Salesforce Aktie: KI im Fokus

Salesforce treibt KI-Strategie mit zahlreichen Übernahmen voran, doch die Aktie leidet unter allgemeiner Skepsis im Software-Sektor. Der Quartalsbericht am Mittwoch wird zum Stimmungstest.

Kurz zusammengefasst:
  • Zehnte Akquisition für KI-Plattform Agentforce in sechs Monaten
  • Analysten senken Kursziele trotz intakter Wachstumsstory
  • Agentforce verzeichnet starkes Umsatzwachstum von 330 Prozent
  • Quartalsbericht am 25. Februar als nächster wichtiger Meilenstein

Salesforce steht vor einer Woche, die für die Stimmung rund um den Konzern entscheidend werden könnte. Während die Aktie seit Monaten unter Druck steht, treibt das Management die KI-Strategie mit einer auffallend aktiven Übernahmeserie voran. Am Mittwoch nach US-Börsenschluss liefert der Quartalsbericht die nächste harte Standortbestimmung: Zahlt sich das Tempo bei „Agentforce“ aus – oder überwiegen weiter die Sorgen im Software-Sektor?

Nächster Zukauf für Agentforce

Erst diese Woche hat Salesforce die Übernahme von Momentum vereinbart. Das Unternehmen liefert eine Plattform für „Conversational Insights“ und Revenue-Orchestrierung – also Technik, die Gespräche aus Meetings in verwertbare Informationen übersetzt. Konkret kann Momentums Technologie unstrukturierte Daten aus Drittanbieter-Tools wie Zoom oder Google Meet erfassen und analysieren.

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Der Plan dahinter: Aus rohem Meeting-Audio soll strukturierte „Intelligenz“ werden, die anschließend automatisierte Workflows in Salesforce anstößt. Salesforce will dafür Momentums „universal ingestion engine“ in Agentforce 360 und den Slackbot integrieren. Laut Produktchef Steve Fisher beschleunigt das die Roadmap, weil damit auch die „lange“ Datenstrecke aus Gesprächsinhalten direkt in die Plattform kommt. Abschluss der Transaktion ist für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 avisiert, finanzielle Details nannte das Unternehmen nicht.

Auffällig ist das Muster: Momentum ist bereits die zehnte Übernahme in nur sechs Monaten – und in diesem Februar schon die zweite. Zuvor hatte Salesforce den Kauf von Cimulate vereinbart, einem Anbieter für agentenbasierte Commerce- und Produktsuche. Der rote Faden ist klar: Die Zukäufe zielen überwiegend darauf, Agentforce funktional breiter zu machen.

Warum der Markt trotzdem skeptisch bleibt

Trotz der operativen KI-Offensive bleibt die Aktie angeschlagen. Hintergrund ist laut den Berichten eine breitere Verkaufswelle im Software-Sektor. Als Belastungsfaktoren werden dabei unter anderem Unsicherheit durch KI-Umbrüche und Risiken rund um Private Credit genannt – also ein Umfeld, in dem Investoren bei Tech-Bewertungen schneller den Rückwärtsgang einlegen.

Das spiegelt sich auch in der jüngsten Analystenrunde wider: Mehrere Häuser haben ihre Kursziele deutlich gekürzt, darunter Citi (auf 197 US-Dollar von 257) und UBS (auf 200 von 260). Auch Oppenheimer (275 von 300) und Mizuho (280 von 340) reduzierten ihre Erwartungen. Die Botschaft: Selbst bei grundsätzlich intakter Story wird das Bewertungsband enger gezogen.

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Aus den bereitgestellten Kursdaten ergibt sich zudem, wie nahe der Titel zuletzt an sein 52‑Wochen‑Tief herangerückt ist – bei einem Schlusskurs von 157,14 Euro am Freitag lag die Aktie nur rund 1% darüber.

Quartalszahlen am Mittwoch – darauf dürfte es ankommen

Die Zahlen für das vierte Quartal (und das Gesamtjahr) des Geschäftsjahres 2026 kommen am 25. Februar nach Börsenschluss. Laut Zacks liegen die Konsensschätzungen bei 3,03 US-Dollar Gewinn je Aktie und 11,17 Milliarden US-Dollar Umsatz für das Quartal. Für das Gesamtjahr werden 11,76 US-Dollar je Aktie und 41,5 Milliarden US-Dollar Umsatz erwartet.

Inhaltlich dürfte vor allem Agentforce wieder die zentrale Messlatte sein. Im dritten Quartal meldete Salesforce für Agentforce und Data Cloud zusammen 1,4 Milliarden US-Dollar annualisierten, wiederkehrenden Umsatz (ARR), ein Plus von 114% zum Vorjahr. Agentforce allein kam demnach auf 540 Millionen US-Dollar ARR, ein Wachstum von 330%. Gleichzeitig lagen die „remaining performance obligations“ bei 29,4 Milliarden US-Dollar (+11%), und mehr als die Hälfte der Agentforce-Buchungen stammte aus Erweiterungen bei Bestandskunden – ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Nachfrage nicht nur aus Neukunden kommt.

Ergänzend baut Salesforce das Ökosystem: GoDaddy kündigte eine Integration mit Salesforce’ MuleSoft Agent Fabric an. Über GoDaddys „Agent Name Service“ sollen Organisationen KI-Agenten finden und ihre Identität verifizieren können – gedacht als Schutz vor nicht autorisierten Agenten im Unternehmenssystem.

Am Mittwoch wird damit vor allem eines überprüfbar: Ob das starke Agentforce-Wachstum und die Pipeline-Zahlen aus Q3 im Abschlussquartal bestätigt werden – und ob Salesforce zugleich zeigt, dass die schnelle Übernahmeserie die KI-Plattform messbar voranbringt.

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