Geht dem Goldpreis die Puste aus?



12:01 26.05.20

Der Goldpreis profitierte in den vergangenen Wochen von seiner Eigenschaft als Krisenmetall. Doch nun könnte der Goldpreis allmählich an Grenzen stoßen. Mit einem StayLow-Optionsschein kann man auf ein Ende der Gold-Rally setzen.

Krisenmetall. Sicherer Hafen. Inflationsschutz. Gold hat einige Eigenschaften. Eigenschaften, die Gold in den letzten Wochen verstärkt in das Blickfeld der Anleger rückten. Eine signifikante Ausweitung der Geldmenge im Zuge der Corona-Krise schürt zum einen Inflationsängste. Während eine Entwertung von Papiergeld grundsätzlich nicht auszuschließen ist, bleibt Gold zum anderen ein knappes Gut. Im März verkaufte das Handelshaus Pro Aurum laut Medienberichten 6,2 Tonnen Barren und Münzen - vier Mal so viel wie im Vorjahresmonat. In der Corona-Krise wurde Gold somit von vielen Anlegern als sicherer Hafen angesteuert. Der Goldpreis stürmte dem entsprechend in nur wenigen Wochen seit Ende März um etwa 20 Prozent Richtung Norden.

Charttechnische Widerstände

Nun aber könnte der Goldpreis an seine Grenzen stoßen. Dies insbesondere in charttechnischer Hinsicht. So tun sich aktuell einige Widerstandsmarken auf, die so leicht nicht zu überwinden sein dürften. Zu nennen diesbezüglich ist das aktuelle Jahreshoch bei 1.765 US-Dollar. Ebenso wie das Mehrjahreshoch, welches im Oktober 2012 bei 1.796 Dollar markiert wurde. Nicht zu vergessen natürlich das Allzeithoch von 2011, welches bei 1.921 Dollar eine hohe Hürde darstellen dürfte. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch ein Blick auf die aktuellen CoT-Daten. CoT ist die Abkürzung für Commitment of Traders. Und die diesbezüglichen Daten zeugen derzeit davon, dass Gold-Produzenten signifikant auf der Short-Seite positioniert sind und sich somit an den Terminmärkten gegen sinkende Kurse absichern.

Fazit

Mit einem StayLow-Optionsschein auf den Goldpreis (WKN SR68TY) würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erhalten, wenn sich der Goldpreis bis einschließlich zum 18.12.2020 durchgehend unter der Knockout-Schwelle von 2.000 US-Dollar bewegt. Gerechnet vom Stand des Scheins am 25. Mai 2020 um 16.30 Uhr (Briefkurs 8,17 Euro), würde dies einem Kursgewinn von 22,4 Prozent entsprechen. Sollte die Knockout-Schwelle erreicht werden, würde ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Zur Vermeidung eines solchen Knockouts sollte deshalb der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls der Goldpreis das Allzeithoch bei 1.921 Dollar überwinden kann.

Gold (in US-Dollar) Tendenz:
Chart Aktien Merck
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 1.765 US-Dollar (aktuelles Jahreshoch) // 1.796 US-Dollar (Mehrjahreshoch) // 1.921 US-Dollar (Allzeithoch)
StayLow-Optionsschein auf Gold (Stand: 25.05.2020, 16.30 Uhr)
Strategie für fallende Kurse
WKN: SR68TY
Typ: Staylow
akt. Kurs: 7,67/8,17 Euro
Emittent: Société Générale
Schwelle: 2.000 US-Dollar
Basiswert: Goldpreis


akt. Kurs Basiswert: 1.732 US-Dollar
Laufzeit: 18.12.2020
Kursziel: 10,00 Euro



Kurschance: + 22,4% (38% p.a.)
Quelle: Société Générale


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Über den Autor
 
Autor: S. Feuerstein S. Feuerstein,
Hebelzertifikate-Trader

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders (www.hebelzertifikate-trader.de) und Herausgeber des Strategie-Traders (www.strategie-trader.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.

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