Börsen fangen an zu boomen – jetzt investieren?



09:20 27.05.20

Liebe Leser,

die Börsen sind seit Tagen im neuen Boom-Modus. Noch immer sind die Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung wegen hoch. Dennoch stellt sich langsam etwas mehr Sicherheit darüber ein, dass die Kredite der Regierungen tatsächlich an die Finanzmärkte fließen (auf Umwegen). Es gibt außer Immobilien – und etwas Gold – keine Alternativen für Aktien. Daher steht hier mit größeren Schwankungen wahrscheinlich schon 2020 unter dem Strich ein recht starkes Jahr an (mit einem kleinen Plus, das auch noch möglich ist). Im Nachgang der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte wäre dies eine Sensation.

Besonders stark bleibt der DaxSubsector Biotechnologie, den ich auch weiterhin zu den Favoriten für das gesamte Jahr und sogar 2021 zähle. Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus läuft auf Hochtouren. Wüssten wir alle, welche(s) Unternehmen am Ende gewinnt, dürfte dies ein Jackpot sein. So müssen wir auf eine ganze Industrie setzen.

Der beste Index: DaxSubsector Biotechnologie schlägt den Dax weiterhin – 10-Jahres-Vergleich

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Der Index ist insgesamt mehr als fünfmal so stark wie der Dax als Vergleichsindex – über die vergangenen zehn Jahre. Das Chartbild zeigt zudem, dass der Index praktisch überhaupt keine Corona-Krise kennt. Dies zeigt sich auch im etwas kürzeren Zeitraum bei genauer Betrachtung.

Biotechnologie auch kurzfristig stärker als die Masse – seit Ausbruch der Krise Anfang März

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Der Dax ist gerade dabei, sich zu erholen. Dennoch steigen die Kurse im Biotechnologie-Sektor noch viel stärker und schneller. Insofern gibt es derzeit zumindest für einen größeren Teil des Geldes keinen besseren Index als die Biotechnologie.

Die Kurse steigen auch, aber nicht nur wegen der Impfstoff-Suche. Die Konstanz der Kurssteigerungen, wie oben im Chart über zehn Jahre zu sehen, ist viel zu groß für eine solche Annahme – hier eröffnen sich tatsächlich lediglich nur aktuell noch kurzfristig beste Chancen.

Neben dem Vergleich zum Dax hat der Index auch weitere Argumente auf seiner Seite. Nebenher haben die Kurse den höchsten Kurs aller Zeiten erreicht. Charttechniker sprechen in einem solchen Zusammenhang von einem starken charttechnischen Aufwärtstrend, der in den kommenden Wochen ohne weitere Hindernisse fortgesetzt werden dürfte.

Weitere statistische Besonderheiten des Index:

Der Mai 2020 war bislang der stärkste Monat in der Geschichte des Index: + 17,22 % Mit dem April ist der Vormonat gleich der 7. stärkste Monat der Geschichte gewesen: Es ging um +11,5 % aufwärts Der 3. März 2020 ist der 2. stärkste Tag in der gesamten Geschichte gewesen – direkt zum Auftakt der „Krise“. Es ging um 6,8 % aufwärts. Der 24. März – auch mitten in der Krise – war der 5.stärkste Tag der Geschichte: +5,3 % an einem Tag. Der 19.3. war der 7. stärkste Tag der Geschichte: + 4,6 % Schließlich hat auch der Mai noch einiges zu bieten: Es ging am 5. Mai mit einem Plus von 4,1 % so hoch hinaus, dass dies der 15. stärkste Tag der Geschichte war. Allerdings: zwei Tage in diesem Jahr gehören auch zu den schlechtesten Tagen der Geschichte: Die Schwankungen also sind derzeit wg. der Unsicherheit teils recht hoch.

Dennoch hat dieses Jahr beste Aussichten, zum stärksten der gesamten Geschichte zu werden. Bis dato ging es um 40 % aufwärts (trotz der Krise mit dem Corona-Ausbruch). Lediglich das Jahr 2015 war bis dato insgesamt mit + 44 % stärker.

