Die Sperrung der Straße von Hormuz durch iranische Streitkräfte hat den Ölmarkt in einen Ausnahmezustand versetzt. In den frühen Handelsstunden am Montag schoss der Preis für die US-Sorte WTI steil nach oben und markiert damit eine der heftigsten Neubewertungen des letzten Jahrzehnts. Steht die Weltwirtschaft vor einem dauerhaften Versorgungsschock?
Globale Lieferkette unterbrochen
WTI wird aktuell bei rund 114,00 USD pro Barrel gehandelt, was einem massiven Anstieg von über 25 % gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag entspricht. Das Handelsvolumen liegt derzeit 340 % über dem 20-Tage-Durchschnitt, da institutionelle Anleger ihre Positionen hektisch gegen einen totalen Lieferstopp absichern. Die Panikkäufe spiegeln die Sorge wider, dass mit der Straße von Hormuz die wichtigste Energieader der Welt blockiert ist, durch die üblicherweise 20 % des globalen Öls fließen.
Zusätzlich verschärfen Produktionsausfälle im Nahen Osten die Lage. Die Förderung im Irak ist um 70 % auf nur noch 1,3 Millionen Barrel pro Tag eingebrochen, während Kuwait bereits am Samstag „höhere Gewalt“ (Force Majeure) für seine Lieferungen erklärte. Zwar versucht Saudi-Arabien, Öl über Häfen am Roten Meer umzuleiten, doch der gleichzeitige Ausfall der Ras-Tanura-Raffinerie vergrößert das Defizit weiter.
Charttechnik in Extremsituation
Technisch betrachtet hat WTI mit dem Durchbrechen der Marke von 105,76 USD die Mehrjahreshoch aus dem Jahr 2022 hinter sich gelassen und bewegt sich nun in unbekanntem Terrain. Die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke fungiert nun als Notfall-Unterstützung.
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Obwohl der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 88 eine extrem überkaufte Marktlage signalisiert, ignorieren die Preise herkömmliche Indikatoren aufgrund des fundamentalen Schocks. Das Volumenprofil zeigt massive Akkumulationen zwischen 105 und 108 USD, was darauf hindeutet, dass Großanleger sich eher auf eine länger anhaltende Krise als auf eine kurze Spitze einstellen.
Folgen für die Weltmärkte
Die Auswirkungen der Energiekrise ziehen weite Kreise. Während die US-Benzinpreise innerhalb einer Woche bereits um 16 % gestiegen sind, hat die Flucht in sichere Häfen den US-Dollar gegenüber dem Yen deutlich aufwerten lassen. Analysten von Goldman Sachs und Kpler halten einen Anstieg von WTI auf 150 USD bis Ende März für möglich, sofern kein diplomatischer Durchbruch zur Öffnung der Seewege gelingt.
Ohne eine Deeskalation in der Golfregion ist in den kommenden Handelstagen mit weiteren Preisprüngen und einer Ausweitung der Volatilität zu rechnen. Besonders die angekündigten US-Militäreskorten für Tanker dürften kurzfristig entscheiden, ob sich die Versorgungslage stabilisiert oder die Risikoprämien weiter steigen.
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