Gold und Silber - FAKE NEWS oder realer Aufschwung?



19:41 14.06.19

 

Gold und der begleitende Markt Silber, jeweils mit den dazugehörigen Minenaktien, schieben sich in den letzten Wochen wieder stärker in den Fokus der Anleger. Die Anstiege zum Beginn des Jahres und den letzten 14 Tagen lassen viele wieder träumen. Der Edelmetallsektor ist ja von je her getrieben von der sprichwörtlichen Goldgräberstimmung. Die Faszination dieser Metalle hat seit den Tagen des Goldrausches am Klondike, oder den Zeiten, in denen die spanische Armada den Goldhunger weltweilt zu stillen versuchte, nichts eingebüßt. Doch wie bei jedem Markt sind Träume und Hoffnung ein schlechter Ratgeber. Noch schlechter sieht es bei der fundamentalen Betrachtung dieser Märkte aus. 

 

Wir würden jedem sofort in der Aussage zustimmen, dass rein gemessen an der fundamentalen Verfassung unserer Welt, sowohl Gold als auch Silber viel zu billig sind. Doch leider läuft es so nicht. Die mathematischen Grundsätze eines Marktes lassen sich nun mal nicht aushebeln. Gold als auch Silber haben gegenüber den Hochs im Jahr 2011 massiv korrigiert. Seit den Tiefs 2015 kommt der Markt auf der Oberseite aber nicht mehr über den Bereich von $1380 im Gold und $22 im Silber hinaus. Der Aufbruch von 2016 war schnell wieder verflogen. Seither haben uns beide Metalle ziemlich gepeinigt, eine Seitwärtsrange jagte die nächste und auch bei den großen Minen-ETFs GDX und GDXJ sah es da nicht viel besser aus. Wer nicht individuelle Aktien selektiert hat, dem war hier wenig Freude vergönnt. Für jeden Schritt nach vorne ging es meist wieder zwei zurück. So kamen auch in diesem Jahr die Kurse nach dem Anstieg wieder hart zurück. 

 

Wir hatten davor gewarnt und viel Unverständnis kassiert, da viele nach dem Ausbruch über $1300 und $16 den Markt schon wieder in einer Einbahnstraße sahen.

 

Zwischenzeitlich sind auch wir Long im Markt, dies betrifft Gold, Silber sowie GDX und GDXJ. Aber wir sehen die übergeordnete Entwicklung von diesem Sektor nach wie vor sehr kritisch. Insbesondere Gold hat es in den letzten 4 Jahren versäumt, einen sauberen Impuls zu formen. Zwar ist der Markt gestiegen, doch waren diese Bewegungen immer am Ende besser dreiteilig und damit korrektiv zu sehen als fünfteilig und damit für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung in Richtung neuer Allzeithochs sprechend. Vereinfacht ausgedrückt, wir gehen primär davon aus, dass Gold sich hier noch immer in der Korrektur von den Hochs aus dem Jahre 2011 befindet und schlussendlich nochmal deutlich runter muss. Wobei klar mit Kursen unter $1000 zu rechnen wäre. Dies schließt aber nicht aus, weshalb wir aktuell auch Long in diesem Sektor unterwegs sind, dass es hier zu einer deutlichen Aufwärtsbewegung kommt, die wir ohne weiteres bis in den Bereich von $1585 laufen sehen. Zu vergleichbarem Potential kommen wir auch bei der Einschätzung von Silber und den Minenaktien.

 

Zu sehen sind die Charts von Gold und dann Silber. In den gelben Kreisen konnten die Kurse eine Trendwende vornehmen und Ihren bullischen Impuls nach einer kurzen Korrektur wieder aufnehmen. Wir haben diesmal nicht beim eintauchen sondern beim Anstieg aus Tradingbereich heraus die Position gesetzt. Nach längerem Testen haben wir dadurch eine geringere Chance durchzurutschen und damit ausgestoppt zu werden. 

 

Chart Gold

 

 

Somit sind wir im Gold bereits mit doppelter Positionsgröße am Markt platziert. Wie im Chart markiert, wurde der erste Kauf am 14.05. eingegangen (Stopp unter 1267$), der Nachkauf am Mittwoch den 12.06.  Als Abonnent dieser Märkte wurden Sie zu diesen Daten mit den genauen Einstiegen versorgt und konnten diese vornehmen. Beim Silber hatte sich das Bild noch nicht so klar gezeigt, wir waren vorsichtiger und sind daher erst mit einer Position im Markt aktiv, siehe Chart. Das gute daran ist, jeder der die aktuellen Bewegungen im Markt verpasst hat und noch auf einen Einstieg wartet hat jetzt die Möglichkeit diesen zu bekommen. Wir werden in unseren Markt Updates am Wochenende die exakten Koordinaten für einen risikoarmen Einstieg benennen. Dieser kann dann als Initialposition oder als Nachkauf genutzt werden. 



 

 

 CHART SILBER

 

 

Auch nach so vielen Jahren verliert die Analyse nach Elliott-Wellen und die dazu gehörigen Fibonacci-Zahlen ihre Faszination auf uns nicht. Nach Fehlschlägen Anfang 2019 haben wir den richtigen Wellengrad offensichtlich wieder gefunden und reiten sozusagen die Welle.  

 

Ziehen wir also unser Fazit. Für uns befindet sich der Sektor klar in einer Aufwärtsbewegung, der wir aktuell aber nicht zutrauen, sich mittel- bis langfristig zu einem Angriff auf die Allzeithochs aufzuschwingen. Im Gegenteil, wir erwarten am Abschluss dieser Aufwärtsphase eine harte Abkehr nach Süden, die uns nochmals unter die Tiefs von 2015 führen wird. Ob dies in allen Werten der Fall sein wird, bleibt noch abzuwarten. In Gold stellt dies aber aktuell übergeordnet klar unsere primäre Erwartung dar. 

 

Ein vergleichbares Szenario haben wir bereits im WTI ÖL erlebt. Solche großen und komplexen Korrekturen sind also kein Einzelfall und vollkommen normal. Wir werden dennoch zunächst auf der Long-Seite engagiert bleiben, da das Potential auf Sicht der nächsten Monate dort klar am Größten ist. Immerhin sind mehrere hundert Dollar zu holen. 

 

 

Wenn Sie über die weitere Entwicklung von Gold und Silber zeitnah und vor dem Mainstream informiert sein wollen sowie deren Einstiegsbereiche noch dieses Wochenende erhalten möchten, testen melden Sie uns kostenlos unter www.hkcmanagement.de.

 

© Philip Hopf Hopf-Klinkmüller Capital Management GmbH & Co. KG

 

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Über den Autor
 
Autor: Philip Hopf Philip Hopf,
Hopf Klinkmüller Capital Management KG

Philip Hopf ist geschäftsführender Gesellschafter der Hopf Klinkmüller Capital Management KG. Die HKCM KG beschäftigt sich mit der Risikoabwägung bei Investitionsentscheidungen in die Rohstoffmärkte und richtet sich an Anleger die Fragen zum Kauf und Lagerung von Physischen Edelmetallen haben. Philip Hopf hat sich auf die Bereiche Marktpsychologie und Analyse via Elliott Wellen Theorie spezialisiert und befasst sich hiermit regelmäßig in seinen Artikeln.

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