Novo Nordisk Aktie: Meilenstein und Gegenwind
Novo Nordisk erhält US-Zulassung für wöchentliches Insulin Awiqli und bestätigt die Dividende. Die Hauptversammlung war jedoch von Kritik an der Führung und einer schwachen Jahresprognose geprägt.

Kurz zusammengefasst
- FDA genehmigt erstes wöchentliches Basalinsulin Awiqli
- Dividende steigt leicht auf 11,70 DKK je Aktie
- Aktionäre kritisieren Führung und Umsatzprognose
- Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe genehmigt
Novo Nordisk hat diese Woche zwei konkrete Unternehmensereignisse geliefert: die FDA-Zulassung für das erste wöchentliche Basalinsulin der Welt und die Bestätigung der Jahresdividende auf der Hauptversammlung. Beides fällt in eine Phase, in der das Unternehmen unter erheblichem Druck steht — und Investoren genau hinschauen.
Awiqli: Ein echter Einschnitt in der Insulintherapie
Am 27. März 2026 erteilte die FDA die Zulassung für Awiqli® (Insulin icodec-abae), das erste und bislang einzige einmal wöchentlich injizierbare Basalinsulin. Für Typ-2-Diabetiker bedeutet das: sieben tägliche Injektionen werden auf eine pro Woche reduziert.
Die Zulassung basiert auf dem ONWARDS-Phase-3a-Programm mit rund 2.680 Erwachsenen. Awiqli erreichte dabei seinen primären Endpunkt — die Senkung des HbA1c-Werts — bei einem Sicherheitsprofil, das dem der Basalinsulin-Klasse entspricht. Das Präparat ist bereits in der EU und 13 weiteren Ländern zugelassen. Den US-Marktstart plant Novo Nordisk für die zweite Jahreshälfte 2026.
CEO Mike Doustdar positionierte die Zulassung als strategisches Signal: Während Teile der Branche sich aus dem Insulingeschäft zurückziehen, bekenne sich Novo Nordisk ausdrücklich dazu.
Hauptversammlung: Dividende, Rückkäufe — und kritische Aktionäre
Einen Tag zuvor, am 26. März, fand die Hauptversammlung statt. Die Schlussdividende für 2025 wurde auf 7,95 DKK je Aktie festgesetzt. Zusammen mit der Zwischendividende von 3,75 DKK ergibt sich eine Gesamtdividende von 11,70 DKK — ein Anstieg von 2,6 % gegenüber dem Vorjahr bei einer Ausschüttungsquote von 50,7 %. Für NYSE-gelistete ADRs entspricht das rund 1,2751 USD je Anteilsschein, zahlbar am 8. April 2026.
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Der Vorstand wurde erweitert: Neu gewählt wurden Helena Saxon, Jan van de Winkel und Ramona Sequeira. Poul Weihrauch tritt zunächst als Beobachter bei, soll aber 2027 zur Wahl als vollwertiges Mitglied vorgeschlagen werden. Zudem erhielt der Vorstand die Genehmigung, bis zu 10 % des Grundkapitals zurückzukaufen — im Rahmen eines laufenden Rückkaufprogramms von bis zu 15 Milliarden DKK über zwölf Monate ab Februar 2026.
Vertrauen muss erst zurückgewonnen werden
Trotz der positiven Nachrichten war die Stimmung auf der Hauptversammlung angespannt. Aufsichtsratschef Lars Rebien Sørensen sah sich intensiver Kritik ausgesetzt — es war seine erste Hauptversammlung seit dem Führungswechsel im vergangenen Jahr. Investoren verweisen auf zwei konkrete Rückschläge: den gescheiterten Versuch, ein Adipositas-Startup von Pfizer zu übernehmen, und eine Jahresprognose, die den Markt kalt erwischte. Laut dem Bericht zum vierten Quartal könnte der Umsatz 2026 um 5 bis 13 % sinken — deutlich mehr als Analysten erwartet hatten.
Der US-Marktstart von Awiqli und die Ausführung des Aktienrückkaufprogramms werden in den kommenden Monaten zeigen, ob die neue Führung die Wende tatsächlich einleiten kann.
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