Mdax – der heimliche Börsenstar



16:10 02.12.19




Zurück auf Rekordkurs: Die deutschen Aktienbörsen haben in der vergangenen Handelswoche nach dem leichten Rücksetzer in der Vorwoche wieder zugelegt. Streckenweise verlief der Handel dabei allerdings eher schleppend, was auch mit den zu Ende der Handelswoche fehlenden Impulsen von der Wall Street zusammenhing. Wir blicken auf den Marktkommentar von Robert Ertl, Börse München. 

 

Wegen des Feiertags Thanksgiving blieben die US-Börsen am Donnerstag geschlossen, am Freitag wurde nur verkürzt gehandelt. Für Auftrieb sorgten einmal mehr Hoffnungen auf eine Teillösung im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die chinesische Seite hatte Entgegenkommen signalisiert, US-Präsident Donald Trump sprach davon, dass die Gespräche sehr gut liefen. Allerdings wirkte sich im Wochenverlauf die US-amerikanische Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong bei den Anlegern leicht stimmungsdämpfend aus.


Rekordhoch beim MDax


Der Deutsche Aktienindex (Dax) verbesserte sich im Wochenvergleich um 0,6 Prozent auf 13.236,38 Punkte. Der MDax stieg um 1,4 Prozent auf 27.461,61 Zähler. Zu Wochenmitte markierte der Index sogar ein neues Rekordhoch, konnte dieses aber nicht verteidigen. Zu den großen Indexgewinnern zählten die Titel von Aroundtown. Das Immobilienunternehmen profitierte zuerst von der zeitweiligen guten Branchenstimmung, positiv aufgenommene Unternehmenszahlen bescherten dann einen Rekordstand beim Aktienkurs. Ein Rekordhoch konnte auch der Tec-Dax vermelden, der sich wie zuletzt häufiger dynamischer als der Gesamtmarkt entwickelte. Auf Wochensicht gewann er 1,8 Prozent auf 3.066,61 Punkte. Beim HAFIX-Deutschland ging es ebenfalls auf neue Höhen, auf Wochensicht stand hier ein Plus von 1,0 Prozent auf 3.853,39 Zähler zu Buche. Auch der HAFIX-Europa kam um 1,0 Prozent voran auf 3.109,04 Punkte. Der m:access All-Share legte um 1,1 Prozent auf 2.525,54 Zähler zu.
Kaum Impulse bei Anleihen


An den deutschen Anleihemärkten verlief der Handel in der vergangenen Woche weitgehend ruhig, nennenswerte Impulse blieben ebenso aus wie größere Kursschwankungen. Politische Themen wie der Handelskonflikt oder der Brexit bewegten jeweils leicht in die eine oder andere Richtung, Konjunkturdaten blieben ohne anhaltende Auswirkungen auf die Kurse der Bundespapiere. Die richtungsweisende zehnjährige Bundesanleihe rentierte am Freitag gegenüber dem Vorwochenschlussstand unverändert mit -0,36 Prozent. Die Umlaufrendite ging von -0,35 auf -0,37 Prozent zurück.
Rekorde auch in USA trotz kurzer Woche


Die US-Aktienbörsen verzeichneten in der vergangenen Woche ebenfalls Rekorde, wobei sich die Anleger am Freitag etwas zurückhaltender gaben. Neben dem feiertagsbedingten ruhigeren Handel war hierfür Nervosität in Hinblick auf die Verhandlungen zwischen den USA und China im Handelsstreit verantwortlich. Im Wochenvergleich gewann der Dow-Jones-Index dennoch 0,6 Prozent auf 28.051,41 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 1,0 Prozent auf 3.141,0 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-100-Index legte um 1,6 Prozent auf 8.403,68 Punkte zu.
Begrenzter Optimismus


Viele Analysten sind beim Blick auf die aktuelle Handelswoche optimistisch – eigentlich. Die Einschränkung, weil natürlich wieder einmal viel davon abhängen wird, ob es neue Nachrichten zu den aktuellen marktbestimmenden politischen Themen geben wird. In erster Linie ist hier der Handelskonflikt zwischen den USA und China zu nennen, in zweiter Linie aus europäischer Sicht der Brexit. Sofern es hier keine negativen Meldungen gibt, könnte die optimistische Haltung der Anleger andauern, heißt es. Wenn doch, könnte sich dies natürlich deutlich dämpfend auf die weitere Kursentwicklung auswirken. Vor diesem Hintergrund rechnen viele Marktbeobachter für die kommenden Tage mit einem schwankungsanfälligeren Handel.
Konjunkturdaten als Impulsgeber


Unter der Prämisse, dass es keine überraschenden Neuigkeiten von politischer Seite geben sollte, könnten die Konjunkturdaten zu wichtigen Impulsgebern für die Märkte werden. Hier sind vor allem die Einkaufsmanagerindizes zu nennen, die von etlichen Beobachtern stärker erwartet werden. Auch in Bezug auf den US-Arbeitsmarktbericht, traditionell eine wichtige Veröffentlichung für die Aktienbörsen, rechnen viele Experten mit soliden Zahlen. Potenziell marktbewegend sind zudem unter anderem die Zahlen zu Werkaufträgen und die Industrieproduktion in Deutschland, das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone sowie das US-Verbrauchervertrauen.

Ausgewählte wichtige Termine der Woche


Montag, 02.12.: Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone; ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA; Markit PMI Herstellungsindex (USA); US-Konstruktionsausgaben
Dienstag, 03.12.: 
Erzeugerpreise in der Eurozone; Gesamte Fahrzeugverkäufe in den USA
Mittwoch, 04.12.: 
Diensteileistungsindizes für Deutschland und die Eurozone; ISM-Index für das nichtverarbeitende Gewerbe in den USA; ADP-Arbeitsmarktbericht (USA); Markit PMI Gesamtindex (USA); US-Hypothekenanträge; Ergebnis der Ratssitzung der Bank of Canada
Donnerstag, 05.12.: 
Werkaufträge in Deutschland; Bruttoinlandsprodukt der Eurozone; Einzelhandelsumsätze in der Eurozone; Handelsbilanz der USA; Werkaufträge in den USA
Freitag, 06.12.: 
Industrieproduktion in Deutschland; US-Arbeitsmarktbericht; US-Verbrauchervertrauen der Universität Michigan; Verbraucherkredite in den USA

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Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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