Fonds: Mit Tech- und Biotech-Fonds gegen den Trend



11:06 04.07.20

Ein Kursplus von über 30 Prozent – das ist einigen Technologiefonds im Corona-Jahr 2020 gelungen. Anleger sind aber nicht mehr ganz so euphorisch wie noch im Vormonat. Bei breiter investierenden Aktienfonds dominieren sogar die Abgaben. 


3. Juli 2020. (FRANKFURT) Börse Frankfurt. Anders als im Vormonat fehlen derzeit die großen Trends. „Es herrscht ‚Business as usual’”, berichtet Jan Duisberg von der ICF Bank. So seien die zuvor gesuchten Fonds mit Aktien von Gold- und Ölproduzenten kaum noch Thema. „Dabei gibt es weiter viel Bewegung beim Gold- und Ölpreis.“ Auch Technologie- und Biotech-Fonds seien nicht mehr ganz so gefragt – mit wenigen Ausnahmen. 

Weiter sehr gut an kommen laut Duisberg etwa der Medical BioHealth von Hauck & Aufhäuser Fund Service (WKN 941135) und der DWS Artificial Intelligence (WKN 847414). Der Medical BioHealth-Fonds will profitieren von Fortschritten in der Entwicklung innovativer Arzneimittel und therapeutischer Verfahren, der Entschlüsselung des Genoms sowie der Konsolidierung in der Pharmaindustrie mit Entstehung neuer Nischenplayer. Das ist bislang gut gelungen: Seit Anfang des Jahres hat der Fonds ein Plus von 11,3 Prozent erzielt, in den vergangenen drei Jahren waren es sogar 20 Prozent im Jahr. Toppositionen sind derzeit die US-Unternehmen Immunomedics, Neurocrine Biosciences, Coherus BioSciences und Esperion Therapeutics sowie Genmab aus Dänemark. 

Tech-Fonds: Höhenflug geht weiter

Der DWS Artificial Intelligence setzt auf Unternehmen, deren Geschäft von der Entwicklung der künstlichen Intelligenz profitiert, Schwergewichte sind hier die ganz großen Player Microsoft, Tencent, Facebook, Amazon und Taiwan Semiconductor. Der Fonds ist ebenfalls sehr erfolgreich, seit Jahresanfang kommt er auf ein Plus von 13,1 Prozent, auf Sicht von drei Jahren sind es 20,6 Prozent im Jahr. Die im Vormonat so beliebten Tech-Fonds BGF World Technology (WKN 974499) und Franklin Technology (WKN A0KEDE) verzeichnen seit Jahresanfang sogar Zuwächse von 31 Prozent und 25,5 Prozent. 

Ausgeglichener Handel mit Industrieländeraktien

Für breiter investierende Industrieländeraktienfonds meldet Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank gute, in einzelnen Gattungen größere Umsätze – bei überwiegend Abgaben. „Das Handelsvolumen trocknet langsam aus, es fehlen einfach die Impulse“, erklärt die Händlerin. Außerdem mache sich jetzt das Sommerloch bemerkbar. Anleger kauften etwa den FF European Growth (WKN 973270) mit europäischen Aktien sowie den GLS Bank Aktienfonds (WKN A1W2CK) und den Morgan Stanley INVF Global Opportunity (WKN A1H6XK) mit internationalen Werten. Auf den Verkaufslisten stünden hingegen der Threadneedle (Lux) European Smaller Companies (WKN A2JR84), der FF European Dynamic Growth (WKN 603474), der Unifonds (WKN 849100), der M&G Global Basics (WKN 797735) und der Siemens Global Growth (WKN 977265). 

Anja Deisenroth-Bostroem

Deisenroth-Boström



Asiatische Aktien: „Anleger gönnen sich Verschnaufpause“ 

Ausgeglichen und mit durchschnittlichen Umsätzen präsentiert sich der Handel Deisenroth-Boström zufolge bei asiatischen Aktien. „Nach den äußerst turbulenten Börsenwochen im ersten Halbjahr gönnen sich die Fondsanleger im Bereich Hong Kong/China eine Verschnaufpause.“ Käufe meldet die Händlerin für den Allianz Indonesia Equity (WKN A0Q09X) und den UBS (Lux) EF China Opportunity (WKN 986579), Verkäufe für den Templeton Asian Growth (WKN 971661) und den DWS Top Asien (WKN 976976). 

Flossbach-Anleihefonds besser als Flaggschiff

Umsatzstark präsentieren sich auch einige Anleihefonds, etwa der Flossbach von Storch Bond Opportunities (WKN A0RCKL), wie Duisberg beobachtet hat. Der investiert nicht nur in klassische Staats- und Unternehmensanleihen, sondern auch in Nullkuponanleihen, inflationsgeschützte Anleihen, variabel verzinsliche Wertpapiere, Zielfonds, Festgelder, Derivate, Zertifikate sowie sonstige strukturierte Produkte wie Aktien-, Options- oder Wandelanleihen. Seit Jahresanfang kann er immerhin mit einem Plus von 4,3 Prozent aufwarten, auf Dreijahressicht sind es 4,5 Prozent im Jahr. Das Flaggschiff von Flossbach von Storch, der Multiple Opportunities (WKN A0M430), liegt im laufenden Jahr hingegen noch im Minus, auf Dreijahressicht hängt er mit 5 Prozent p.a. den Anleihefonds allerdings ab.  

Viel Umsatz in Immobilienfonds

Viel um geht weiter in Immobilienfonds, wie Duisberg feststellt. Sehr hohe Umsätze verzeichnet der SEB ImmoInvest (WKN 980230), der sich in Abwicklung befindet und zuletzt eine weitere Ausschüttung vorgenommen hat. Ebenfalls umsatzstark präsentieren sich weiter der Fokus Wohnen Deutschland (WKN A12BSB) sowie der Grundbesitz Global (WKN 980705) und der Grundbesitz Europa (WKN 980700). Der Fokus Wohnen Deutschland mit Anlageschwerpunkt deutsche Wohnimmobilien hat sogar das Vorkrisenniveau schon wieder überschritten. „Der ist aus der Krise gestärkt hervorgegangen“, bemerkt Duisberg. Die beiden Grundbesitz-Immobilienfonds der DWS Grundbesitz GmbH haben sich zwar auch deutlich erholt, der Kurs liegt aber immer noch unter dem Niveau vor Corona. Zumindest ein bisschen liquider ist Duisberg zufolge der in der Vergangenheit kaum gehandelte Wertgrund WohnSelect (WKN A1CUAY). 

 „Der Focus Wohnen-Fonds ist aus der Krise gestärkt hervorgegangen.“

von: Anna-Maria Borse
3. Juli 2020, © Deutsche Börse AG



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