3 Tipps zur richtigen Nutzung eines Musterdepots



15:10 18.11.19

Die Mehrzahl der namhaften Broker bietet ihren Kunden inzwischen ein Musterdepot an. Anleger verkennen jedoch häufig den großen Mehrwert, den dieses Angebot für sie bereithalten kann. Zugleich ist unklar, wie die Nutzung des fiktiven Depots aussehen sollte. Die wichtigsten Tipps für den Umgang haben wir deshalb noch einmal zusammengefasst.

Die Funktionsweise des Musterdepots

Das Musterdepot dient als ein fiktives Beispiel, um sich mit dem Handel an der Börse vertraut zu machen. Nach der Registrierung hat der Anleger ein vollwertiges Dashboard vor sich. Zugleich steht eine bestimmte Summe an fiktivem Kapital zur Verfügung, das für den Handel eingesetzt werden kann. Der Kurs einer jeden Aktie orientiert sich dabei an ihrem tatsächlichen Handelswert in dieser Minute. Durch diese realistischen Abbilder haben gerade Einsteiger die Möglichkeit, mit Hilfe des Musterdepots zu üben und sich einen Eindruck von den Verhältnissen zu verschaffen, bevor ein realer Anbieter für ein Depot gewählt wird. Der imaginäre Prozess hilft zudem, Kosten im tatsächlichen Handel zu sparen.

Dennoch wäre es falsch, das Musterdepot nur als eine Alternative für Einsteiger zu beschreiben. Manch erfahrener Anleger sichert sich die Möglichkeit, um mithilfe der Simulation einen Strategiewechsel zu erproben. Wer sich etwa von US-amerikanischen Aktien aus dem Depot verabschieden und stattdessen auf die asiatischen Indizes setzen möchte, kann das neue Vorgehen im Vorfeld ohne jedes Risiko erproben. Mögliche schmerzliche Verluste bleiben aus, stattdessen sinkt nur das fiktive Startkapital des Musterdepots.

Das Beste aus dem Musterdepot herausholen

Soweit zur Theorie. Doch nur im Sinne einer bestimmten Nutzung kann das Musterdepot seine Vorteile vollends entfalten. Wir haben zu diesem Zweck drei wichtige Tipps aufgeführt, die zu einem gelungenen Einstieg führen sollten.



1. Die Simulation ernst nehmen

Natürlich ist dem Händler zu jeder Zeit bewusst, dass er gerade nur fiktive Käufe und Verkäufe durchführt. Wer diesen Käufen dennoch eine hohe Aufmerksamkeit schenkt, Analysen durchführt und die Transaktionen überdenkt, kann sich so nah wie möglich an das reale Szenario herantasten. Auf diese Weise lassen sich Erfahrungen sammeln, die dem echten Handel bereits sehr nahe kommen. Wer das Musterdepot nur als einen Spielplatz erachtet, auf dem nach dem Prinzip des Zufalls investiert werden kann, wird nicht den gleichen Mehrwert von der Nutzung erhalten.

2. Realitätsnahe Schritte wagen

In vielen Musterdepots ist das Startkapital frei skalierbar. Dies bietet theoretisch die Möglichkeit, mit Millionen zu handeln und dabei in völlig neue Sphären vorzustoßen. Doch diese Erfahrungen sind selten auf die persönliche Situation übertragbar. Experten raten deshalb dazu, sich am persönlichen Vermögen zu orientieren, das für den späteren Aktienkauf zur Verfügung steht. Nur auf diese Weise stehen Gewinne und Verluste in einem realistischen Verhältnis zu den individuellen Voraussetzungen. So lässt sich klären, welche Rendite den eigenen Erwartungen gerecht werden würde und ob zwischenzeitliche Verluste noch mit der eigenen Anlagestrategie zu vereinbaren sind.

3. Eine Strategie entwickeln

Es gibt eine ganze Reihe von Börsenprofis, welche die Entwicklungen ihres persönlichen Depots der Öffentlichkeit präsentieren. Sie alle haben gemeinsam, dass hinter ihrer Investition eine bestimmte Strategie verborgen liegt. Sie überlassen die Auswahl ihrer Papiere nicht dem Zufall, sondern handeln ganz im Sinne ihres persönlichen Konzepts. Auch für das Portfolio im Musterdepot empfiehlt es sich, an einer persönlichen Strategie zu feilen, die zu Beginn nicht besonders ausgereift sein muss. Doch vielleicht gibt es bestimmte Märkte, zu denen besonders dichte Informationen vorliegen? Dann ist die gezielte Investition ein Weg, um die Expertise unter Beweis zu stellen und zu prüfen, ob sie auch zur Grundlage einer realen Investition werden könnte.

Ob all diese Vorteile und Vorzüge des Musterdepots in Anspruch genommen werden können, hängt nicht zuletzt von der Auswahl des Brokers ab. Längst nicht jeder Anbieter am Markt hält seinen Kunden überhaupt ein Musterdepot zur Verfügung. Häufig handelt es sich zudem um ein zeitlich klar begrenztes Angebot. Wer die Entwicklungen der Kurse im Depot länger als 30 Tage verfolgen möchte, sollte den Broker daher mit Bedacht auswählen. Dann steht jedoch ersten Erfahrungen auf sicherem Terrain nichts im Wege, die jeder späteren Investition absolut dienlich sein werden.

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