DAX kratzt am Allzeithoch – Gold könnte vor neuem Bullenmarkt stehen



19:13 19.02.20

Robert Kaplan, Fed-Präsident von Dallas, erwähnte gestern in seiner Rede, dass die Leitzinsen für den Rest des Jahres wahrscheinlich auf dem aktuellen und damit einem gerechtfertigten Niveau liegen würden. Nur am Finanzmarkt glaubt man das nicht. 85 Prozent der Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Leitzinsen bis zum Jahresende mindestens einmal gesenkt werden. 
 
Von der Erwartungshaltung weiter sinkender Zinsen profitiert der Aktienmarkt. Die geldpolitische Flut hebt alle Boote. Eine Ausnahme stellen die Unternehmen dar, die von der Realität eingeholt und den Folgen des Coronavirus stärker getroffen werden. Denn am Ende des Tages kann das billigste Geld der Notenbanken nicht verhindern, dass die Umsätze ausbleiben, wenn die Kunden nicht kommen.
 


Auch der jüngste Goldpreisanstieg nimmt diese geldpolitische Entwicklung vorweg. Plötzlich ist aus technischer Sicht das Ende des jahrelangen Bärenmarktes möglich geworden. Als vor sieben Jahren die Unterstützung bei 1.532 US-Dollar brach, kam es zum heftigsten Ausverkauf, den der Goldmarkt jemals erlebte und damit übernahmen die Bären das Zepter. Nun liegen wir weit darüber. Das Coronavirus und mit ihm einhergehende neue Rezessionsgefahren haben zum nachhaltigen Sprung über diesen Widerstand gesorgt und könnten nun den Start eines Bullenmarktes im Gold signalisieren.

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