Deutsche Lufthansa: Kracht es jetzt richtig?



11:32 27.06.19

Anleger: Die Grundlage des Anleger-Sentiments sind Diskussionen und Interaktionen von Marktteilnehmern in sozialen Medien rund um den Aktienmarkt. Über Deutsche Lufthansa wurde in den letzten zwei Wochen besonders negativ diskutiert. An vier Tagen war die Diskussion vor allem von positiven Themen geprägt, während an acht Tagen die negative Kommunikation überwog. Aktuell, während der vergangenen ein, zwei Tage, sind es dagegen vor allem positive Themen, für die sich die Anleger interessieren. Aufgrund dieses Stimmungsbildes bekommt die Aktie heute eine „Hold“-Einschätzung. Tiefergehende und automatische Analysen der Kommunikation haben ergeben, dass in letzter Zeit vor allem „Sell“ Signale im Vordergrund standen. Dadurch erhält Deutsche Lufthansa auf der Basis des Anleger-Stimmungsbarometers insgesamt eine „Hold“-Bewertung.

Sentiment und Buzz: Maßstab für die Stimmung rund um Aktien ist neben den Analysen aus Bankhäusern auch das langfristige Stimmungsbild unter Investoren und Nutzern im Internet. Die Anzahl der Beiträge über einen längeren Zeitraum sowie die Änderung der Stimmung ergeben ein gutes langfristiges Bild über die Stimmungslage. Wir haben die Aktie von Deutsche Lufthansa auf diese beiden Faktoren hin untersucht. Die Beitragsanzahl oder Diskussionsintensität zeigte dabei eine unterdurchschnittliche Aktivität, woraus sich unserer Meinung nach eine „Sell“-Bewertung erzeugen lässt. Die Rate der Stimmungsänderung für Deutsche Lufthansa erfuhr in diesem Zeitraum eine negative Änderung. Dies entspricht einem „Sell“-Rating. Insofern geben wir der Aktie von Deutsche Lufthansa bezüglich des langfristigen Stimmungsbildes die Note „Sell“.

Branchenvergleich Aktienkurs: Die Aktie hat im vergangenen Jahr eine Rendite von -32.57 Prozent erzielt. Im Vergleich zu Aktien aus dem gleichen Sektor („Industrie“) liegt Deutsche Lufthansa damit 32,64 Prozent unter dem Durchschnitt (0,07 Prozent). Die mittlere jährliche Rendite für Wertpapiere aus der gleichen Branche „Fluggesellschaften“ beträgt -0.41 Prozent. Deutsche Lufthansa liegt aktuell 32,16 Prozent unter diesem Wert. Aufgrund der Unterperformance bewerten wir die Aktie auf dieser Stufe insgesamt mit einem „Sell“.

Technische Analyse: Aus den letzten 200 Handelstagen errechnet sich für die Deutsche Lufthansa-Aktie ein Durchschnitt von 20,23 EUR für den Schlusskurs. Der Schlusskurs am letzten Handelstag lag bei 14,635 EUR (-27.66 Prozent Unterschied) und wir vergeben daher eine „Sell“-Bewertung aus charttechnischer Sicht. Neben dem 200-Tages-Durchschnitt wird auch der 50-Tages-Durchschnitt oft im Rahmen der Charttechnik analysiert. Auch für diesen Wert (18,68 EUR) liegt der letzte Schlusskurs unter dem gleitenden Durchschnitt (-21.65 Prozent), somit erhält die Deutsche Lufthansa-Aktie auch für diesen ein „Sell“-Rating. Deutsche Lufthansa erhält so insgesamt für die einfache Charttechnik eine „Sell“-Bewertung.

Fundamental: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) in Höhe von 3,72 ist die Aktie von Deutsche Lufthansa auf Basis der heutigen Notierungen 85 Prozent niedriger als vergleichbare Unternehmen aus der Branche „Fluggesellschaften“ (24,46) bewertet werden. Diese Kennzahl wiederum signalisiert eine Unterbewertung. Damit entsteht aus der Perspektive der fundamentalen Analyse die Einstufung „Buy“.



Analysteneinschätzung: Für die Deutsche Lufthansa sieht es nach Meinung der Analysten, die in den vergangenen 12 Monaten eine Empfehlung ausgesprochen haben, wie folgt aus: Insgesamt ergibt sich ein „Hold“, da 8 Buc, 11 Hold, 1 Sell-Einstufungen vorliegen. Auch für den letzten Monat liegen qualifizierte Analysen vor. Dabei kam es zu 5 Buy, 9 Hold und 1 Sell-Einstufungen. Dies entspricht auf kurzfristiger Betrachtungsbasis für uns einer Gesamteinschätzung „Hold“. Interessant ist das Kursziel der Analysten für die Deutsche Lufthansa. Im Durchschnitt liegt dies in Höhe von 20,29 EUR. Das bedeutet, der Aktienkurs wird sich demnach um 38,64 Prozent entwickeln, da der Kurs zuletzt bei 14,635 EUR notierte. Dafür gibt es das Rating „Buy“. Die Analysten-Untersuchung führt daher insgesamt zur Einstufung „Hold“.

Relative Strength Index: Auf Basis des Relative Strength-Index ist die Aktie der Deutsche Lufthansa ein Hold-Titel. Der Index misst die Auf- und Abwärtsbewegungen verschiedener Zeiträume (RSI7 für sieben Tage, RSI25 für 25 Tage) und ordnet diesen eine Kennziffer zwischen 0 und 100 zu. Für die Deutsche Lufthansa-Aktie ergibt sich ein Wert für den RSI7 von 100, was eine „Sell“-Empfehlung nach sich zieht, sowie ein Wert für den RSI25 von 81,91, der für diesen Zeitraum eine „Sell“-Einstufung bedingt. Daraus resultiert das Gesamtranking „Sell“ auf der Ebene des Relative Strength Indikators.

Dividende: Mit einer Dividendenrendite von 5,36 Prozent liegt Deutsche Lufthansa 2,53 Prozent über dem Branchendurchschnitt. Die Branche „Fluggesellschaften“ besitzt eine durchschnittliche Dividendenrendite von 2.83. Die Aktie ist daher aus heutiger Sicht im Vergleich ein lukratives Investment und erhält von der Redaktion eine „Buy“-Bewertung.

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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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