Investment in Aktien auf Kreditbasis - eine gute Idee?



11:39 22.11.19

Momentan erreicht der DAX fast wöchentlich neue Höchststände. Ohnehin ist die Situation an den Kapitalmärkten für Anleger positiv, die in Aktien investieren möchten. Dazu trägt auch die Niedrigzinsphase bei, sodass verzinsliche Anlagen kaum noch attraktiv sind. Immer mehr Kunden möchten jetzt in Aktien investieren, haben jedoch mitunter nicht das ausreichende Eigenkapital. Daher stellt sich die Frage, ob auch ein Investment in Aktien auf Kreditbasis eine gute Idee ist.

Welche Finanzierungsalternativen gibt es?

Wer sich mit dem Thema Investment in Aktien auf Kreditbasis (https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/kreditbasierter-aktienkauf-kredit-aufnehmen-um-aktien-zu-kaufen-das-sagt-starinvestor-warren-buffett-dazu-5996070) beschäftigt, der sollte zunächst ausloten, welche Finanzierungsform am besten geeignet ist. Der Idealkredit ist unter anderem auch davon abhängig, wie hoch der Kapitalbedarf ist. Werden beispielsweise nur wenige Tausend Euro benötigt, so kommt oftmals die Inanspruchnahme des Dispositionskredites infrage.

Soll die Kapitalsumme etwas größer sein und sich beispielsweise im unteren oder mittleren fünfstelligen Bereich bewegen, dann ist insbesondere der Ratenkredit zu favorisieren. Darüber hinaus bieten einige Banken und auch Broker einen speziellen Wertpapierkredit an. Eine weitere Alternative kann der Rahmenkredit sein, der als flexibler Verfügungsrecht auf einem separaten Kreditkonto zur Verfügung gestellt wird – weitere Infos finden Sie u.a. auf kreditvergleich24.

Was kostet eine Kreditaufnahme momentan?



Um die Frage zu beantworten, ob sich das Investment in Aktien auf Kreditbasis lohnt, sollte man zunächst ein Blick auf die Kosten werfen. Diese bestehen aus den Darlehenszinsen, die für den Wertpapierkredit oder den Ratenkredit zu zahlen sind. Aktuell sind die Zinsen am Boden, nicht nur im Anlage-, sondern ebenfalls im Finanzierungsbereich. Daher werden Kredite teilweise schon zu Zinssätzen von unter drei Prozent vergeben.

Im günstigsten Fall erhalten Kreditsuchende beispielsweise einen Ratenkredit oder einen Wertpapierkredit zu einem Zinssatz von 1,90 Prozent. Ob sich das Investment in Aktien auf Kreditbasis lohnt, ist natürlich nicht nur von der Kostenseite abhängig. Darüber hinaus spielt es eine große Rolle, welche Rendite Anleger mit den Wertpapieren erzielen können.

Durchschnittliche Rendite durch gute Selektion der Aktien verbessern

Global betrachtet und im langjährigen Durchschnitt liegen die Renditen beim Aktieninvestment im Bereich zwischen sieben und acht Prozent pro Jahr. Mit einer gezielten Selektion besonders aussichtsreicher Titel lässt sich die Durchschnittsrendite noch einmal um mehrere Prozentpunkte erhöhen. Mit etwas Glück und Geschick erzielen Anleger aktuell und in den nächsten Jahren vielleicht mit einem Investment in Aktien eine Jahresrendite von zehn Prozent. Unter Abzug der Kreditkosten von beispielsweise 3,9 Prozent ergäbe sich dann immer noch eine ansehnliche Nettorendite von gut sechs Prozent.

Vor diesem Hintergrund kann es also durchaus lohnenswert sein, einen Kredit aufzunehmen und in Aktien zu investieren. Vorhandenes Eigenkapital wäre natürlich immer die kostengünstigere Variante, aber nicht immer steht ausreichend Kapital zur Verfügung. Empfehlenswert ist ein Kreditvergleich, denn umso mehr Kosten eingespart werden können, desto höher fällt schlussendlich die Gesamtrendite der Anlage aus.

Trotzdem ist die Finanzierung nicht ohne Risiko. Sollten sich die Aktienkurse nämlich wider Erwarten negativ entwickeln, würden Anleger an der Stelle einerseits Verluste erleiden und zum anderen noch die Zinskosten tragen müssen. Daher ist es eine individuelle Entscheidung, ob sich das Investment in Aktien auf Kreditbasis lohnt bzw. ob es sich um eine wirklich gute Idee handelt.

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