Ein Dämpfer für den Softwarekonzern oder eine strategische Einstiegschance? Sowohl die UBS als auch Barclays haben zum Wochenstart ihre Kursziele für SAP deutlich nach unten korrigiert. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Die Experten bleiben trotz der Anpassungen überraschend zuversichtlich für das Börsenjahr 2026.
Bewertungsumfeld drückt auf die Ziele
Die Schweizer Großbank UBS und die britische Investmentbank Barclays zogen am Wochenende nahezu identische Schlüsse. Beide Häuser senkten ihr Kursziel von ehemals 300 auf nun 270 Euro – ein Abschlag von zehn Prozent. Dennoch halten beide an ihren positiven Einschätzungen („Buy“ beziehungsweise „Overweight“) fest.
Der Grund für die Anpassung liegt laut UBS-Analyst Michael Briest nicht in operativen Problemen bei den Walldorfern. Vielmehr führe eine allgemein gesunkene Bewertung im Cloud-Sektor zu den neuen Rechenmodellen. Fundamental stünden die Zeichen bei SAP für 2026 sogar auf Beschleunigung. Damit signalisieren die Analysten: Die Aktie wird nicht wegen eigener Schwäche, sondern aufgrund des marktwirtschaftlichen Umfelds günstiger bewertet.
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Charttechnik sendet Lebenszeichen
Während die Analysten ihre Excel-Tabellen anpassen, sendet der Chart vorsichtige Entspannungssignale. Nachdem die Aktie seit August 2025 in einem übergeordneten Abwärtstrend rund 15 Prozent an Wert verloren hatte, gelang am vergangenen Donnerstag der Sprung über die 50-Tage-Linie.
Mit einem aktuellen Kurs um 212 Euro scheint die psychologisch wichtige Marke von 200 Euro als Boden zu halten. Das 12-Monats-Tief von 201,60 Euro, das erst am 2. Januar markiert wurde, konnte damit vorerst verteidigt werden. Der Weg zur langfristig entscheidenden 200-Tage-Linie ist jedoch noch weit – hier fehlen aktuell rund zehn Prozent.
Blick auf die Zahlen
Das Unternehmen befindet sich momentan in der „Quiet Period“ und darf keine Wasserstandsmeldungen abgeben. Der Fokus der Marktteilnehmer verschiebt sich daher vollständig auf den 29. Januar 2026. Wenn SAP an diesem Tag um 06:00 Uhr die Bücher öffnet, muss der Konzern beweisen, dass das währungsbereinigte Cloud-Wachstum von zuletzt 27 Prozent aufrechterhalten werden kann und die Sorgen um das laufende EU-Verfahren zu den Wartungsrichtlinien überwiegt.
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