Micron Aktie: Aggressive Expansion

Der Speicherhersteller Micron treibt seine Kapazitäten für KI-Chips massiv voran, kauft eine Fabrik in Taiwan und plant eine zweite. Die Aktie notiert auf Rekordhoch vor den Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst:
  • Übernahme einer Fabrik in Taiwan und Bau einer zweiten
  • Ausbau von Kapazitäten für KI-Hochleistungsspeicher (HBM)
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • Quartalsbilanz mit starkem Umsatzwachstum erwartet

Der Speicherchip-Hersteller Micron drückt beim Ausbau seiner Produktionskapazitäten massiv aufs Tempo. Nur wenige Tage vor der mit Spannung erwarteten Quartalsbilanz hat das Unternehmen nicht nur eine Fabrik-Übernahme in Taiwan abgeschlossen, sondern direkt den Bau einer zweiten Anlage angekündigt. Treiber dieser Eile ist der unstillbare Hunger der Tech-Industrie nach speziellen Speicherbausteinen für Künstliche Intelligenz.

Am Wochenende vollzog der Konzern offiziell den Kauf des Tongluo-Werks der Powerchip Semiconductor Manufacturing Corporation (PSMC). Die bestehenden Reinräume werden nun umgerüstet, um die Produktion von High-Bandwidth Memory (HBM) schnellstmöglich hochzufahren. Diese Hochleistungsspeicher sind für den Betrieb moderner KI-Prozessoren unverzichtbar. Weil die Nachfrage das Angebot derzeit weit übersteigt, plant Micron auf demselben Gelände bereits eine weitere Fabrik in ähnlicher Größenordnung. Der Baubeginn ist für Ende des Geschäftsjahres 2026 angesetzt.

Micron

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Milliarden für den KI-Boom

Der Schritt in Taiwan reiht sich nahtlos in eine weltweite Investitionswelle ein. Erst Ende Februar eröffnete Micron eine neue Anlage in Indien, flankiert von einem weiteren Großprojekt in Singapur. Analysten werten dieses Tempo als Zeichen operativer Stärke, da die HBM-Kapazitäten des Unternehmens für das laufende Jahr Berichten zufolge bereits restlos ausverkauft sind. Mehrere Wall-Street-Häuser, darunter Wedbush und Citigroup, hoben in den vergangenen Tagen ihre Kursziele für die Aktie an.

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Diese fundamentale Stärke spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Die Papiere schlossen am Freitag exakt auf ihrem neuen 52-Wochen-Hoch von 371,80 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel damit einen Wertzuwachs von fast 295 Prozent.

Quartalszahlen im Fokus

Die physische Expansion liefert die Kulisse für die anstehenden Quartalszahlen am kommenden Mittwoch. Experten rechnen mit einem rasanten Umsatzsprung auf 18,7 Milliarden US-Dollar, was einem sequenziellen Wachstum von rund 37 Prozent gegenüber dem Vorquartal entsprechen würde. Finanzchef Mark Murphy deutete bereits im Februar an, dass die Bestellungen die eigenen Liefermöglichkeiten deutlich übersteigen.

Mit der gesicherten Fertigung in Taiwan und einer vertieften Partnerschaft mit PSMC bei fortschrittlichen Verpackungstechnologien festigt Micron seine Position in der KI-Lieferkette. Die ersten Auslieferungen aus dem neuen Werkskomplex sind für das Geschäftsjahr 2028 fest eingeplant. Zunächst wird jedoch die Bilanzvorlage am 18. März konkrete Daten darüber liefern, wie stark sich die Preissetzungsmacht bei HBM-Chips bereits in den aktuellen Gewinnmargen niederschlägt.

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