Zwischen Dschungelcamp und Outback-Dollar



11:18 21.09.19

Die Australian Open als Tennis Grand Slam Turnier, der RTL-Dschungelspaß oder das Formel Eins-Rennen im März: Die Musik spielt zu Jahresbeginn in Australien. Günstig ist das zum Beispiel für RTL nicht, denn der australische Dollar ist noch immer historisch teuer. Noch. Und deshalb ergeben sich Chancen, auch für den Euro und unsere Favoriten.

 

RTL-Dschungelcamp, Tennis, Formel Eins, australischer Dollar – wie passt das zusammen? Ganz einfach: Als Mitarbeiter der Financial Times Deutschland und von Börse Online sind wir bei Feingold Research seit Mitte der 2000er-Jahre auch indirekt Angestellter von Bertelsmann gewesen. Denn der Konzern in Gütersloh hält die Mehrheitsanteile an Gruner+Jahr, zu dem die FTD und BO gehörten sowie eben auch am Fernsehsender RTL Es gibt keine präzisen Angaben, wie sich die Fixkosten des Senders für die Produktion in Australien entwickelt haben, doch seit der ersten Ausstrahlung im Jahr 2004 hat sich einiges verändert.

Damals notierte der Aussie-Dollar bei rund 1,65 Euro. Zum Höhepunkt der Lehman-Krise ging es dann sogar zum Vorteil ausländischer Investoren und Akteure wie RTL auf 2,10 Dollar nach oben – ehe der rasante Absturz auf 1,20 australische Dollar folgte, wovon sich der Euro zeitweise auf 1,60 erholte. Aktuell notiert der der Euro zum Aussie wieder schwächer bei 1,40.

Wer auf ein Comeback des Euros spekulieren möchte, greift zum Turbo-Bull mit der WKN PR0WAS. Bären nehmen die WKN PB9HMS. Wir sind klar auf der Euro-Seite, spätestens NACH der Frankreich-Wahl, denn in Australien wird die Immobilienblase früher oder später böse durchschlagen.

Euro/AUD auf ein Jahr

Euro/AUD auf ein Jahr

Kaum ein Land hat von dem jahrelangen wirtschaftlichen Aufschwung in China so sehr profitiert wie Australien über die massiven Rohstoffexporte. Zudem ist zusehends mehr Geld von chinesischen Käufern in den australischen Immobilienmarkt geflossen. Gleichzeitig haben viele Australier massiv Schulden gemacht und damit den Immobiliensektor angeheizt.



Im HSBC Daily Trading TV finden Sie eine Analyse zu S&P500 und Gold…

Die Häuserpreise sind seit etlichen Jahren rund um den Globus kräftig im Aufwärtstrend. Viele Experten glauben, dass die Preise ein nachhaltig hohes Niveau erreicht hätten und sie nicht wieder sinken würden. Genau diese Einschätzung hatten allerdings auch etliche Mitglieder der US-Notenbank vor dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 2007 vertreten.

Schulden auf Rekordhoch

So sind die Schulden der privaten Haushalte zuletzt auf den Rekord von mehr 180 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung gestiegen, gegenüber etwas mehr als 60 Prozent im Jahr 1988. Laut der Researchfirma SQM Research ist der Häusermarkt um 22 Prozent überbewertet. Lediglich im Jahr 2003 wäre der Wert mit 25 Prozent noch höher gewesen. Die Researchfirma ist der Überzeugung, dass die Märkte in den Metropolen Melbourne und Sydney um 40 Prozent überbewertet seien. So belaufen sich die Preise in Sydney auf das 12,2fache des Haushaltseinkommens, in Melbourne auf das 9,7fache. Üblicherweise zeigen Werte von drei bis vier an, dass die Immobilien eines Landes noch einigermaßen erschwinglich sind.

Unsere Webinare in der Aufzeichnung: Euer Egmond und Charts am Dienstag

Berlin_Immobilien_2Wie groß die Blase inzwischen ist, zeigt noch eine weitere Zahl: So ist das Volumen an Hypothekenkrediten zuletzt auf den Rekord von 1,63 Billionen Austral-Dollar (1,24 Billionen US-Dollar) gestiegen. Damit ist es ungefähr so groß wie die jährliche Wirtschaftsleistung. Damit ist der Wert in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, gegenüber rund 70 Prozent für das Jahr 2002. Bleibt die Eine-Million-Dollar-Frage: Wann wird die Blase platzen? Sollte es Hinweise darauf geben, dass es zu einer deutlichen Korrektur der Häuserpreise kommen könnte, beispielsweise in Australien, dürften die Notenbanken eingreifen und die Geldpolitik lockern, um ein Platzen der Blase zu verhindern.

In einem Umfeld sinkender Zinsen dürften Anleger aber wieder zu Immobilienaktien, wie Vonovia und Deutsche Wohnen, zurückkehren. Die Konzerne profitieren davon, wenn die Anleger ihr Geld wegen der sinkenden Zinsen verstärkt in Immobilien stecken und damit die Preise steigen. Je weiter die Blase allerdings aufgeblasen wird, umso größer werden die Risiken.

Wenn die schuldengetriebene Blase eines Tages platzen sollte, werden Hausbesitzer feststellen, dass es so etwas wie ein nachhaltig hohes Niveau am Immobilienmarkt nicht gibt. Anleger können sinkende Zinsen über Bonuspapiere, wie das Capped-Bonus-Zertifikat mit der WKN PB31PL auf Vonovia spielen. Das Papier hat eine maximale Rendite von 4,2 Prozent. Alternativ bietet sich die Aktienanleihe mit der WKN PR1EB0 an, deren maximale Rendite sogar bei 8,8 Prozent liegt. Fans von Deutsche Wohnen schauen sich die Aktienanleihe mit der WKN DGM555 an.

Wie die Produkte im Detail funktionieren, können sie in den BNP-Handbüchern nachlesen

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Über den Autor
 
Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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