Bei Vonovia läuft alles auf einen Stichtag hinaus: Am 19. März legt der Konzern den Jahresabschluss 2025 vor – und damit den ersten vollständigen Bericht unter CEO Luka Mucic. Entscheidend sind weniger nette Worte zur Strategie, sondern harte Fakten zu EBITDA, Finanzierung und Dividendenlinie. Kann das Management damit endlich mehr Planbarkeit liefern?
Neuer CEO, klare Erwartungen
Seit Januar 2026 steht Luka Mucic an der Spitze. Parallel kündigte Vonovia an, dass Vorstandsmitglied Daniel Riedl das Unternehmen Ende Mai im gegenseitigen Einvernehmen verlässt. Der Geschäftsbericht am 19. März wird damit zur ersten großen Standortbestimmung des neuen Führungsteams.
An der Börse spiegelt sich die Spannung bereits wider: Heute notiert die Aktie bei 25,64 Euro (-1,61%). Auf Wochensicht steht ein Minus von 10,19% zu Buche – trotz eines Plus von 6,30% seit Jahresanfang. Der Kurs liegt damit nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt (25,57 Euro), während der RSI mit 37,3 auf eine eher schwache kurzfristige Dynamik hindeutet.
EBITDA und Kapitalstruktur im Fokus
Im Zentrum steht die operative Entwicklung. Für 2026 stellt das Management ein bereinigtes EBITDA von 2,95 bis 3,05 Mrd. Euro in Aussicht. In den ersten neun Monaten 2025 lag das bereinigte EBITDA bei 2,1 Mrd. Euro, ein Plus von 6,4%. Wichtig wird außerdem, ob das im November bestätigte Ziel für 2025 – rund 2,8 Mrd. Euro Adjusted EBITDA – erreicht wurde.
Für Investoren hängt daran mehr als nur ein Ergebniswert: Mit dem EBITDA verknüpft sich die Frage, wie robust die Kapitalstruktur wirkt – also Verschuldung, Zinslast und damit auch der Spielraum für die Ausschüttungspolitik.
Refinanzierung und Dividende: Signale vor dem Stichtag
Beim Thema Finanzierung hat Vonovia bereits vorgelegt. Der Konzern platzierte eine neue Anleihe mit Laufzeit bis Februar 2036 und einem Kupon von 2,94%. Die Erlöse sollen vor allem in ein Rückkaufangebot für unbesicherte Euro-Anleihen fließen, die bis 2027 fällig werden. Das Ziel: kürzere Laufzeiten gegen längere tauschen und das Fälligkeitsprofil glätten.
Bereits im November 2025 folgte zudem die Platzierung von drei Eurobond-Serien mit insgesamt 2,25 Mrd. Euro (7, 11 und 15 Jahre Laufzeit). Der durchschnittliche Zins lag bei 3,96%, die Emission war 3,4-fach überzeichnet.
Auch bei der Dividende geht es um Kapitaldisziplin. Für 2024 erhöhte Vonovia auf 1,22 Euro je Aktie. Aktionäre konnten erneut zwischen Bar- und Aktiendividende wählen – und ein relevanter Teil entschied sich für die Aktiendividende, was den Stellenwert von Liquidität und Bilanzsteuerung unterstreicht.
Ein weiteres Pflichtsignal vor dem Bericht: Vonovia veröffentlichte aktualisierte Stimmrechtszahlen. Zum Ende Februar 2026 lag die Gesamtzahl der Stimmrechte bei 848.261.274.
Zum Fahrplan: Am 7. Mai 2026 folgen die Q1-Zahlen, am 21. Mai 2026 die Hauptversammlung. Der Ton für beides dürfte aber schon am 19. März gesetzt werden – mit der Bestätigung (oder Präzisierung) des EBITDA-Rahmens 2026 und konkreten Aussagen zur Refinanzierung und Kapitalstruktur.
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