Zinssenkung der Fed - Gift für die Aktienmärkte, bullish für Gold



11:22 13.07.19

Liebe Leser,

dass die Fed auf ihrer Juli-Sitzung wie von US-Präsident Trump lautstark gefordert die Zinsen senken wird, gilt als ausgemachte Sache. Und das, obwohl der Zustand der US-Wirtschaft von niemand anderem als Donald Trump immer wieder als großartig bezeichnet wird. Tatsächlich hat die offizielle US-Arbeitslosigkeit einen historisch niedrigen Stand erreicht, und der S&P 500 ist auf ein Rekordhoch gestiegen.

Darüber hinaus wird die offizielle US-Geldentwertung – gemessen an der Kerninflationsrate – seit einem Jahr zwischen 2,0% und 2,2% ausgewiesen. Sie befindet sich also nahezu exakt auf dem Niveau, das moderne Zentralbanker dreist als Geldwertstabilität bezeichnen. Dennoch sollen die Zinsen gesenkt werden.

Zinssenkung wird kommen

Tatsächlich kommen auch meine Analysen zu dem Ergebnis, dass die Fed die Zinsen senken wird. In der Vergangenheit hat sie das nämlich immer dann getan, wenn der Zins dreimonatiger US-Staatsanleihen deutlich unter den von der Fed festgesetzten Zinssatz der Federal Funds gefallen war. Genau das ist auch jetzt wieder der Fall.

Deshalb erwarte auch ich eine Zinssenkung, obwohl sich die US-Wirtschaft angeblich in dem bereits erwähnten hervorragenden Zustand befinden soll – wenn man den offiziellen Statistiken Glauben schenken mag, wovon ich allerdings dringend abrate, insbesondere bei der Berechnung der Inflation, der Arbeitslosigkeit und des Wirtschaftswachstums.

Was wirklich zählt: US-Rezession im Anmarsch

Es wäre übrigens nicht die erste Zinssenkung, die vorgenommen wird, obwohl sich der S&P 500 auf Rekordständen befindet. Das gab es in der jüngeren Vergangenheit schon zweimal: 2001 und 2007. In beiden Fällen kam es anschließend an den Aktienmärkten nicht etwa zu einem Kursfeuerwerk, sondern ganz im Gegenteil zu schweren Aktienbaissen und zu Rezessionen.

Genau diese Entwicklung erwarte ich auch jetzt wieder

Selbst ohne Zinssenkung sähe es übel aus. Denn meine Frühindikatoren zeigen im Moment eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer unmittelbar bevorstehenden Rezession in den USA an. Die Fed kennt diese Indikatoren natürlich ebenfalls, auch wenn darüber kaum gesprochen wird. Es sind aber diese Frühindikatoren, die den durch die aktuelle Wirtschaftslage scheinbar nicht zu rechtfertigenden Drang nach Zinssenkungen erklären.

Der US-Aktienmarkt ist heute deutlicher überbewertet als in den Jahren 2001 und 2007. Und nach Jahren der Nullzinspolitik und des ungebremsten Schuldenwachstums sind die ökonomischen Ungleichgewichte und Fehlentwicklungen heute größer als jemals zuvor. Deshalb richten Sie sich im Lauf der nächsten Aktienbaisse mindestens auf eine Kursdrittelung des S&P 500 Index ein. Wie Sie sich davor schützen, erfahren Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

Gold weiter nach oben

Ganz anders zeigt sich das Bild, das der Goldmarkt hier zeichnet. Hier hat gerade erst die Beschleunigungsphase einer Hausse begonnen, und meine Analysen deuten auf eine langanhaltende Aufwärtsbewegung hin. Ähnlich wie in den Jahren 2001/02 erwarte ich auch jetzt wieder einen steigenden Goldpreis, während gleichzeitig die allgemeinen Aktienmärkte heftig unter die Räder kommen.

S&P 500 (schwarz), Goldpreis pro Unze in $ (blau), 1995 bis 2004



Während es mit dem S&P 500 2001/02 kräftig abwärts ging, ist der Goldpreis stark gestiegen. Meine Analysen kommen zu dem Ergebnis, dass es auch jetzt wieder so kommen wird.

Quelle: StockCharts.com

Besonders attraktiv sind weiterhin die Goldminenaktien. Mit ausgewählten Aktien dieses Sektors können Sie auch dann viel Geld verdienen, wenn sich der S&P 500 halbiert oder sogar drittelt. Und letzteres, das heißt eine Kursdrittelung, stellt ausdrücklich kein Worst Case-Szenario dar, sondern den Normalfall, der sich aus der hohen Überbewertung ergibt. Details dazu und meine 6 aktuellen Goldminen-Favoriten finden Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos testen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Christine Lagarde als EZB-Präsidentin in spe ist langfristig sehr bullish für Gold. Warum das so ist, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Krisensicher Investieren.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier" und die „Inflationsfalle“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.



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Über den Autor
 
Autor: Claus Vogt Claus Vogt
Claus Vogt ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des Börsenbriefes Krisensicher Investieren. Er hat die langfristige Goldhausse 2001 richtig vorhergesagt. Gemeinsam mit Roland Leuschel hat er in den Jahren 2000 und 2007 nicht nur rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt, sondern auch jetzt wieder die aktuelle Krise 2016 richtig prognostiziert. Bereits im Dezember 2015 hat er in Krisensicher Investieren auf den Beginn der Goldhausse hingewiesen und insbesondere den Goldminenaktien atemberaubende Chancen prognostiziert. Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle) und ehemaliger Finanzanalyst einer internationalen Großbank. Weitere Informationen unter: www.krisensicherinvestieren.com

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