Leider bleibt es beim großen Manko: Es gibt weder einen ETF noch ein Zertifikat, das hier helfen würde.

Dennoch kann aus dem Nachteil auch ein Vorteil erwachsen: Der Index ist in vielen Fällen auch einfach ein Gemischtwarenladen – und die Auswahl der besten Unternehmen demgegenüber vielleicht sogar die bessere Wahl.

Sehen wir uns daher vier Top-Unternehmen an, in die Sie auch heute noch oder wieder investieren können. Zunächst die Liste der Performance-Werte.

DaxSubsector Biotechnologie vergangene sechs Monate – die Unternehmen

In den vergangenen sechs Monaten sind die Börsen insgesamt recht schwach gewesen. Insofern ist ein Minus in dieser Zeit nicht unüblich. Allerdings fallen Unternehmen, die mehr als -10 % Minus haben, ohnehin aus der Betrachtung.

Die stärksten Unternehmen, die derzeit interessant sind oder sein könnten, sind „Heidelberg Pharma“, „Sartorius“, hier die Vorzugsaktie, „Evotec“ und – nicht in diesem Index vertreten – BioNTech. Dieses Unternehmen forscht aktuell zusammen mit Pfizer an einem neuen Impfstoff gegen das Corona-Virus. Zudem hat bereits die klinische Studie, Phase I begonnen. Das ist noch kein Zeichen dafür, dass der Impfstoff schnell oder überhaupt an den Markt kommt. Dennoch stehen die Chancen recht gut, dass zumindest die Stimmung recht gut bleibt. Ende Juni / Anfang Juli werden nun Daten für die erste Phase der Studie erwartet.

BioNTech, ISIN: US09075V1026 – ein Hoffnungsträger

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung



Die Prognose ist schwierig: Wirtschaftlich betrachtet ist es nicht möglich, vorherzusagen, ob der Impfstoff sich positiv entwickeln wird oder nicht. Dennoch gilt, dass die Aktie im Aufwärtstrend ist und beispielsweise auch den kleineren TecDax-Index abgehängt hat.

Heidelberg Pharma, ISIN: NL0012169213 – über ein Jahr

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Das Unternehmen ist derzeit in einem kleinen Seitwärtstrend auf sehr hohem Niveau. Dies allerdings legt nahe, dass die Aktie für eine kurzfristige Investition allenfalls mit Vorsicht zu genießen ist, würden Charttechniker sagen. Wirtschaftlich betrachtet ist die Hoffnung auf einen raschen Ausbruch nach oben ebenfalls derzeit nicht zu erwarten.

Sartorius Vz., ISIN: DE0007165631, 1-Jahres-Vergleich mit dem TecDax – unglaublich stark…


Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Die Aktie der Sartorius AG ist sicherlich seit längerer Zeit bereits einer meiner Favoriten. Allerdings legt der Chartverlauf ebenso wie der inzwischen versiegende Nachrichtenfluss nun näher, dass der Kursverlauf langsamer vonstatten gehen könnte. Auf der anderen Seite bleibe ich aus bestimmten Gründen sehr optimistisch:

Das Allzeithoch eröffnet die Chance, über den bisherigen Punkt ohne irgendeine Hürde für charttechnische Trader zu klettern. Zudem ist der technische Aufwärtstrend herausragend gut. Die Aktie hat in allen Dimensionen einen Aufwärtstrend erreicht. So gelang es, den sogenannten GD200, den gleitenden Durchschnittskurs der vergangenen 200 Tage, gleich um mehr als 30 % abzuhängen. Dies ist die Grenze, um von einem sehr starken Hausse-Modus zu sprechen. Insofern gibt es weder statistisch, wirtschaftlich, charttechnisch noch technisch betrachtet derzeit Grenzen. Es wäre nicht erstaunlich, wenn am Ende 400 oder gar 500 Euro als Kursziel auf den Tafeln stehen.

