EUR/USD: Gemeinschaftswährung verliert an Auftrieb



08:15 22.01.20

Seit Oktober letzten Jahres herrscht beim Währungspaar Euro (EUR) zum US-Dollar (USD) ein zwischengeschalteter Aufwärtstrend. Doch die Verluste aus den letzten Tagen führten zu einem erneuten Test dessen, außerdem könnte sich mit Auflösung einer sehr aussagekräftigen Formation sogar ein Trendbruch ergeben.

Seit Anfang 2018 herrscht bei Währungspaar EUR/USD ein intakter und mittelfristiger Abwärtstrend, dieser führte von den Verlaufshochs von 1,2555 US-Dollar auf einen Tiefstwert von bislang 1,0879 US-Dollar bis Oktober letzten Jahres abwärts. Erst an dieser Stelle stellte sich eine festere Gegenbewegung ein, die allerdings nur kurzfristig über die Nackenlinie eine vorausgegangenen inversen SKS-Formation hinaus reichte. Ein nachhaltiges Kaufsignal blieb aus und das Paar fiel wieder auf seinen Aufwärtstrend bestehend seit dem letzten Jahr zurück. Zwischen Dezember 2019 und dem heutigen Tag präsentiert sich zudem eine etwas kleinere, aber nicht weniger aussagekräftige SKS-Formation, die durchaus das Potenzial zu einem Ausverkauf zurück an die Tiefs aus dem letzten Jahr besitzt. Der aktuelle Kursbereich um 1,1080 US-Dollar sollte jetzt engmaschig beobachtet werden, um als Anleger nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Drohendes Verkaufssignal

Noch könnte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar durch einen dynamischen Kurssprung mindestens über das Niveau von 1,1110 US-Dollar retten, nachhaltig wird ein Anstieg allerdings erst über 1,1150 US-Dollar ausfallen. Für den Fall eines Kursrutsches unter die um 1,1066 US-Dollar verlaufende Nackenlinie dürfte allerdings die angesprochene SKS-Formation bestehend seit Dezember letzten Jahres einer Aktivierung unterliegen und weiteres Korrekturpotenzial zunächst an 1,10 US-Dollar hervorrufen. Eine nach technischen Voraussetzungen vollständige Abarbeitung der Formation erlaubt es Abgaben sogar bis an die Oktobertiefs bei 1,0879 US-Dollar abzuleiten. Für diesen Fall können sich Investoren beispielsweise auf das Open End Turbo Short Zertifikat WKN SR6FAG ansehen. Für eine Entschärfung der zunehmend bärischen Chartkonstellation sollte aber das Niveau von mindestens 1,12 US-Dollar nachhaltig überwunden werden. Im Idealfall geht es über die Dezemberhochs von 1,1239 US-Dollar aufwärts, in diesem Fall würde ein mögliches Ziel 1,13 US-Dollar lauten.

EUR/USD (Tageschart in USD) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 1,1100 // 1,1117 // 1,1143 // 1,1172
Unterstützungen: 1,1085 // 1,1039 // 1,0981 // 1,0950
Fazit

Die Wirtschaftsdaten werden weitere Impulse bringen, in dieser Woche steht beispielsweise der EZB-Zinsentscheid auf der Agenda. Dieser könnte maßgeblichen Einfluss auf den Kursverlauf des Währungspaares am Donnerstag nehmen. Für den Fall eines Kursrutsches unter die Marke von 1,1066 US-Dollar würde sich ein Short-Investment mit einem Ziel bei 1,10 US-Dollar anbieten, übergeordnete Zielzone könnten sogar die Oktobertiefs aus 2018 bei 1,0879 US-Dollar darstellen. Als Orientierungspunkt dürfte das vorgestellte Open End Turbo Short Zertifikat WKN SR6FAG dann im Bereich von 2,20 Euro notieren. Bei einem Kursstand des Paares von 1,10 US-Dollar beträgt der Wert des Scheins etwa 1,16 Euro. Ein Stopp sollte nicht vergessen werden, hierzu bietet sich das Niveau von 1,1111 US-Dollar an. Das ergibt im vorgestellten Zertifikat einen Ausstiegskurs von 0,15 Euro. Als Anlagehorizont sollten locker einige Wochen einkalkuliert werden, eine engmaschige Beobachtung darf natürlich bei diesem hochvolatilen Wert nicht fehlen!

Strategie für fallende Kurse
WKN: SR6FAG
Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,56 - 0,57 Euro
Emittent: Société Générale
Basispreis: 1,1150 US-Dollar
Basiswert: EUR/USD
KO-Schwelle: 1,1150 US-Dollar
akt. Kurs Basiswert: 1,1084 US-Dollar
Laufzeit: Open end
Kursziel: 2,20 Euro
Hebel: 169,45
Kurschance: + 290 Prozent
Quelle: Société Générale

Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.



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Über den Autor
 
Autor: S. Feuerstein S. Feuerstein,
Hebelzertifikate-Trader

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders (www.hebelzertifikate-trader.de) und Herausgeber des Strategie-Traders (www.strategie-trader.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.

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