Blumenroths Goldkommentar: "Luftholen nach dem Gipfelsturm?"



10:53 24.05.20

Leichte Rücksetzer des Goldpreies erwartet Michael Blumenroth, wenn die Pandemie unter Kontrolle gebracht wird. Für eine Unterstützung könnte aber eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den USA und China sorgen.

 

22. Mai 2020. FRANKFURT (Deutsche Börse). Was sich in der vorigen Woche schon angedeutet hatte, wurde gleich zu Beginn der laufenden Woche vollendet, nämlich neue zyklische Höchststände für die Goldpreise. Konkreter Grund für den Anstieg auf neue Siebeneinhalb-Jahreshochs gegenüber dem US-Dollar bzw. Allzeithochs in Euro war ein Interview mit dem Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell. Dieser warnte vor einer möglicherweise stärkeren und länger andauernden Rezession in den USA, als diese aktuell von den Märkten erwartet werde. Zudem äußerte er sich vorsichtig, was die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt anbelangt. Gleichzeitig warnte er aber auch davor, „gegen die USA zu wetten“ und betonte, dass die US-Notenbank ebenso wie die US-Fiskalpolitik weitergehende und zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen ergreifen könnten. Dies war das Startsignal für die Goldpreise, da diese zum einen als sicherer Hafen nachgefragt wurden, und zum anderen von möglichen weiteren geldpolitischen Unterstützungsmaßnahmen bzw. niedrigen Realzinsen profitieren.

US-Chinesische Unstimmigkeiten, EU-Wiederaufbaufonds fördern Goldnachfrage

Hilfreich für die Nachfrage nach Gold war sicher auch, dass die Rhetorik im Konflikt zwischen den USA und China in den letzten Tagen eher noch etwas schärfer als entspannter geworden ist. Und die Nachricht über den geplanten Wiederaufbaufonds für die Eurozone, welcher die Geldmenge und das potentielle Inflationspotential auch hierzulande erhöhen könnte. So konnten die Goldpreise gerade jenem Tag, an dem die Aktienmärkte deutlich gewinnen konnten, auf die erwähnten zyklischen (US-Dollar) bzw. Allzeit-Höchststände (Euro) zulegen.

Gold wird im direkten Wochenvergleich heute Morgen gegen US-Dollar betrachtet ungefähr auf dem Niveau der Vorwoche gepreist; vor einer Woche wurde es nämlich bei 1.737 $/Unze gehandelt. Am Freitag kletterte es bereits über sein am 17. April bei 1.747 $/Unze erzieltes Sieben-Jahres-Hoch. Schon am Montagmittag leuchtete dann gar ein Preis von 1.765,25 $/Unze an der Anzeigetafel auf. Montagabend ging es dann aber schnell wieder abwärts auf 1.730 $/Unze, und gestern wurde ein Wochentief bei 1.717 $/Unze erzielt. Beim Schreiben dieser Zeilen handeln wir bei 1.736 $/Unze.



Xetra-Gold am Montag auf Rekordhoch

Der Euro wurde im Wochenverlauf meist in einer Spanne von 1,09/1,10 Euro/US-Dollar umgesetzt, und somit etwas höher als in der vergangenen Woche. Xetra-Gold stieg somit während der üblichen Handelszeiten im Wochenverlauf von 51,75 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen auf ein Rekordhoch bei 52,60 €/Gramm am Montagvormittag an. Es ging dann aber wieder retour bis auf 50,40 €/Gramm gestern Nachmittag, was auch dem dann recht festen Kurs des Euro geschuldet war. Heute Morgen zum Handelsstart steht es ungefähr bei 51,15 €/Gramm.

Die Unsicherheit bezüglich der Folgen von COVID-19 wird uns sicher noch eine Zeit lang begleiten. Sollte die Corona-Pandemie nach Meinung der Marktteilnehmer bald unter Kontrolle sein, könnten die Goldpreise kurzzeitig etwas zurücksetzen. Umgekehrt würde eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den USA und China die Goldnachfrage weiter unterstützen.


"Sollte die Corona-Pandemie nach Meinung der Marktteilnehmer bald unter Kontrolle sein, könnten die Goldpreise kurzzeitig etwas zurücksetzen."


Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes, erholsames Wochenende.

22. Mai 2020, © Deutsche Börse AG



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