Deutsche Börse-Discounter mit 11% Chance und 21% Abschlag



08:08 10.04.20

Die Deutsche Börse-Aktie (ISIN: DE0005810055) befand sich seit ihrem bei 158,90 Euro (19.2.20) Höchststand bis zum 18.3.20 mit einem Kurseinbruch von 41,52 Prozent auf bis zu 92,92 Euro besonders stark unter Druck. Als sich die Befürchtungen über eine mögliche Schließung der Börse nicht erfüllten, setzte die Deutsche Börse-Aktie zu einer massiven Kurserholung an, die den Aktienkurs wieder auf über 130 Euro ansteigen ließ.

Die Verdoppelung des Handelsvolumens auf 260 Milliarden Euro im März und die wahrscheinlich noch länger anhaltende Verunsicherung, die das Handelsvolumen auch in den nächsten Wochen hoch halten wird, könnte sich weiterhin günstig auf die Geschäftsentwicklung der Deutsche Börse AG auswirken. 

Die Anlage-Idee: Die Deutsche Börse könnte zu jenen Unternehmen zählen, die relativ unbeschadet durch die Krise kommen könnten. Wegen der aktuellen Nervosität des Marktes erscheint ein direktes Investment in die Aktie mit erheblichen Risiken verbunden. Mit Discount-Zertifikaten auf die Deutsche Börse-Aktie können Anleger bis zum Jahresende 2020 auch dann zu hohen Renditen gelangen, wenn sich die Aktie den Jahrestiefstständen annähert.

Bei Discount-Zertifikaten ist im Unterschied zu Bonus-Zertifikaten ausschließlich der am Bewertungstag relevante Schlusskurs für das Veranlagungsergebnis von Bedeutung und nicht der Kursverlauf der Aktie während der Laufzeit des Zertifikates. Deshalb sollten risikoaverse Anleger in solch volatilen Zeiten wie derzeit eher auf Discount- als auf Bonus-Zertifikate setzen.

Die Funktionsweise: Wenn die Deutsche Börse-Aktie am Bewertungstag des Zertifikates auf oder oberhalb des Caps, der den höchsten Auszahlungsbetrag des Zertifikates definiert, notiert, dann wird das Discount-Zertifikat mit seinem Höchstbetrag von 115 Euro zurückbezahlt.



Die Eckdaten: Beim J.P.Morgan-Discount-Zertifikat (ISIN: DE000JM2XX29) auf die Deutsche Börse-Aktie befindet sich der Cap bei 115 Euro. Bewertungstag ist der 18. Dezember 2020, am 28. Dezember 2020 wird das Zertifikat zurückbezahlt. Beim Deutsche Börse-Aktienkurs von 130,82 Euro konnten Anleger das Zertifikat mit 103,50 Euro kaufen. Das Zertifikat ist somit um 20,88 Prozent billiger als die Aktie.

Die Chancen: Da Anleger das Zertifikat derzeit mit 103,50 Euro erwerben können, ermöglicht es in den nächsten neun Monaten einen Bruttoertrag von 11,11 Prozent (=16 Prozent pro Jahr), wenn der Aktienkurs am Bewertungstag oberhalb des Caps von 115 Euro notiert.

Die Risiken: Notiert die Deutsche Börse-Aktie am Bewertungstag unterhalb des Caps von 115 Euro, dann wird das Zertifikat mit dem am Bewertungstag festgestellten Schlusskurs der Aktie zurückbezahlt. Befindet sich der Aktienkurs dann unterhalb des Kaufpreises des Zertifikates, also unterhalb von 103,50 Euro, dann wird das Zertifikate-Investment – vor Spesen – einen Verlust verursachen.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Deutsche Börse-Aktien oder von Anlageprodukten auf Deutsche Börse-Aktien dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Walter Kozubek

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Über den Autor
 
Autor: Walter Kozubek Walter Kozubek
Walter Kozubek war zwischen 1989 und 2003 als Börsenhändler an der Wiener Börse als Salestrader für Optionsscheine und Zertifikate im Team des „Global Warrants-Teams“ der Citibank in Wien und als Journalist für Wirtschaftsblatt-Online tätig. Seit 2004 betreibter die Internetportale www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de und fungiert als Herausgeber der wöchentlich erscheinenden, kostenlos zum Download angebotenen PDF-Newsletter www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de. Der ZertifikateReport wurde erstmals im Jahr 2004, der HebelprodukteReport erstmals im Jahr 2005 veröffentlicht.

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