Mercedes-Benz Aktie: Strategischer Spagat

Mercedes-Benz setzt Aktienrückkäufe fort, während Analysten angesichts möglicher Zölle vorsichtig bleiben. Das Unternehmen dementiert Spekulationen über eine Rückkehr nach Russland.

Kurz zusammengefasst:
  • Jefferies bestätigt Hold-Rating und Kursziel
  • Laufendes Rückkaufprogramm stützt Aktienkurs
  • Unternehmensführung gibt vorsichtige Prognose ab
  • Klare Zurückweisung von Russland-Gerüchten

Mercedes-Benz manövriert sich aktuell durch ein gemischtes Umfeld: Auf der einen Seite laufen massive Aktienrückkäufe, auf der anderen Seite bremsen Zollsorgen und geopolitische Unsicherheiten den Blick nach vorn. Im Zentrum steht die Frage, wie viel Zuversicht das Management trotz dieser Risiken ausstrahlt – und wie der Markt das einordnet.

Gestern schloss die Aktie bei 58,81 Euro. Damit liegt der Kurs rund 16 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber klar über dem Tief des vergangenen Jahres. Charttechnisch wirkt der Titel nach einem Monatsminus von knapp 16 % angeschlagen, bleibt jedoch über dem 200‑Tage-Durchschnitt.

Mercedes-Benz

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Jefferies bleibt vorsichtig – und Mercedes auch

Das Analysehaus Jefferies hat seine Einstufung für die Aktie bestätigt: Das Rating bleibt auf „Hold“, das Kursziel unverändert bei 65 Euro. Inhaltlich signalisiert die Studie Gelassenheit – aber keine Begeisterung.

Wesentliche Punkte der Jefferies-Einschätzung:

  • Einstufung: „Hold“
  • Kursziel: 65 Euro
  • Schätzungen: unverändert
  • Begründung: Vorsicht wegen möglicher neuer Zölle

Analyst Philippe Houchois verweist darauf, dass es keine Abweichungen von den bisherigen Unternehmenszielen gibt. Die geplanten Kennziffern stehen, doch das Management agiert bei der Prognose für 2026 bewusst zurückhaltend. Hintergrund sind vor allem Unsicherheiten rund um potenzielle neue Zölle, die das Geschäft spürbar belasten könnten.

Für den Markt bedeutet das: Bei den anstehenden Jahresergebnissen wird eher mit einer Prognose gerechnet, die eine breitere Spanne umfasst – also mehr Unsicherheit einpreist, statt eine enge, präzise Zielmarke auszugeben.

Rückkaufprogramm stützt den Kurs

Parallel dazu setzt Mercedes-Benz konsequent auf Kapitalrückführung an die Aktionäre. Das seit November 2025 laufende Aktienrückkaufprogramm wird weiter umgesetzt und bildet einen stabilisierenden Faktor für den Kurs.

Die wichtigsten Eckdaten:

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  • Zeitraum der jüngsten Käufe: 12. bis 16. Januar 2026
  • Volumen: 708.121 zurückgekaufte Aktien
  • Programmstart: 3. November 2025
  • Durchschnittskurse: zwischen 58,63 und 60,08 Euro

Durch die laufenden Rückkäufe sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien. Rein rechnerisch kann das den Gewinn je Aktie erhöhen und signalisiert gleichzeitig, dass das Management den aktuellen Börsenkurs als vertretbar beziehungsweise attraktiv ansieht.

Vor diesem Hintergrund ist auch der Blick auf die Kennzahlen interessant: Mit einem 30-Tage-Rückgang von rund 15,9 % und einem RSI von 36,3 ist die Aktie kurzfristig eher schwach gelaufen, bleibt aber etwa 7 % über ihrem 200‑Tage-Durchschnitt von 54,84 Euro. Das deutet auf eine Korrektur innerhalb eines intakten mittelfristigen Aufwärtstrends hin.

Russland-Gerüchte klar zurückgewiesen

Für zusätzliche Unruhe sorgten zuletzt Spekulationen um eine mögliche Rückkehr von Mercedes-Benz auf den russischen Markt. Auslöser waren neue Markenanmeldungen in Russland, die in Teilen der Öffentlichkeit als Hinweis auf eine strategische Kehrtwende interpretiert wurden.

Der Konzern hat diese Deutung deutlich zurückgewiesen. Ein Sprecher stellte klar, dass es sich bei den jüngsten Markenregistrierungen ausschließlich um eine rechtliche Schutzmaßnahme handelt. Ziel sei es, die eigenen Markenrechte zu sichern, damit sich kein Dritter daran bedienen kann. Eine operative Rückkehr nach Russland sei damit nicht verbunden.

Damit trennt das Unternehmen juristische Vorsorge klar von geschäftlichen Entscheidungen – ein wichtiger Punkt, um politische Spekulationen aus der Bewertungsdebatte herauszuhalten.

Fazit: Zwischen Vorsicht und Unterstützung

Unterm Strich zeigt sich ein ambivalentes Bild: Analysten wie Jefferies bleiben mit „Hold“ und einem moderaten Kursziel von 65 Euro verhalten, auch weil mögliche neue Zölle die Planung erschweren. Gleichzeitig signalisiert das laufende Rückkaufprogramm Vertrauen und wirkt dem jüngsten Kursrückgang entgegen.

Kurzfristig dürfte der Markt vor allem auf zwei Aspekte achten: die konkrete Bandbreite der Prognose zur Jahresergebnis-Veröffentlichung und den weiteren Fortschritt beim Rückkaufprogramm. Hält Mercedes die Balance zwischen vorsichtiger Guidance und aktionärsfreundlicher Kapitalpolitik, könnte der aktuelle Abstand von gut 16 % zum 52‑Wochen-Hoch eine Konsolidierungsphase markieren, statt den Beginn eines längerfristigen Abwärtstrends.

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