ETFs: US-Aktien begehrt



07:05 17.07.19

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Es sind vor allem S&P 500- und MSCI World- Indexfonds, die derzeit gesucht sind. Mutige setzen zudem wieder auf Banken-ETFs.
 

16. Juli 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Immer neue Allzeithochs an der Wall Street locken ETF-Anleger in US-Aktien. „Bei uns werden vor allem S&P 500-ETFs gekauft“, berichtet Frank Mohr von der Commerzbank. Auch Kunden der Unicredit Group konzentrieren sich auf S&P 500-Tracker (WKN A0YEDG, A1JX53, DBX0F2, LYX0FS), wie Cornelia Schübel feststellt. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq haben am gestrigen Montag abermals neue historische Hochs erreicht. Der DAX ist in diesem Jahr zwar ebenfalls deutlich gestiegen, ist mit aktuell 12.390 Punkten von seinem Allzeithoch bei 13.596,90 Punkten vom Januar 2018 aber noch weit entfernt.

 

Frank MohrMohr

Von den Umsätzen her ist es etwas ruhiger geworden. „Es ist nicht mehr ganz so viel los wie in den Vorwochen, für die Sommerzeit wird aber immer noch viel gehandelt“, stellt Rick van Leeuwen von IMC fest. Mohr meldet für die Commerzbank 47.200 Transaktionen für die Vorwoche, etwas weniger als in den Wochen davor, Schübel berichtet von der Unicredit von einem ruhigeren Geschäft.

Aktien weltweit gestreut mit guter Performance Van LeeuwenVan Leeuwen

Abgesehen von US-Aktien bleiben MSCI World-ETFs (WKN A0RPWH, LYX0AG, DBX1MW, A1XB5U) gefragt. Damit kommen Anleger nicht nur für dieses Jahr auf attraktive Renditen: So ist der iShares Core MSCI World (WKN A0RPWH) seit Jahresanfang um 21,3 Prozent gestiegen, in den vergangenen drei Jahren waren es durchschnittlich 10,7 Prozent im Jahr.

Van Leeuwen meldet Umschichtungen bei Faktor-Strategien: So würden europäische Momentum-ETFs verkauft und dafür MSCI World Momentum-ETFs gekauft. Im Rahmen von Momentum-Strategien wird auf Aktien gesetzt, die zuletzt gut gelaufen sind. in der Erwartung, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt.



Uneinheitlich ist das Bild bei deutschen Aktien: Während die Commerzbank von Abflüssen aus DAX-ETFs (WKN DBX1DA, ETF001) berichtet, dominieren bei IMC Zuflüsse in DAX- und Abflüsse aus MDAX-ETFs.

Schwellenländeraktien: kaum Interesse

Mit dem Fokus auf Industrieländer sind Schwellenländer etwas aus dem Blickfeld gerückt. Mohr beobachtet Abgaben von MSCI Emerging Markets-Trackern. Dabei hat der Schwellenländerindex die heftigen Verluste vom Frühjahr fast wieder wettgemacht: Der iShares MSCI Emerging Markets IMI (WKN A111X9) kommt seit Jahresanfang wieder auf ein Plus von 12,4 Prozent, auf Dreijahressicht sind es 8 Prozent im Jahr.

Banken-ETFs: Talsohle durchschritten?

Im Handel mit Branchen-ETFs fallen die zahlreichen Käufe von Banken-Indexfonds auf, erklärt Mohr. „Das könnte an der umfassenden Restrukturierung der Deutschen Bank liegen“, vermutet der Händler. Banken-Tracker wie der iShares Euro Stoxx Banks (WKN 628930) haben sich zuletzt etwas erholen können, gehören mit einem Plus von 4,8 Prozent seit Jahresanfang aber zu den schwächeren Produkten.

Abgestoßen werden laut Mohr Öl- und Gas- sowie Energie-ETFs. „Vielleicht liegt das an den Diskussionen über den Klimawandel und die Pläne der Regierung, den CO2-Ausstoß zu belasten.“ Van Leeuwen meldet Positionierungen in Euro Stoxx Health Care-ETFs, die die Gesundheitsbranche abbilden.

Hochverzinsliches landet in Portfolios

Im Anleihebereich geht die Suche nach Extrarendite weiter, alternativ wird Geld in geldmarktnahen Produkten geparkt. Etwa setzen Kunden der Commerzbank auf High Yield-Unternehmensanleihen oder kurzlaufende US-Treasuries. Bei Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen überwiegen laut Schübel allerdings die Abgaben, etwa beim iShares J.P. Morgan EM Local Government Bond (WKN A1JADV). Anleger kauften stattdessen italienische Staatsanleihen (WKN A1JXZH) oder auch auf Euro lautende inflationsgebundene Anleihen (WKN A0HGV1).

Von: Anna-Maria Borse 16. Juli 2019 © Deutsche Börse AG

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