PayPal Aktie: Microsoft-Deal beflügelt

PayPal integriert seine Zahlungsabwicklung in Microsofts KI-Assistenten Copilot. Analysten sind uneins, ob die Partnerschaft das Wachstum im Wettbewerb mit Apple Pay und Block beschleunigen kann.

Kurz zusammengefasst:
  • Strategische Partnerschaft mit Microsoft für KI-Checkout
  • Gemischte Analystenbewertungen und Kursziele
  • Starke Quartalszahlen übertrumpfen Erwartungen
  • Nächste Quartalszahlen am 3. Februar 2026

PayPal hat eine Partnerschaft mit Microsoft angekündigt, die das Bezahlen direkt in Microsofts KI-Assistent Copilot ermöglicht. Während dieser strategische Schritt die Position im KI-getriebenen E-Commerce stärken könnte, herrscht unter Analysten Uneinigkeit über die weitere Entwicklung der Aktie.

Bezahlen ohne Umwege

Am 8. Januar gab PayPal bekannt, dass Nutzer künftig über Copilot Checkout einkaufen können, ohne die KI-Umgebung zu verlassen. PayPal übernimmt dabei die Abwicklung: von der Produktdarstellung über den Checkout-Prozess bis zur Kreditkartenzahlung. Händler können ihre Kataloge mit PayPals Agentic-Commerce-Diensten synchronisieren, wodurch Produkte in KI-gestützten Suchanfragen sichtbar werden.

PayPal

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Michelle Gill, Managerin für Kleinunternehmen bei PayPal, betont die strategische Bedeutung: „Die Zusammenarbeit mit Microsoft ist ein weiterer Schritt, Händler und Kunden in KI-gestützten Shopping-Umgebungen zu unterstützen.“ Microsoft-Daten zeigen, dass Shopping-Prozesse mit Copilot-Beteiligung zu 53 Prozent mehr Käufen innerhalb von 30 Minuten führen. Die Conversion-Rate liegt bei erkennbarer Kaufabsicht 194 Prozent höher als ohne KI-Unterstützung.

Mit der Integration steht PayPal neben Shopify und Stripe als Zahlungsanbieter in Microsofts KI-Infrastruktur. Bereits am 6. Januar hatte das Unternehmen seine Transaction Graph Insights vorgestellt – ein Analysetool, das Händlern Einblicke in das Kaufverhalten von über 430 Millionen Konten liefert.

Analysten uneins über Bewertung

Die Einschätzungen der Analysten fallen auseinander. Goldman Sachs senkte das Kursziel auf 65 US-Dollar, während Compass Point mit einem Verkaufsrating und einem Ziel von 56 US-Dollar noch pessimistischer urteilt. Monness Crespi & Hardt stufte die Aktie am 5. Januar von „Kaufen“ auf „Neutral“ herab.

Demgegenüber hält Susquehanna an einer positiven Einschätzung fest und sieht die Aktie bei 90 US-Dollar. Wall Street Zen hob das Rating am 10. Januar sogar von „Halten“ auf „Kaufen“ an. Im Konsens von 40 Analysten ergibt sich ein durchschnittliches Kursziel von 77,26 US-Dollar – rund 34 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Die Unsicherheit dreht sich um die Frage, ob PayPal das Wachstum im Branded Checkout angesichts des Wettbewerbs durch Block, Apple Pay und neue Fintech-Anbieter beschleunigen kann.

Zahlen und Ausblick

Für das dritte Quartal 2025 meldete PayPal einen Gewinn je Aktie von 1,34 US-Dollar – 14 Cent über der Konsensschätzung. Der Umsatz stieg um 7,3 Prozent auf 8,42 Milliarden US-Dollar. Das Management prognostiziert für das Gesamtjahr 2025 einen Gewinn von 5,35 bis 5,39 US-Dollar je Aktie, was über den Analystenschätzungen von etwa 5,03 US-Dollar liegt.

Die nächsten Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 folgen am 3. Februar 2026. Erwartet wird ein Gewinn von 1,29 US-Dollar je Aktie. Wie sich die Microsoft-Partnerschaft und die neuen Datenanalyse-Tools auf die Kennzahlen auswirken, wird sich dann zeigen.

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