Valneva Aktie: Gewinnmitnahmen belasten

Die Valneva-Aktie verliert nach einer starken Jahresrally an Boden. Der Kurs hängt nun entscheidend von den erwarteten Phase-3-Daten zum Lyme-Borreliose-Impfstoff im ersten Halbjahr 2026 ab.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie notiert deutlich unter 52-Wochen-Hoch
  • Ergebnisse der VALOR-Studie für 2026 erwartet
  • Chikungunya-Partnerschaft wurde beendet
  • Unternehmen verzeichnet weiterhin operative Verluste

Die Valneva-Aktie gerät zum Wochenstart unter Druck und fällt unter die 4,30-Euro-Marke. Trotz einer beeindruckenden Jahresperformance von knapp 100 Prozent zeigen sich Anleger nervös – und warten auf die entscheidenden Studiendaten zum Borreliose-Impfstoff.

Die wichtigsten Fakten:

Valneva

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  • Aktueller Kurs: 4,39 Euro (Freitag-Schluss)
  • Performance 12 Monate: +98 Prozent
  • Phase-3-Daten zum Lyme-Borreliose-Impfstoff erwartet im ersten Halbjahr 2026
  • Marktkapitalisierung: rund 735 Millionen Euro
  • Negative operative Entwicklung belastet weiterhin

Technischer Rücksetzer nach starker Rally

Am Montagmorgen notiert die Aktie des französischen Impfstoffspezialisten bei 4,26 Euro auf Lang & Schwarz – ein Minus von 0,88 Prozent. Nach der massiven Kursrally der vergangenen zwölf Monate nutzen Investoren die nachrichtenarme Phase offenbar für Gewinnmitnahmen.

Die technische Situation zeigt sich durchwachsen: Während die Aktie deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 3,61 Euro handelt, liegt sie rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro. Der RSI-Wert von 18,9 deutet auf eine kurzfristig überverkaufte Lage hin.

Alles hängt an VALOR-Studie

Der entscheidende Kurstreiber bleibt die laufende Phase-3-Studie „VALOR“ zum Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. Die Ergebnisse werden für das erste Halbjahr 2026 erwartet. Da es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gegen Lyme-Borreliose gibt, könnte Valneva bei positiven Daten einen lukrativen Markt erschließen.

Allerdings erhöht diese Abhängigkeit von einem einzigen Datenpunkt die Volatilität. Solange keine konkreten Ergebnisse vorliegen, fehlt der Aktie ein klarer fundamentaler Treiber für nachhaltige Kursanstiege.

Chikungunya-Rückschlag wirkt nach

Belastend wirkt weiterhin die zum Jahresende 2025 beendete Lizenzvereinbarung mit dem Serum Institute of India für den Chikungunya-Impfstoff. Der Ausstieg aus der Partnerschaft wirft Fragen zur Vermarktungsstrategie in wichtigen Schwellenländern auf.

Fundamental bleibt die Situation angespannt: Mit einem Verlust je Aktie von -0,355 Euro schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen. Die liquiden Mittel von 143,5 Millionen Euro (Stand September 2025) verschaffen zwar Spielraum, erhöhen aber den Druck auf operative Erfolge.

Die kommenden Wochen dürften von abwartender Zurückhaltung geprägt sein. Ohne neue Katalysatoren aus der Pipeline bleibt die Aktie anfällig für technische Korrekturen. Entscheidend wird, ob die VALOR-Daten im ersten Halbjahr die hohen Erwartungen erfüllen können.

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