Ist der Crash bald vorbei?



13:08 18.03.20

Liebe Leser,


wir haben die schlimmsten Tage überhaupt erlebt – der Dax und der Dow Jones haben zuletzt neue Rekorde aufgestellt, auf die ich gleich noch eingehen werde. Doch zuvor lassen Sie mich die gute Nachricht von gestern verkünden: Es ging erstmal wieder bergauf. Damit könnte (niemand weiß es vorher) die Talfahrt schon beendet sein, weil sich gegenüber den Tagen zuvor nichts verändert hatte, was Hoffnung oder Misstrauen erzeugen würde. Der Dax gewann etwa 2,5 %, der Dow Jones legte noch einmal mehr drauf: + 5%.


Dennoch bleibt es aktuell wichtig zu sehen, dass wir den lange befürchteten, aber nie bestätigten Crash jetzt haben. Deshalb investieren Sie im Biotechnologie-Bereich noch nicht, aber halten Sie bestimmte Werte (siehe etwas weiter unten).


Gründe für den Crash…


Einer der Gründe für den Crash bleibt der Krieg um den Ölpreis und die Ölförderung der Russen und der Saudis. Letztere wollen den Ölhahn aufdrehen – und niemand kann sich so richtig vorstellen, dies ginge nicht auf Wünsche der US-Regierung zurück. Die verspricht ggf. weitere Unterstützung in der politisch heiß umkämpften Region und/oder aber auch einfach die Abnahme des Öls.


Ein derartig dramatisch sinkender Ölpreis aber kann fast nur Panik auslösen.


Ölpreis und der Dow Jones über ein Jahr: Gleichlauf – in den Abwärtstrend…



Quelle: www.onvista.de


Beide sind zuletzt abgestürzt, wobei der Ölpreis zuerst fiel. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Ölpreis nicht nur eine Nebenrolle spielt, sondern in diesem Szenario eine wichtige Hauptrolle innehatte. Das wiederum ließe eine sehr spannende Schlussfolgerung zu: Kämpfen die Saudis tatsächlich Seit‘ an Seit‘ mit den USA gegen Putin, muss die US-Regierung um Trump diesen Verfall nicht nur vorher geahnt haben, sondern ihn auch billigen.


In dieses Szenario passt eigentlich auch der zweite Faktor: Der Zinsschritt Nr. 2 in den USA. Vor kurzer Zeit war der Zins um überraschend hohe 0,5 Prozentpunkte gesenkt worden. Analysten vermuteten einen schwachen Geldmarkt – auf dem die Kreditnachfrage stockt. Ein Zeichen, wie wir es zuletzt in der Finanzkrise 2008 gesehen haben.


Am Wochenende dann sank der Zins dank der Fed erneut – diesmal um einen Prozentpunkt. Ein schierer Wahnsinn, der für den schwächsten Dow seit langem verantwortlich war…


Zinssturz in den USA….



Quelle: www.fre.stlouisfed.org/series/


Sie sehen, wie der Zinssatz radikal abstürzte, was wieder an den Märkten für eine panikartige Reaktion sorgte. Die Kurse fielen dramatisch. Ordnen wir das Geschehen ein…


Die zehn schlechtesten Tage im Dow Jones: März 2020 zweimal dabei….




Sie sehen, dass die vergangenen Tage teils an die große Depression von 1929 oder an das schwache Zeitalter 1931/1932 reichen. Solche Verluste signalisieren, wie verunsichert die Märkte sind – und welche Wirtschaftsentwicklung sie erwarten – es dürfte nach unten gehen. Beide Kursverluste stehen im Zusammenhang mit den schwachen Zinsdaten.


Dies ist schon der dritte Grund für die Entwicklung: Niemand traut dem anderen noch über den Weg. Es gibt deutliche Schwankungen. Ich zeige Ihnen nun die positiven Daten. Am 13. März gewann der Dow Jones so viel wie fast nie… Die Entwicklung ist beeindruckend…


Die elf besten Tage im Dow Jones: März 2020 zweimal dabei….




Hier sehen Sie nicht nur eminente Kursgewinne, sondern auch die Schwankungen zur selben Zeitphase wie bei den schwächsten Tagen. 1987, 2008 und die große Depression sind ebenso vertreten.


Bis jetzt zählt der März 2020 auch zu den schwächsten Monaten der gesamten Geschichte des Dow Jones!


Monatsentwicklungen des Dow Jones… der Markt bricht zusammen….



Es gibt also auch statistisch keinen Zweifel: Der noch laufende Monat findet sich in schlechter Gesellschaft wider: Hier 1929, 1930 und 1931. Wir haben einen „Crash“ und müssen darauf hoffen, dass dieser technische Ausverkauf aufhört.


Dennoch zeigt sich im langfristigen logarithmischen Vergleich (bezogen auf die jeweils prozentuale Entwicklung), dass diese Krise keine große Bedeutung hat – jedenfalls bislang. Der Dow Jones befindet sich historisch betrachtet im sehr langfristigen Aufwärtstrend.


