Die Diskrepanzen am Markt sind nicht zu übersehen



14:39 08.11.19

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Schon wieder stellt sich den Anlegern diese Frage, denn sie sind mit einer ganzen Reihen von widersprüchlichen Fakten und Stimmungen konfrontiert. Die aktuell veröffentlichten Quartalszahlen vermitteln noch ein ganz ordentliches Bild, während die Stimmung der Vorstände grottenschlecht ist.

Hinzu kommen die politischen Spannungen. Von der Lage in Syrien über den sino-amerikanischen Handelskrieg bis hin zum Dauerthema Brexit: Nichts ist oder scheint so klar, dass es nicht in den nächsten fünf Minuten wieder über den Haufen geworfen werden könnte.

So ergibt sich ein merkwürdiges und unstetiges Auf und Ab der Kurse. Für dieses ewige Hin und Her ist die Börse zwar eigentlich ziemlich bekannt. Dennoch stört dieser Zug im Moment stärker als zu anderen Zeiten, denn etwas für die Kapitalmärkte sehr wesentliches steht auf dem Spiel: das grundlegende Vertrauen.

Das die Zukunft grundsätzlich unsicher und damit schwer vorherzusagen ist, wissen die Anleger. Daran haben sie sich längst gewöhnt, damit können sie umgehen. Etwas anderes ist es allerdings, wenn das grundlegende Vertrauen, dass es am Ende schon irgendwie gutgehen wird, plötzlich in ein grundlegendes Misstrauen umzuschlagen droht.

Die EZB lockert ihre Geldpolitik aber die Zinsen steigen

Zum Ende seiner achtjährigen Amtszeit hat EZB-Präsident Mario Draghi die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank noch einmal gelockert. Der ohnehin schon negative Zins wurde weiter gesenkt und das erst zum Ende des letzten Jahres beendete Programm zum Ankauf von Wertpapieren wurde neu aufgelegt.

Normalerweise hätten die Finanzmärkte auf diese Schritte mit fallenden Zinsen reagieren müssen. Der Markt reagierte aber vollkommen entgegen der allgemeinen Erwartung. Die Zinsen fielen nicht, sondern sie stiegen. Das klingt ein wenig wie verkehrte Welt, ist aber unsere heutige Realität.

Als die EZB ihre Zinsen senkte und das Anleihenkaufprogramm wieder aufleben ließ, lag der Zinssatz für eine 10jährige Bundesanleihe bei minus 0,6 Prozent. Anfang des Jahres hatte der Zinssatz noch bei plus 0,2 Prozent gelegen. Doch diese mittelfristige Abwärtstendenz wurde nach dem Zinsbeschluss der EZB durchbrochen.

Ende Oktober hatte eine 10jährige Bundesanleihe wieder einen Zins, der um über 20 Basispunkte auf minus 0,37 Prozent angestiegen war. Weil der Zins eine Risikoprämie ist, deuten steigende Zinsen immer auf ein steigendes Risiko oder auf eine wachsende Verunsicherung der Anleger hin.

Vertrauen ist schwer aufgebaut und leicht verloren

Kapital ist nur deshalb das gefürchtete scheue Reh, weil das grundlegende Vertrauen so flüchtig ist. Vor diesem Hintergrund kann es uns nicht egal sein, wenn der Markt auf die Maßnahme einer Zentralbank mit einem Vertrauensentzug reagiert. Vermuten die Anleger an dieser Stelle, dass die Notenbank bereits etwas weiß, was sie selbst noch nicht wissen?

Ebenso bemerkenswert ist, dass die Aktienkurse auf ihren hohen Niveaus verbleiben oder gar noch steigen, während die Zukunftserwartungen der Vorstände so schlecht sind wie seit Jahren nicht mehr. Wenn ausgerechnet diese gut informierten Insider kein Vertrauen mehr in die unmittelbare wirtschaftliche Zukunft haben, warum sollten es ausgerechnet die risikoscheuen Investoren und Trader haben?



Als erfahrene Anleger wissen wird, dass wir weder kurzfristige Entwicklungen wie das tägliche Auf und Ab der Kurse oder Zinsen noch einzelne Stimmungsindikatoren überbewerten sollten. Aber wir sollten hellhörig werden, wenn am Markt Diskrepanzen auftauchen, die auf ein schwindendes Vertrauen hindeuten.

Egal, ob der Vertrauensschwund der Anleger am Ende berechtigt gewesen sein wird: Konsequenzen wird er in jedem Fall haben. Deshalb ist die Frage, ob das Glas derzeit eher als halb voll oder als halb leer zu bezeichnen ist, in diesen Tagen mehr als berechtigt.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim

Der Beitrag Die Diskrepanzen am Markt sind nicht zu übersehen erschien zuerst auf 7 vor 8 – Der Börsenausblick am Morgen.




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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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