Goldman Sachs hat seine gemeldeten Stimmrechte bei Nordex spürbar ausgeweitet. Die neue Transparenzmitteilung kommt in einer Phase, in der der Aktionärskreis zuletzt durch eine größere Platzierung bewegt wurde. Entscheidend ist dabei: Der Zuwachs basiert nur zu einem kleinen Teil auf direkt gehaltenen Aktien.
Wichtige Fakten auf einen Blick
– Neuer Gesamtstimmrechtsanteil: 8,08% (zuvor 4,35%)
– Schwellenberührung: bereits Anfang Februar
– Struktur: 1,59% Aktien, 6,49% über Finanzinstrumente
Was hinter dem Stimmrechtsplus steckt
Laut der am Montagabend veröffentlichten Mitteilung überschritt Goldman Sachs die relevanten Meldeschwellen bereits am 3. Februar. Insgesamt beläuft sich der Stimmrechtsanteil nun auf 8,08%.
Auffällig ist die Zusammensetzung: Direkt hält die US-Investmentbank 1,59% der Stimmrechte, das entspricht rund 3,76 Millionen Aktien. Der größere Block läuft über Finanzinstrumente (6,49%). Genannt werden dabei vor allem Rückübertragungsansprüche aus Wertpapierleihgeschäften („Right to recall“), ergänzt durch Swaps und Put-Optionen.
Heißt das automatisch, dass Goldman Sachs massiv Nordex-Aktien gekauft hat? Nicht zwingend – die Meldung zeigt vor allem eine stark instrumentengetriebene Positionierung, während der direkte Aktienanteil vergleichsweise klein bleibt.
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Kontext: Platzierung und jüngste Aufträge
Die Meldung folgt nur wenige Tage nach einer größeren Transaktion im Aktionärskreis: Ende Januar platzierte Großaktionärin Susanne Klatten über Skion rund 7 Millionen Aktien am Markt. Das sorgte damals kurzfristig für Kursdruck.
Operativ meldete Nordex zum Jahresstart neue Bestellungen: Im Januar kamen Aufträge über 220 MW aus Großbritannien, der Türkei und Litauen zusammen. In Litauen geht es um Turbinen der Delta4000-Serie in einer Kaltklima-Ausführung. Zusätzlich wurde ein Rahmenvertrag mit Verbund Green Power über potenzielle Lieferungen von bis zu 700 MW bis 2030 bekannt.
Im Blickpunkt bleibt damit kurzfristig vor allem die Aktionärsstruktur: Nach der Platzierung Ende Januar liegt nun eine Stimmrechtsmeldung mit 8,08% von Goldman Sachs vor – überwiegend über Instrumente und nur zu 1,59% über direkt gehaltene Aktien.
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