Der weltgrößte Chemiekonzern drückt aufs Tempo bei der Neuausrichtung. Während Kostensenkungen und Portfolioanpassungen erste Erfolge liefern, trübt ein schwacher Ausblick für das Jahr 2026 das Bild. CEO Markus Kamieth bereitet die Aktionäre auf eine anhaltende Durststrecke vor, die durch geopolitische Spannungen und negative Währungseffekte zusätzlich erschwert wird.
Gegenwind drückt auf die Marge
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert verfehlt die Markterwartungen deutlich. Verantwortlich für diese Zurückhaltung sind primär veränderte globale Handelsbedingungen. Höhere US-Zölle lenken Warenströme um und verschärfen den Wettbewerbsdruck in Regionen mit niedrigeren Importbarrieren.
Zusätzlich belastet die Schwäche des US-Dollars, die das Ergebnis allein im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro schmälern könnte. Angesichts dieser Hürden notiert das Papier aktuell bei 48,15 Euro und sucht knapp über der 50-Tage-Linie nach charttechnischem Halt. Von einer schnellen konjunkturellen Belebung geht die Konzernspitze kurzfristig nicht aus.
Radikalkur zeigt Wirkung
Um dem widrigen Makroumfeld zu trotzen, treibt BASF die interne Restrukturierung konsequent voran. Das Sparprogramm liefert bereits handfeste Ergebnisse: Bis Ende 2025 wurden jährliche Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro realisiert, was die ursprünglichen Planungen übertrifft. Parallel dazu baut das Unternehmen das eigene Portfolio zügig um.
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Während Randbereiche wie das Lackgeschäft im zweiten Quartal veräußert werden sollen, stärkt der Konzern gezielt zukunftsträchtige Segmente. Ein Beispiel ist die geplante Übernahme des Biopestizid-Spezialisten AgBiTech in der ersten Jahreshälfte. Gleichzeitig wird die Agrarsparte für einen möglichen Börsengang bis 2027 strukturell vorbereitet.
Dividende als finanzielle Brücke
Um Investoren in dieser herausfordernden Übergangsphase an Bord zu halten, setzt das Management auf kontinuierliche Ausschüttungen. Die Dividende soll bei 2,25 Euro je Aktie stabil bleiben. Allerdings offenbart ein Blick auf die Kasse ein strukturelles Problem: Der erwartete freie Cashflow von maximal 2,3 Milliarden Euro wird voraussichtlich nicht ausreichen, um diese Zahlung vollständig aus den laufenden Einnahmen zu decken. Flankiert wird die Dividende von einem Rückkaufprogramm, bei dem allein Anfang März rund 3,6 Millionen eigene Aktien erworben wurden.
Der nächste wichtige Termin für Anteilseigner ist der 30. April 2026. An diesem Tag präsentiert BASF die Ergebnisse des ersten Quartals und stellt sich auf der Hauptversammlung in Mannheim den Fragen der Aktionäre. Dann muss das Management detailliert aufzeigen, wie die angelaufenen Einsparungen den anhaltenden Margendruck im schwächelnden europäischen Heimatmarkt kompensieren sollen.
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