Wollen Sie 12,8 % bis 15 % verdienen? Mit Anleihen ist das … möglich



14:15 13.08.19

Liebe Leser,

in schöner Regelmäßigkeit werben Finanzmagazine damit, dass Anleihen großartige Renditen bringen. So erinnere ich mich daran, dass ein buntes Magazin häufiger Griechenland-Anleihen bewarb. Was passieren kann und in aller Regel auch passiert, zeigt sich jetzt in Argentinien. Die Renditen solcher Anleihen sind nicht zufällig so hoch, sondern weil die entsprechenden Staaten – oder gelegentlich auch Unternehmen – kurz vor dem Kollaps stehen.

Argentinien: Das Aus rückt näher

Die Rendite einer Anleihe bemisst sich nach den Zinsen, die gezahlt werden, dem Kurs, der am Markt für den Titel bezahlt werden muss und der Laufzeit. Wenn eine Anleihe beispielsweise bei 90 % notiert und noch 5 Jahre läuft, dann würde dies einem Renditeaufschlag zum Zins von fast 2 % jährlich entsprechen. Der Markt unterstellt bei dieser Rechnung, die Anleihe würde vollständig zurückbezahlt werden.

Je niedriger die Wahrscheinlichkeit für diese Rückzahlung allerdings ist, desto günstiger ist eine solche Anleihe am Markt auch. In Argentinien scheint – mal wieder – der Staatsbankrott bevorzustehen. Eine Anleihe, die im Jahr 2026 fällig wird, bietet Neuinvestoren derzeit eine Rendite von gut 15 %. Der Zins für das Papier liegt bei nur 5,875 %. Der Markt also rechnet ganz offensichtlich damit, dass die Anleihe nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird.

Eine Anleihe, die noch über 20 Jahre läuft, bietet allerdings nur fast 11 % Rendite. Was mag sich der Markt dabei denken? Langfristig, so meine Einschätzung, rechnen die Märkte damit, dass die internationale Gemeinschaft, und damit vor allem die Gläubiger, einlenken werden. Eines Tages ist Argentinien wieder zahlungsfähig – und dies spiegelt sich dann in einer etwas niedrigeren Rendite wider.

Oder ist alles nur ein Irrtum? Wer eine ursprünglich 100 Jahre laufende Anleihe erwerben möchte, erhält darauf aktuell eine Rendite von 12,65 %. Da niemand bis zum Ende der Laufzeit warten kann, spielt das allerdings nur eine untergeordnete Rolle (solange Sie den Titel am Markt nicht verkaufen wollen). Entscheidend ist hier der Zins mit nominell 7,125 % (auf ursprünglich 100 % Kaufpreis). Aufgrund des niedrigeren Marktpreises würden Sie ungefähr einen Zins von 8 % oder mehr erhalten.

Was allerdings sagt das alles aus? Argentinien ist praktisch nicht mehr vertrauenswürdig. Das Land hat beim Internationalen Währungsfonds bereits einen Kredit im Volumen von über 50 Milliarden Euro beantragt. Am Anleihenmarkt erhält Argentinien das Geld offenbar nicht. Um den Kredit zu erhalten, will die Regierung sparen. Allerdings wird am 27. Oktober ein neuer Präsident gewählt – ob der sich auch daran hält? Sie sehen: Alles ist offen. Argentinien ist ein Musterbeispiel dafür, dass ein Land in regelmäßigen Abständen in den Bankrott stürzen kann. Da das Land nicht einfach abgeschafft wird, ereignet sich meist folgendes:



Die jeweils neue Regierung verspricht Sparmaßnahmen und auch ein wenig Steuererhöhungen. Die Eliten wissen dies indes und werden ihre Einnahmen in der Regel schon verlagern, wie eigentlich überall auf der Welt. Die Bevölkerung also zahlt. Im Gegenzug kommen Gläubiger wie Versicherungen und verzichten auf einen Teil der Schulden. Allerdings sind die großen Investoren wie Versicherungen nur Vermögensverwalter – von Einlagen, die Sie zahlen. Schließlich vergibt auch die internationale Staatengemeinschaft oder entsprechende Organisationen wie der IWF neue Kredite, entweder aus neu gedrucktem Geld oder aus Steuermitteln. Andere Quellen gibt es nicht. Alle Maßnahmen also treffen am Ende private Investoren und Bürger wie Sie.

Zwei Empfehlungen dazu: Verlassen Sie sich nicht (nur) auf Papiergeldwährungen, denn die sind das Instrument, mit dem Sie hier auch zur Kasse gebeten werden. Und lagern Sie Vermögen nicht (nur) bei Versicherungen oder großen Rentenfonds. Dies ist die zweite Kasse.

Staatsanleihen sollten Sie ohnehin meiden. Staatsbankrotte sind der historische Normalfall.


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Über den Autor
 
Autor: Volker Gelfarth Volker Gelfarth
Volker Gelfarth ist unabhängig beratender Unternehmensanalyst und renommierter Chefredakteur. Seine Publikationen „Die Aktien-Analyse“, Strategisches Investieren“, „Gelfarths Dividenden-Letter“ und „Gelfarths Premium-Depot“ sind seit vielen Jahren unentbehrliches Handwerkszeug privater und institutioneller Aktienanleger.
Der Diplom-Produktions-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich mit seinem Researchunternehmen voll und ganz der Value-Analyse widmete. Mit unermüdlichen Willen analysierte er als einer der ersten systematisch das Anlage-Verhalten der weltweit erfolgreichsten Investoren und machte dieses seinen Lesern zugänglich.

Erfolgsstrategien für Groß- und Kleinanleger Den gelernten Ingenieur interessieren als Grundlage seiner Bewertungen und Empfehlungen vor allem harte Fakten, solide Daten und seriös überprüfte Zahlen.
Seine Leser danken es ihm. Schon seit 2 Jahrzehnten schlagen Gelfarths Empfehlungen Jahr für Jahr die Märkte deutlich. Bis zu 4mal besser als der Dax.

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