Wochenausblick: „Eins-a-Perspektiven“ für den DAX



16:51 17.02.20

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Nach Ansicht vieler Analysten winken diese Woche neue Rekorde an den Börsen. Andere warnen vor negativen Folgen für deutsche Unternehmen durch Produktionseinschränkungen in China.
 

17. Februar 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Zahl der Coronavirus-Fälle steigt und steigt – doch an den Börsen wird das mit Schulterzucken quittiert. „An den Aktienmärkten scheint das Thema fast schon abgehakt zu sein“, kommentiert Markus Reinwand von der Helaba.

An den chinesischen Festlandsbörsen sind die Kurse zu Wochenbeginn auf den höchsten Stand seit über zwei Wochen geklettert. Der DAX liegt am Montagmorgen bei 13.767 Punkten, nachdem vergangene Woche ein neues Allzeithoch von 13.790,20 Zählern erreicht worden war. Auch die Wallstreet jagt von Rekord zu Rekord.  

 

Jahresziel von 14.000 Zählern

Martin Utschneider von Donner & Reuschel spricht von „Eins-a-Perspektiven“ für den DAX in diesem Jahr. „Chinesische Wissenschaftler äußerten sich positiv, es soll wohl bald ein neuer Impfstoff flächendeckend eingesetzt werden können“, erklärt der Charttechniker mit Blick auf das Virus. Zudem stelle Chinas Zentralbank Milliardenbeträge zur Bekämpfung zur Verfügung. Auch die Möglichkeit einer Zinssenkung stehe im Raum. Donner & Reuschel hält daher am Jahresziel von 14.000 Punkten fest. „Allerdings kann ‚Kaufpanik‘ auch ganz schnell wieder zu ‚Verkaufspanik‘ werden“, bemerkt Utschneider.

Martin Utschneider

Utschneider

„15.300 Punkte dieses Jahr möglich“

Laut Christian Henke von IG ist mit Überwindung des Allzeithochs vom Januar 2018 und des Jahreshochs vom 22. Januar 2020 der charttechnische Knoten geplatzt. Zwar könne das Coronavirus die Finanzmärkte jederzeit weiter belasten, doch der Anlagenotstand bleibe. „Dank der weiterhin ultralockeren Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks könnten Aktien unverändert beliebt bleiben“, erklärt der technische Analyst. Nächstes Etappenziel sei die psychologische Zahl bei 14.000 Punkten. „Unter Berücksichtigung der historischen Volatilität lässt sich für das Börsenjahr 2020 sogar ein Kursziel für den DAX von 15.300 Zählern ableiten.“ Ein weiteres wichtiges Event sei in diesem Jahr die US-Präsidentschaftswahl. „Wahljahre sind bekanntlich gute Jahre für die Finanzmärkte.“

„Solange Epidemie sich weiter ausbreitet, überwiegen Abwärtsrisiken.“

„Eine realistische Betrachtung lässt nur den Schluss zu, dass uns die Ausbreitung des Coronavirus auch in den nächsten Wochen Sorgen bereiten wird“, meint unterdessen Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Die fehlende Transparenz der chinesischen Behörden drohe, zu verstärktem Misstrauen zu führen und nicht zur gewünschten Beruhigung. „Möglich ist, dass deutsche Firmen von den Produktionsausfällen in China insofern profitieren, als dass sie mehr Aufträge erhalten und die Geldpolitik weltweit länger expansiv bleibt.“ Wahrscheinlicher sei aber, dass es auch bei deutschen Firmen zu belastenden Produktionseinschränkungen komme, da viele Zulieferketten unterbrochen würden. „Solange die Epidemie sich weiter ausbreitet, überwiegen die Abwärtsrisiken.“



Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Die Berichtssaison hierzulande ist im vollem Gange, in dieser Woche legen unter anderem Deutsche Börse, HeidelbergCement, Deutsche Telekom, Fresenius, FMC sowie die Allianz ihre Bücher offen.

Montag, 17. Februar

USA: Presidents Day. US-Märkte bleiben geschlossen

Dienstag, 18. Februar

11.00 Uhr. Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen Februar. Laut DekaBank mehren sich die Anzeichen für längere Produktionsstopps in China, was zu Lieferengpässen und konjunkturellen Behinderungen führen dürfe. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien daher im Februar nach drei kräftigen Anstiegen in Folge wohl wieder gesunken.

Mittwoch, 19. Februar

20.00 Uhr. USA: Protokoll der Fed-Sitzung vom 28./29. Januar 2020.

Freitag, 21. Februar

10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindex Februar. Die Stimmungsindikatoren haben in den vergangenen Monaten auf eine konjunkturelle Stabilisierung hingedeutet, erklärt die DekaBank. Insbesondere die problematische Entwicklung in der Industrie scheine ihren Boden zu finden. Allerdings sei für den Februar mit einem vorübergehenden Dämpfer durch das Coronavirus zu rechnen.

Von: Anna-Maria Borse

17. Februar 2020, © Deutsche Börse AG



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