit zu reduzieren.
Sobald die ausstehenden Genehmigungen für Burke Hollow eintreffen, kann Uranium Energy den nächsten Produktionsschritt einleiten — die Infrastruktur dafür steht bereits.
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