Evotec, ISIN: DE0005664809, 1-Jahres-Chart

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Bei der Aktie von Evotec sind die Schwankungen recht stark. Insofern ist hier derzeit noch kein langfristiger Aufwärtstrend in Sicht. Die Chancen auf eine Kurssteigerung über die Grenzen bei 26 bis 27 Euro hinaus haben sich in den vergangenen Handelswochen nicht erhöht. Der Trend ist lediglich mittelfristig besonders stark.

Insofern bei Evotec immer wieder größere Handelsvolumina eine Rolle spielen, dürften hier institutionelle Investoren zugreifen, wenn die Kurse wieder deutlich verlieren. In den vergangenen sechs Monaten fingen größere Börsenvolumina den Kurs jeweils auf Tiefpunkten ab. Insofern ist die Aktie zumindest recht gut nach unten gestützt.

Der mögliche Gewinner der aktuellen Corona-Krise könnte weiterhin das US-Unternehmen „Gilead Sciences“ sein. Hier allerdings ist die charttechnische Betrachtung nicht entscheidend, sondern vielmehr der Reifegrad der Produktentwicklung. „Remdesivir“ ist ein früheres Ebola-Medikament, das in diesem Zusammenhang nicht besonders gut funktionierte. Überraschend zeigte sich, dass das Medikament bei der Therapie des Corona-Virus Heilungserfolge mit sich brachte.

Die Erkrankungszeit der Betroffenen in den Krankenhäusern ist um ca. 30 % gesunken und fiel teils von 12 auf nur 8 Tage. Dies zeigt zumindest an, dass ein Therapieerfolg gelingen könnte. „Könnte“ ist noch im Konjunktiv zu begreifen. Denn meines Wissens nach ist es noch nicht gelungen nachzuweisen, dass etwa der Schwergrad des Krankheitsverlaufs, also die Frage nach Tod oder Leben, beeinflussbar gewesen wäre.

Zudem zeigen sich die Folgeschäden der Erkrankung selbst und damit auch der eingesetzten Therapeutika erst nach und nach. Das Virus greift mehr Organe als nur die bislang untersuchte und vermutete Lunge an. Inwiefern Remdesivir hier Folgeschäden lindern oder mehren könnte, ist klinisch noch nicht getestet.

Deshalb ist die aktuelle Entwicklung stets mit Vorsicht zu genießen. Als Aktionär sollten Sie dennoch wissen oder als Investor beachten: „Remdesivir“ steht wohl auch in der EU vor einer zumindest befristeten Zulassung als Medikament in kleineren Gruppierungen. Insofern könnte der Kurs zumindest kurz- bis mittelfristig von den neuen Entwicklungen profitieren. ISIN: US3755581036.


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Über den Autor
 
Autor: Volker Gelfarth Volker Gelfarth
Volker Gelfarth ist unabhängig beratender Unternehmensanalyst und renommierter Chefredakteur. Seine Publikationen „Die Aktien-Analyse“, Strategisches Investieren“, „Gelfarths Dividenden-Letter“ und „Gelfarths Premium-Depot“ sind seit vielen Jahren unentbehrliches Handwerkszeug privater und institutioneller Aktienanleger.
Der Diplom-Produktions-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich mit seinem Researchunternehmen voll und ganz der Value-Analyse widmete. Mit unermüdlichen Willen analysierte er als einer der ersten systematisch das Anlage-Verhalten der weltweit erfolgreichsten Investoren und machte dieses seinen Lesern zugänglich.

Erfolgsstrategien für Groß- und Kleinanleger Den gelernten Ingenieur interessieren als Grundlage seiner Bewertungen und Empfehlungen vor allem harte Fakten, solide Daten und seriös überprüfte Zahlen.
Seine Leser danken es ihm. Schon seit 2 Jahrzehnten schlagen Gelfarths Empfehlungen Jahr für Jahr die Märkte deutlich. Bis zu 4mal besser als der Dax.

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