Der deutsche Leitindex bewegt sich weiter in einer engen Spanne. Am Donnerstag eröffnete der DAX zunächst 0,32 Prozent schwächer bei 25.095 Punkten, konnte sich im Handelsverlauf aber ins Plus vorarbeiten. Zur Mittagszeit notierte der Index bei 25.244 Zählern – ein Plus von 0,27 Prozent.
Seit Mitte Januar, als der DAX mit 25.507 Punkten sein Allzeithoch markierte, tritt das Börsenbarometer auf der Stelle. Die aktuelle Konsolidierung zwischen 25.000 und 25.200 Punkten wird durch eine Branchenrotation gestützt, die seit Wochen für relative Stabilität sorgt.
NVIDIA enttäuscht die Optimisten
Die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des KI-Chipriesen NVIDIA konnten die jüngsten Sorgen im Technologiesektor nicht zerstreuen. Zwar übertrafen Umsatz und Gewinn erneut die Erwartungen, doch Aussagen von Finanzchefin Collette Kress zum möglichen Konkurrenzdruck aus China ließen aufhorchen. Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners kommentierte: Die Zahlen reichten nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen. Die Anleger bleiben vorsichtig.
Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch in den DAX-Kursen wider. Trotz positiver Vorzeichen fehlt es der Aufwärtsbewegung an Schwung – ein Warnsignal, das Marktbeobachter nicht ignorieren sollten.
Dünnes Handelsvolumen als Risikofaktor
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, warnt vor einer trügerischen Ruhe: „Die Stimmung bleibt verhalten optimistisch, doch das Handelsvolumen entwickelt sich seit Tagen rückläufig.“ Die aktuelle Konsolidierungsphase stehe dadurch auf tönernen Füßen.
Das sinkende Volumen ist ein klassisches Warnsignal. Ohne Rückkehr größerer Käufer könnte die Unterstützung bei 25.000 Punkten schnell unter Druck geraten. Allerdings bietet diese Konstellation auch Chancen: Sollten institutionelle Investoren zurückkehren, könnte der Index unter höherem Handelsvolumen zügig anziehen.
Divergenz zwischen Deutschland und USA
Bemerkenswert ist die unterschiedliche Stimmungslage diesseits und jenseits des Atlantiks. Während in den USA laut AAII Sentiment Survey der Anteil pessimistischer Privatanleger auf 39,8 Prozent gestiegen ist, wechselten in Deutschland drei Prozent der Befragten vom Bären- ins Bullenlager. Der Optimistenanteil liegt nun bei 50 Prozent.
Diese transatlantische Gegenbewegung ist ungewöhnlich. Normalerweise folgen deutsche Anleger der Wall-Street-Stimmung mit kurzer Verzögerung. Die aktuelle Abkopplung könnte auf unterschiedliche Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung hindeuten – oder aber eine gefährliche Divergenz darstellen, die sich in den kommenden Wochen auflösen wird.
Die nächsten Handelstage dürften zeigen, ob die deutschen Anleger mit ihrem Optimismus richtig liegen oder ob die US-Skepsis berechtigt ist.
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