Das Spiel mit dem Glück: iGaming in Deutschland und Schweden



06:48 18.07.19

Das iGaming oder Online-Gaming ist das Wetten von Geld oder einem anderen Wert auf das Ergebnis eines Events oder eines Spiels über das Internet. iGaming-Aktivitäten umfassen Poker, Online-Casinos, Sportwetten usw., aber der größte Teil des Marktes besteht aus Casino-Spielen und Sportwetten. Die beliebtesten iGaming-Hubs der Welt sind Malta, Gibraltar und Großbritannien. Es gibt jedoch auch viele iGaming-Studios in anderen Ländern. Auch sie streben danach, ihren Anteil am Spielemarkt zu sichern, wobei sie sich auf Flexibilität bei der Preisgestaltung, harte Arbeit und effiziente Lieferung konzentrieren.

Rege Entwicklungen im Bereich iGaming gab es z.B. Anfang 2019 in Schweden: dort wurden Online-Casinos erstmalig voll funktionsfähig. Mit einer umbenannten nationalen Regulierungsbehörde unter dem Namen "Spelinspektionen" wurde der Markt am 1. Januar 2019 offiziell gestartet. Insgesamt sind bereits 60 Unternehmen mit ihren verschiedenen Marken, Casinos und Kartenräumen im Land vertreten. Abgesehen von der Markteinführung von Casinos gab es einen starken Impuls von iGaming-Unternehmen wie Microgaming, eine Reihe von Einrichtungen mit Top-Shelf-Video-Slots und anderen beliebten Spielprodukten wie Tischspielen und Video-Poker zu beliefern (nicht zu verwechseln mit Texas Hold'em, Omaha Hi-Lo und so weiter). "Spelinspektionen" hat außerdem ein Memorandum mit der Glücksspielbehörde von Gibraltar unterzeichnet, um die zukünftige Zusammenarbeit weiter zu stärken (mehr zu diesem Artikel Mehr Zusammenschluss bei den Glücksspielbehörden).

In Deutschland ist die Situation eine andere. Ähnlich wie in den USA wird die deutsche iGaming-Landschaft meist von einzelnen Bundesländern reguliert. Das Land Schleswig-Holstein hat beispielsweise gerade eine Verlängerung eines bestehenden Glücksspielgesetzes beantragt. Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer haben den dritten geänderten Glücksspielstaatsvertrag ratifiziert und damit den Betreibern die Möglichkeit gegeben, Sportwettenlizenzen auf dem Markt zu beantragen, während Schleswig-Holstein ein eigenes, liberales Regulierungssystem betreiben darf.



Auf der Ministerpräsidentenkonferenz Ende März 2019 hat sich der Gesetzgeber darauf geeinigt, den Vertrag zu unterzeichnen, dessen Lizenzen ab dem 1. Januar 2020 in Kraft treten und bis zum 30. Juni 2021 laufen sollen. Diese wird effektiv als Platzhalter fungieren, um die deutschen Glücksspielvorschriften bis 2021 vollständig zu überarbeiten. Hans-Jörn Arp, Fraktionsvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein und einer der lautstärksten Gegner des Staatsvertrags, bezeichnete diese Einigung als "Durchbruch". Der Deutsche Sportwettenverband verfolgte jedoch einen weniger positiven Ansatz: Präsident Mathias Dahms bezeichnete die Ratifizierung des Vertrages als unzureichenden ersten Schritt zur Regulierung des Sportwettenmarktes des Landes.

Was bedeuten die unterschiedlichen Marktsituationen in Schweden und Deutschland für potenzielle Investoren? In Schweden haben neue Online-Casinos Zugriff auf den gesamten Markt. Dieser ist allerdings stark staatlich reguliert und es gibt bereits sehr viel Konkurrenz. In Deutschland sind Online-Casinos bisher nur in Schleswig-Holstein erlaubt, andere iGaming-Anbieter wie Wettanbieter sind aber im ganzen Land zugelassen. Wenn in den nächsten Jahren die anderen Bundesländer nach dem Vorbild von Schleswig-Holstein Online-Casinos legalisieren, haben Investoren hier noch die Möglichkeit unter den ersten deutschlandweiten Online-Casinos überhaupt zu sein und sich so einen enormen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.




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