Deutsche Post: Chance von 57,2 Prozent p.a.



13:17 25.02.20

Als Logistikunternehmen bekommt die Deutsche Post das vor allem in Europa versiegende Wachstum ebenso zu spüren wie die Auswirkungen der Virus-Epidemie. Aber der Kurs reagierte auch schon entsprechend, notiert derzeit weit unter dem im Dezember markierten Rekordhoch. Damit dürfte der Weg nach unten jetzt begrenzt, nach oben vorerst "gedeckelt" sein. Hohe Volatilität, vorerst kein Trend: Das ist eine interessante Basis, um von dieser Situation mit einem Inline-Optionsschein überproportional zu profitieren.

Die Nachrichtenlage ist derzeit nicht gerade erfreulich: DHL nahm die Preiserhöhung für Privatkunden-Pakete und -Päckchen zurück, die Beschwerden über mangelhafte Postdienstleistungen sind im abgelaufenen Jahr deutlich gestiegen und derzeit verliert das Unternehmen Umsatz, weil keine Pakete nach China oder Hongkong angenommen werden. Wobei die Regionen, in denen der Logistikverkehr vorerst eingestellt wird, noch zunehmen können.

Aber noch ist offen, wie sich diese Aspekte in der Bilanz auswirken werden. Die Bilanz des wichtigen vierten Quartals steht erst für den 10. März im Terminkalender. Dann wird sich auch weisen, wie das Unternehmen die derzeitige Lage und ihre Auswirkungen im laufenden Quartal beurteilt. Man darf vermuten, dass die Reaktion der Aktie dann markant ausfällt, ebenso, dass sich der Kurs bis dahin sehr volatil präsentieren wird. Aber zu einem klaren Trend dürfte es momentan aufgrund der sehr emotionalen Phase am Gesamtmarkt eher nicht kommen. Da dürften sich starke Verkaufsimpulse und scharfe Gegenbewegungen die Klinke in die Hand geben. Für eine zielgerichtete Positionierung auf der Long- oder Short-Seite ist das ein schwieriges Umfeld, aber:

In beide Richtungen warten markante Hürden in gebührendem Abstand

Für einen besonnen ausgewählten Inline-Optionsschein hingegen ist diese Gemengelage wie prädestiniert. Der Chart zeigt, dass der jüngste Abgabedruck den Kurs der "Aktie Gelb" recht genau in die Mitte einer breiten Handelsspanne zwischen 26 und 35 Euro und in den Bereich der mittelfristigen Trendlinie und der 200-Tage-Linie gedrückt hat. Unterhalb dieser oberen, durch das bisherige Rekordhoch definierten Begrenzung der Spanne finden sich mehrere potenzielle Hürden, oberhalb der unteren Begrenzung zwei untere Wendepunkte aus der zweiten Jahreshälfte 2019, die als Support dienen können. Platziert man die KO-Levels des Inline-Optionsscheins knapp außerhalb der Handelsspanne und wählt eine kurze Restlaufzeit, ist dadurch eine per annum gerechnet äußerst lukrative Rendite zu erzielen.

Fazit

Mit einem Inline-Optionsschein auf die Deutsche Post-Aktie (WKN SR50C9) können risikofreudige Anleger eine maximale Rendite von 3,95 Prozent oder 57,2 Prozent p.a. erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 20.03.2020 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 25,00 Euro und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 36,00 Euro bewegt. Zur Vermeidung eines Knockouts sollte der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls die Deutsche Post-Aktie die derzeitige Handelsspanne zwischen 26,07 und 35,00 Euro verlassen sollte.

Deutsche Post-Aktie (in Euro) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 30,85 Euro (200-Tage-Linie) // 33,10 Euro // 35,00 Euro
Unterstützungen: 28,41 Euro // 27,76 Euro // 26,07 Euro
Abwärtstrend: 33,26 Euro
Inline-Optionsschein auf die Deutsche Post-Aktie (Stand 24.02.2020 18:00 Uhr)
Strategie für seitwärts gerichtete Kurse
WKN: SR50C9
Typ: Inline-Optionsschein
akt. Kurs: 9,52 / 9,62 Euro
Emittent: Société Générale
untere KO-Schwelle: 25,00 Euro
Basiswert: Deutsche Post-Aktie (in Euro)
obere KO-Schwelle: 36,00 Euro
akt. Kurs Basiswert: 30,36 Euro
Laufzeit: 20.03.2020
Kursziel: 10,00 Euro



Kurschance: + 3,95% (+57,2% p.a.)
Quelle: Société Générale


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Über den Autor
 
Autor: S. Feuerstein S. Feuerstein,
Hebelzertifikate-Trader

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders (www.hebelzertifikate-trader.de) und Herausgeber des Strategie-Traders (www.strategie-trader.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.

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