Strategy Aktie: Vorzeitiges Stoppzeichen?

Der Indexanbieter MSCI prüft eine Umklassifizierung von Strategy als Fonds, was zu milliardenschweren Zwangsverkäufen führen könnte. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.

Kurz zusammengefasst:
  • MSCI prüft Umklassifizierung bis 15. Januar 2026
  • Mögliche Zwangsverkäufe von 8,8 Milliarden Dollar
  • Bitcoin-Anteil übersteigt 50 Prozent der Vermögenswerte
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief trotz Bitcoin-Käufe

Strategy steht vor einer folgenschweren Entscheidung: Der Indexanbieter MSCI prüft bis zum 15. Januar 2026, ob das Unternehmen aufgrund seiner massiven Bitcoin-Bestände künftig als „Fonds“ statt als operatives Unternehmen eingestuft wird. Das hätte drastische Konsequenzen – JPMorgan beziffert mögliche Zwangsverkäufe durch Passivfonds auf rund 8,8 Milliarden Dollar.

Die Ausgangslage verschärft sich

Die Aktie notiert am Freitag nahe ihrem 52-Wochen-Tief bei rund 155 Dollar. Seit Einführung der Bitcoin-Strategie im Jahr 2020 verzeichnet das Unternehmen erstmals eine Verlustserie über sechs Monate. Der Grund: Strategy hält mittlerweile 672.497 BTC im Unternehmensdepot – mehr als die Hälfte der gesamten Vermögenswerte.

Strategy

US5949724083
-
Heute: -
7 Tage: -

Diese Konzentration wird nun zum Problem. Überschreitet der Krypto-Anteil die 50-Prozent-Schwelle dauerhaft, könnte MSCI das Unternehmen umklassifizieren. Für passive Indexfonds wäre Strategy dann nicht mehr investierbar – unabhängig von den fundamentalen Aussichten.

Parallel kauft das Management weiter zu: Zuletzt flossen 108,8 Millionen Dollar in 1.229 weitere Bitcoin zu durchschnittlich 88.568 Dollar je Coin. Finanziert wurde dies durch Kapitalerhöhungen im Volumen von 2,67 Milliarden Dollar Ende 2025.

Bitcoin steigt – die Aktie fällt

Während Bitcoin am Freitag bei 89.334 Dollar notiert und leicht im Plus liegt, bleibt die Strategy-Aktie abgekoppelt. Der frühere Aufschlag gegenüber dem Nettoinventarwert ist weitgehend verschwunden.

Das liegt zum einen an der Verwässerung durch die Kapitalerhöhungen, zum anderen am Vertrauensverlust der Anleger. Mit dem Aufkommen von Spot-Bitcoin-ETFs hat Strategy seine Alleinstellung als institutioneller Krypto-Zugang verloren. Die ETFs verzeichneten Ende 2025 Abflüsse von 4,57 Milliarden Dollar – auch das ein Zeichen für nachlassenden Appetit auf indirekte Bitcoin-Investments.

Technisch steht die Aktie unter Druck: Der RSI liegt bei 31 und signalisiert überverkaufte Niveaus, ohne dass sich eine Stabilisierung abzeichnet. Die Unterstützung bei 151,42 Dollar gilt als kritische Marke.

Entscheidung am 15. Januar

Bis MSCI am 15. Januar Klarheit schafft, dürfte sich wenig bewegen. Eine Bestätigung des aktuellen Status würde die Verkaufsängste dämpfen, eine Umklassifizierung hingegen den befürchteten Abfluss auslösen.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch – 88,9 Prozent der Ratings lauten auf „Kaufen“. Doch diese Einschätzungen basieren auf langfristigen Bitcoin-Szenarien. Kurzfristig hängt alles an der Indexfrage. Fällt die 151-Dollar-Marke, drohen weitere technische Verkäufe – unabhängig davon, wie sich Bitcoin entwickelt.

Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 2. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Weitere Artikel zu Strategy

Neueste News

Alle News

Strategy Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten