BASF Aktie: Sorgen unterm Teppich?
Der Chemiekonzern BASF führt umfangreiche Aktienrückkäufe durch, sieht sich aber vor der Quartalsveröffentlichung am 30. April mit gedämpften Erwartungen und einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert.

Kurz zusammengefasst
- Aktienrückkaufprogramm läuft mit hohem Volumen
- Quartalszahlen und Hauptversammlung am 30. April
- Gedämpfte Erwartungen durch schwache Nachfrage
- Kosteneinsparungen sollen Ergebnis stützen
Die BASF schiebt derzeit im Wochentakt Millionenbeträge über die Börse. Das laufende Aktienrückkaufprogramm läuft auf Hochtouren. Hinter den Kulissen braut sich allerdings ein anspruchsvolles Marktumfeld zusammen. Am 30. April müssen die Ludwigshafener Farbe bekennen.
Allein Mitte April sammelte der Chemiekonzern über die Frankfurter Börse gut 124.000 eigene Papiere ein. Damit steigt das Gesamtvolumen des aktuellen Programms auf mehr als 19,5 Millionen zurückgekaufte Aktien. Finanziert wird diese Tranche maßgeblich aus den Erlösen des jüngsten Lacksparten-Verkaufs. Bis Mitte März hatte das Unternehmen bereits fast 790 Millionen Euro der genehmigten Summe genutzt.
Das aktuelle Teilprogramm läuft noch bis Ende Juni und schöpft einen Rahmen von bis zu 1,5 Milliarden Euro aus. Langfristig plant der Vorstand bis Ende 2028 eine Kapitalrückführung von insgesamt vier Milliarden Euro.
Warnsignale vor dem Doppeltermin
Ende April bündeln sich die Ereignisse. Auf der Hauptversammlung am 30. April stimmen die Aktionäre über den Dividendenvorschlag von 2,25 Euro je Anteilsschein ab. Parallel dazu legt das Management die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Hier hat der Vorstand die Erwartungen bereits im Vorfeld gedämpft.
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Eine schwache Nachfrage aus dem europäischen Automobil- und Bausektor bremst das operative Geschäft. Erschwerend kommt ein massiver Währungseffekt hinzu. Ein schwacher US-Dollar könnte das Quartalsergebnis um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Um im Kerngeschäft dennoch Impulse zu setzen, präsentiert BASF derzeit auf der Techtextil-Messe in Frankfurt neue Recycling-Materialien. Produktinnovationen allein dürften die konjunkturelle Schwäche kurzfristig allerdings kaum kompensieren.
Kostendruck und Jahresziele
Um operativ gegenzusteuern, drückt BASF massiv auf die Kostenbremse. Bis Ende vergangenen Jahres realisierte der Konzern bereits jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro. Das ursprüngliche Ziel wurde damit übertroffen. Bis Jahresende soll dieser Wert auf 2,3 Milliarden Euro ansteigen.
Für das Gesamtjahr peilt die BASF-Gruppe ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an. Höhere US-Zölle und die Umlenkung globaler Warenströme verschärfen aktuell den Wettbewerbsdruck. Die starken Segmente Nutrition & Care sowie Chemicals müssen diese geopolitischen Bremsspuren ausgleichen. Am 30. April liefert die Quartalsbilanz die ersten konkreten Datenpunkte für dieses Vorhaben.
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