EZB: Inflationspolitik ohne Ende



10:22 27.03.20

Offiziell hat die Europäische Zentralbank die Zinsen auf ihrer letzten Sitzung am 12. März unverändert gelassen. Von vielen unbemerkt sind die Zinsen aber dennoch gesenkt worden. Erreicht wurde dies mit einer expliziten Begünstigung der Banken. Diese können sich bei der EZB nun zu einem Zinssatz finanzieren, der 0,25 Prozentpunkte unter dem Einlagenzins liegt.

Der Einlagenzins liegt bei 0,00 Prozent. Die Banken können sich bei der Europäischen Zentralbank in Zukunft Geld leihen, das sie bei Fälligkeit der Kredite nicht mehr vollständig an die EZB zurückgeben müssen. Diese Differenz ist ihr neuer Zinsgewinn. Damit verzichtet die Europäische Zentralbank darauf, die Geldinstitute weiter zu belasten.

Man braucht in dieser Situation kein großer Prophet zu sein, um vorherzusehen, dass die Banken schnell dazu übergehen werden, sich in Zukunft benötigtes Geld nur noch bei der EZB zu leihen, wenn die angebotenen Konditionen dort wesentlich günstiger sind als am Kapitalmarkt.

Dadurch wird auch auf den Kapitalmarkt Druck ausgeübt, denn der dort herrschende Anlagenotstand wird weiter verschärft, weil die Nachfrage der Banken nach frischem Geld in Zukunft zur EZB umgeleitet werden wird. So erreicht die Europäische Zentralbank indirekt ein günstigeres Zinsniveau, auch ohne den Einlagenzins offiziell zurücknehmen zu müssen.

Der Inflationsdruck steigt

Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine Zinssenkung wurde gewünscht, dennoch durften die Banken nicht weiter belastet werden, weil die vergangenen Jahre klar gezeigt haben, dass die Geldinstitute mit den negativen Zinsen nicht zurechtkommen und selber auszufallen drohen, wenn an der Zinsschraube noch weiter gedreht wird.

Das neue System stellt sicher, dass die Banken in jedem Fall Geld verdienen und somit eher in der Lage sind, Kreditausfälle besser verkraften zu können. Zahlen wird die Zeche wieder einmal der Steuerzahler, denn der hat die Einlagen der EZB, die jetzt die Verluste aus den neuen „Zinsgeschäften“ zu tragen hat, einst finanziert.

Gleichzeitig hat die EZB die Regierungen der Eurozone dazu aufgefordert, Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur einzuleiten. Diese können nach Lage der Dinge derzeit nur über neue Kredite finanziert werden, welche die EZB ebenfalls gerne bereitstellen wird.

Die Bilanzsumme der EZB und die der anderen Notenbanken auch wird sich in den kommenden Monaten stark ausweiten. Ob neue Schulden, also neues ungedecktes Geld, wirklich das ist, was die Welt in dieser Situation braucht, bleibt abzuwarten. Zu erwarten ist jedoch, dass die Inflation steigt.



Wer dieser großen Gefahr für sein Geld entgehen will, der wird auch in Zukunft um Investitionen in die Sachwerte nicht herumkommen. Da trifft es sich gut, dass sowohl die Aktien als auch die Edelmetalle dank der jüngsten Marktturbulenzen preiswerter geworden sind. Es macht also weiterhin Sinn, sich Qualitätsaktien und auch etwas Gold und Silber ins Depot zu legen.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim

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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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