Siemens: Nach oben nur noch begrenzt Spielraum



11:01 14.01.20

Nachdem der deutsche Aktienmarkt Mitte August seine Hoffnungs-Rallye begann, gehörte Siemens bis Anfang Dezember zu den am stärksten gelaufenen DAX-Aktien. Doch die Rallye hat sich seit Wochen festgefahren, denn mittlerweile sind die Argumente, die den Anstieg im November beschleunigt hatten, im Kurs eingepreist. Vorerst dürfte daher nach oben nur begrenzt Spielraum vorhanden sein ... ein Szenario, für das wir Ihnen heute einen Stay Low-Optionsschein vorstellen.

Die Siemens-Aktie kam im Sommer kräftig unter die Räder, als das Unternehmen im Zuge der Ergebnisse zum dritten Geschäftsjahresquartal 2018/2019 (das Geschäftsjahr endet bei Siemens immer am 30. September) einräumte, dass die selbst gesteckten Ziele für das Gesamtjahr 2018/2019 womöglich nicht erreichbar seien. Umso begeisterter nahmen die Marktteilnehmer die am 7. November präsentierte Bilanz zum vierten Geschäftsjahresquartal auf: Umsatz und Gewinn über dem Vorjahresquartal und über den Erwartungen der Analysten, hinzu kam eine kleine, aber doch größer als erwartet ausgefallene Dividendenerhöhung.

Die Aktie sauste, nachdem sie zuvor im Sog der aufkeimenden Hoffnungen auf eine Erholung des unter Druck stehenden Wirtschaftswachstums mit dem Gesamtmarkt mitgelaufen war, erneut höher. Mitte Dezember war dann aber bei knapp 120 Euro Schluss, schon Anfang Dezember hatte sich hier eine Seitwärtsbewegung abgezeichnet. Zuerst zogen die Hoffnungen, dann die Erkenntnis, dass die Hoffnungen tatsächlich berechtigt waren: Der Aktie gingen schlichtweg die Käufer aus.

Hohe Erwartungshaltung dürfte das Aufwärtspotenzial eingrenzen

Dass der Kurs über Wochen hinweg außerstande war, aus der entstandenen Seitwärtsspanne zwischen 113,90 und 119,90 Euro nach oben auszubrechen, ist vor allem deshalb eine interessante Vorlage für einen Stay Low-Optionsschein, weil der Gesamtmarkt zuletzt seine Dezember-Hochs unter sich lassen konnte. Die relative Stärke der Siemens-Aktie zum DAX hat sich verflüchtigt, so dass es erneuter, überzeugend positiver Nachrichten bedürfte, um die Aktie nach oben ausbrechen zu lassen. Die nächsten Bilanzdaten werden am 5. Februar in Form des Ergebnisses des ersten Geschäftsjahresquartals 2019/2020 erwartet. Allerdings ist die Erwartungshaltung jetzt hoch, das dürfte das Aufwärtspotenzial auf diesem Niveau schmälern ... und wir würden bei dem vorgestellten Stay Low-Optionsschein mit einem Risikopuffer agieren:

Momentan zeichnet sich zwar eher ab, dass aus der Seitwärtsbewegung eine Toppbildung wird. Aber sollte Siemens nach oben aus der Handelsspanne heraus laufen, könnte der Kurs bis 130 Euro zulegen, dennoch würde, solange die Aktie bis zum Laufzeitende des Stay Low-Optionsscheins unter diesem Level bleibt, der Ausschüttungsbetrag von 10,00 Euro ausgezahlt. Konkret bedeutet das:

Fazit

Mit einem Stay Low-Optionsschein auf Siemens (WKN SR54VZ) können risikofreudige Anleger eine maximale Rendite von 12,3 Prozent oder 29,5 Prozent p.a. erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 19.06.2020 durchgehend unterhalb der KO-Schwelle von 130,00 Euro dieses Stay Low-Optionsscheins bewegen sollte. Zur Vermeidung eines Knockouts sollte man sich den vorzeitigen Ausstieg aus dieser Position überlegen, falls die Aktie die obere Begrenzung der derzeitigen Seitwärtsspanne (119,90 Euro) mit Schlusskursen über 122 Euro signifikant überwinden sollte.

Siemens Aktie (in Euro) Tendenz:
Chart Aktien Merck
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 119,90 Euro
Unterstützungen: 114,14 Euro // 113,90 Euro // 108,84 Euro
Stay Low-Optionsschein auf die Siemens-Aktie (Stand 13.01.2020 18:30 Uhr)
Strategie für fallende Kurse
WKN: SR54VZ
Typ: Staylow
akt. Kurs: 8,80 / 8,90 Euro
Emittent: Société Générale
Schwelle: 130,00 Euro
Basiswert: Siemens Aktie (in Euro)


akt. Kurs Basiswert: 115,76 Euro
Laufzeit: 19.06.2020
Kursziel: 10,00 Euro



Kurschance: + 12,3% (+29,5% p.a.)
Quelle: Société Générale


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Über den Autor
 
Autor: S. Feuerstein S. Feuerstein,
Hebelzertifikate-Trader

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders (www.hebelzertifikate-trader.de) und Herausgeber des Strategie-Traders (www.strategie-trader.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.

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