Ripple – der andere Bitcoin



07:46 25.06.19

Ripple ist in der Krypto-Szene höchst umstritten. Krypto-Fans der ersten Stunde wollen das Bankensystem abschaffen oder ersetzen, Ripple kooperiert mit der Finanzbranche und ist auch nicht dezentral. Wie Sie sich denken können, finden wir diesen Ansatz sehr spannend. Wer in Kryptowährungen investiert, sollte in jedem Fall auch auf Ripple setzen. Das geht nun auch mit einem Zertifikat – WKN VF7R1P - von Vontobel. Unsere Empfehlung für ein Krypto-Portfolio ohne große Einstiegshürde ist etoro . Blicken wir genauer auf Ripple:

Über ein «bankenfähiges» Partizipationszertifikat bietet Vontobel nun Anlegern Zugang zur Kryptowährung «Ripple». Doch was hat es mit der Kryptowährung auf sich? In über insgesamt neun Teilen wollen wir Ihnen hochwertiges Wissen rund um das spannende Thema «Ripple» näherbringen.

Ripple ist drittgrößte Kryptowährung

Kryptowährungen sind in aller Munde. Bitcoin, Ethereum und Ripple sind dabei die bekanntesten. Doch was genau steckt hinter Ripple? Dieser wird oft als “Bitcoin-Konkurrent” oder “Banken-Coin” betitelt. Aber warum? Was ist dessen Erfolgsstory? Kann es mit den anderen Kryptowährungen mithalten? Wir erklären Ihnen, was sich hinter der Kryptowährung Ripple versteckt.

Ripple’s Vision: Zahlungsverkehr soll schneller und kostengünstiger werden

Das Ripple-Netzwerk ist ein digitales Zahlungsnetzwerk für Banken mit dem Ziel, den internationalen Zahlungsverkehr zwischen diesen effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Es ist ein System, welches sich vor allem dem Zahlungsverkehr zwischen verschiedenen Währungsräumen gewidmet hat und versucht ineffiziente Zahlungskorridore effizient zu gestalten, berichtet das Online Portal Cryptolist. Es wurde entwickelt, um die weltweiten Finanzsysteme zu verbinden und einen gesicherten Transfer von Werten wie Fiat-Geld, Fonds, usw. in Echtzeit zu ermöglichen. Das Ziel der Ripple-Gründer ist einfach: Sie wollen die Transaktionskosten beim globalen Transfer von Geldmitteln und Wertpapieren radikal senken. Dafür haben sie die Kryptowährung XRP entwickelt, die Transaktionen in Sekundenschnelle und beinahe ohne Gebühren möglich macht. Das Ripple-Netzwerk ist dabei der Hauptinhaber von Ripple XRP, der digitalen Münze.

Es gibt zwei separate Einheiten, die den Ripple ausmachen: 1. das Zahlungsnetzwerk „Ripple“ und 2. die tatsächliche Währung im Zahlungsnetzwerk „XRP“

Ripple kooperiert mit Banken

Geld soll sicher von A nach B gelangen. Dabei wird das Ripple-System vor allem von und zwischen Banken benutzt. Zusammen mit diesen Banken entwickelt Ripple das System ständig weiter. Dieses ist offen und zu Beginn so entworfen worden, dass es zu der Infrastruktur der Banken passt. Zahlungsprozesse sollen somit zukünftig vereinheitlicht werden können. Ripple veröffentlichte dazu im Whitepaper: „Durch den Beitritt zum wachsenden, globalen Netzwerk von Ripple können Finanzinstitute die Zahlungen ihrer Kunden überall auf der Welt sofort, zuverlässig und kostengünstig abwickeln. Banken und Zahlungsdienstleister können mit dem Digital Asset XRP ihre Kosten weiter senken und neue Märkte erschließen. Mit Niederlassungen in San Francisco, New York, London, Sydney und Luxemburg hat Ripple mehr als 100 Kunden in 27 Ländern.“



Beispielsweise gehören bereits Santander, UBS und die schwedische SEB Bank zu den Kunden. Auch American Express will das System für internationale Zahlungen nutzen. Ripple wird somit zum Aushängeschild, das die Krypto-Branche benötigt, um in der öffentlichen Wahrnehmung nicht als „Zockerei“, sondern als sinnvolle Technologie angesehen zu werden.

Ripple ist kein weiterer Bitcoin

Die Entwickler von Ripple verfolgen einen anderen Ansatz als Konkurrenten wie Bitcoin oder Ethereum. Während diese vor allem ein komplett neues Geldsystem frei von staatlicher Kontrolle schaffen wollen und Überweisungen ohne den Einfluss von Banken ermöglichen möchten, will Ripple genau das Gegenteil: Die Ripple-Gründer arbeiten mit den Banken zusammen, damit sie Ripple als Zahlungsnetzwerk nutzen. Es will das „Bitcoin für Banken“ sein. Während der Bitcoin dabei von den Endkunden selbst zum Zahlungstransfer genutzt wird, ist Ripple eine Technologie, die im Hintergrund läuft: Nutzer selbst merken also nicht unbedingt, dass sie Ripple indirekt nutzen. Stattdessen richtet sich das Projekt an große Institutionen wie Zahlungsdienstleister, Finanzinstitutionen und Banken, schreibt BTC-Echo. Ripple ist daher im eigentlichen Sinne auch keine wirkliche Kryptowährung.

Bitcoin will ändern, mit WAS wir zahlen. Ripple will ändern, WIE wir zahlen.

 

„Ripple Labs“ hat 100 Mrd. Coins schon zu Beginn erschaffen

Zum Start 2012 schufen die Gründer eine maximale Anzahl von 100 Mrd. XRP, von denen knapp 40 Mrd. im Umlauf sind. Den Rest behält „Ripple Labs“ (das Unternehmen, das hinter Ripple steht) zur Eigenfinanzierung ein, über die es die alleinige Kontrolle hat. Langfristig sollen 75 Mrd. an die Nutzer gehen. Den Rest will Ripple Labs für sich behalten, um an der Wertsteigerung der Währung zu verdienen. Ripple Labs hat ein großes Interesse an der Wertsteigerung, denn dies ist die einzige Einnahmequelle der Firma. Sie strebt deshalb als ein primäres Geschäftsziel eine weite Verbreitung von XRP an. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen (wie z.B. der Bitcoin, der in aufwendigen Rechenprozessen dezentral von seinen Nutzern gemined wird) kann man keine neuen Währungseinheiten „minen“, also erschaffen. Denn alle XRP-Token sind bereits geschaffen und dies schreiben die Protokollregeln so vor.

Wie wird die Zukunft von Ripple aussehen?

Ripple’s Wertanstieg sowie wichtige Kooperationen mit Unternehmen wie American Express, lassen eine positive Zukunftstendenz für Ripple vermuten. Nicht nur immer mehr Nutzer, auch bedeutende, international agierende Unternehmen fassen mehr und mehr Vertrauen in die Kryptowährung. Die mittelfristigen Erfolgsaussichten des Projektes schätzen Experten positiv ein, gerade weil Ripple mit Banken kooperiert und dadurch bereits in absehbarer Zeit viel genutzt werden könnte. Ripple hat somit durchaus Potential der neue Star unter den Kryptowährungen zu werden.

Quelle: Vontobel, eigene

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Über den Autor
 
Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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