Dow Jones: Krisen sehen wir trotz Crash langfristig nicht





Quelle: www.boerse.de, eigene Bearbeitung


Sie sehen also, dass wir im langfristigen Vergleich gelassen bleiben können. Die Krise und die Rücksetzer schmerzen, dennoch bewegt sich alles trotz der Rekordverluste noch im Rahmen dessen, was „normal“ ist.


Der Crash dürfte demnach nur von kurzer Dauer sein. Dasselbe Bild erzeugt der Dax. Auch der ist langfristig trotz der sehr schlimmen Phase noch immer in einem Aufwärtstrend oder knackt zumindest an der entsprechenden Aufwärtstrendgeraden. Der Chart – zurückgerechnet bis 1959 – verdeutlicht dies…


Dax: Historisch stark



Quelle: www.boerse.de, eigene Bearbeitung


Schließlich erneut als Erinnerung an die Diskussion der vergangenen Wochen meine Lieblingsgrafik, die zeigt, dass es immer wieder Störfälle im Dax gab. Mittel- und langfristig dominieren aber nicht die psychologischen Faktoren, sondern dann wieder die Wirtschaft…


Krisen wegen Krankheiten kommen und gehen….



Quelle: www.finanzen100.de


Zwischenfazit: Ordnen Sie die Vorgänge daher entsprechend ein. Panik wäre fehl am Platz. Allerdings wissen wir alle nicht genau, wie lange die Ausnahmesituation anhält. Deshalb könnte die Wirtschaft diesmal deutlicher nachlassen denn zuvor. Daher sollten Sie aus meiner Sicht vorsichtig bleiben.


Auch „unser“ Sektor, die Biotechnologie, ist angegriffen. Dies zeigt der folgende Chart. Hier vergleiche ich den Dax und den Biotechnologie-Sektor über einen Zeitraum von einem Jahr. Genau in diesem Zeitraum hat der Biotechnologie-Index mit dem Dax gekämpft – und erst zum Ende in der Krise deutlich gewonnen…


Biotechnologie stärker als der Dax – im 1-Jahres-Vergleich



Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung


Die Biotechnologie ist im Vergleich sogar noch im charttechnischen Neutral-Modus – mindestens. Der Dax hat inzwischen den kurz- und mittelfristigen Abwärtstrend erreicht.


Leider können Sie keinen direkten ETF auf den Bereich kaufen. Daher bleiben Sie unseren drei besten Aktien „treu“. Einen Neukauf empfehle ich erst, wenn die Märkte insgesamt deutlich anziehen – denn in dem dann folgenden Aufwärtstrend sind Sie sicherer.


1. Sartorius Vz. über ein Jahr immer noch im neutralen Trend, WKN: 716563



Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung


2. Heidelberg Pharma, Kursexplosion (Corona), WKN: A11QVV



Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung


3. Evotec, Erholungsmodus kommt, WKN: 566480



Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung


Bei Evotec könnte es jetzt – die Stabilisierung der Börsen vorausgesetzt, zu einem kraftvollen Comeback kommen. Dies wäre dann allerdings eine deutliche Gewinnchance. Ernsthafte Hürden erwarten die Chartanalysten bei 22 Euro und dann erst wieder in Höhe von 25 Euro. Theoretisch eröffnet sich hier eine Kurschance von über 20 %. Nach unten scheint die Aktie vergleichsweise gut abgesichert zu sein.


Bleiben Sie daher geduldig bei diesen Qualitätstiteln. Dennoch gilt in erster Linie: Bleiben oder werden Sie gesund.




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Über den Autor
 
Autor: Volker Gelfarth Volker Gelfarth
Volker Gelfarth ist unabhängig beratender Unternehmensanalyst und renommierter Chefredakteur. Seine Publikationen „Die Aktien-Analyse“, Strategisches Investieren“, „Gelfarths Dividenden-Letter“ und „Gelfarths Premium-Depot“ sind seit vielen Jahren unentbehrliches Handwerkszeug privater und institutioneller Aktienanleger.
Der Diplom-Produktions-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich mit seinem Researchunternehmen voll und ganz der Value-Analyse widmete. Mit unermüdlichen Willen analysierte er als einer der ersten systematisch das Anlage-Verhalten der weltweit erfolgreichsten Investoren und machte dieses seinen Lesern zugänglich.

Erfolgsstrategien für Groß- und Kleinanleger Den gelernten Ingenieur interessieren als Grundlage seiner Bewertungen und Empfehlungen vor allem harte Fakten, solide Daten und seriös überprüfte Zahlen.
Seine Leser danken es ihm. Schon seit 2 Jahrzehnten schlagen Gelfarths Empfehlungen Jahr für Jahr die Märkte deutlich. Bis zu 4mal besser als der Dax.

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