Die US-Großbank Goldman Sachs hat ihre Beteiligung an TeamViewer deutlich ausgebaut und überschreitet dabei erstmals die meldepflichtige Schwelle von fünf Prozent. Der Schritt erfolgt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt: Die Aktie des Softwareunternehmens notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief und weist gleichzeitig die niedrigste Bewertung im MDAX auf.
Die wichtigsten Fakten:
– Goldman Sachs hält nun 5,37% der Stimmrechte (zuvor 4,31%)
– Großteil der Position über Finanzinstrumente wie Swaps und Optionen
– TeamViewer mit niedrigstem KGV im MDAX für 2026 (geschätzt 5,2)
– Aktie bewegt sich mit 5,73 Euro nahe 52-Wochen-Tief von 5,41 Euro
Position überwiegend über Derivate
Die Struktur der Goldman-Beteiligung ist ungewöhnlich: Nur 0,78 Prozent werden direkt als Aktien gehalten. Der weitaus größere Teil von 4,59 Prozent entfällt auf Finanzinstrumente – darunter Rückrufrechte, Swaps und Call-Optionsscheine. Diese Konstellation deutet auf eine komplexe Handelsstrategie hin, die über eine klassische Buy-and-Hold-Position hinausgeht.
Der Zeitpunkt der Aufstockung am 27. Januar fiel in eine Phase erhöhter Volatilität. Im Januar hatten mehrere Hedgefonds neue Leerverkaufspositionen gegen TeamViewer gemeldet, was zusätzlichen Druck auf den Kurs ausübte.
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Niedrigste Bewertung trifft auf Short-Interesse
Die Diskrepanz zwischen fundamentaler Bewertung und Marktsentiment ist eklatant. Für 2026 liegt das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 5,2 – der niedrigste Wert unter allen MDAX-Titeln. Gleichzeitig bewegte sich die Aktie zuletzt in einem Abwärtstrend und verlor binnen zwölf Monaten knapp 50 Prozent an Wert.
Die erhöhte Short-Aktivität im Januar verschärfte die Situation zusätzlich. Das Zusammenspiel aus niedriger Bewertung und hohem Leerverkaufsinteresse schafft ein spannungsgeladenes Umfeld.
Geschäftszahlen als Richtungsentscheidung
Am 10. Februar legt TeamViewer den Geschäftsbericht für 2025 vor. Der Termin dürfte zeigen, ob die niedrige Bewertung gerechtfertigt ist oder eine Chance darstellt. Besonders der Ausblick des Managements auf 2026 wird entscheidend sein – sowohl für die Long-Position von Goldman Sachs als auch für die Short-Seller, die auf weitere Kursverluste setzen.
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