Ethereum und der Kampf um Smart Contracts



08:58 23.07.20

Nachdem ich letzte Woche an dieser Stelle mit Chainlink (LINK), Tezos (XTZ), VeChain (VET), Ontology (ONT) sowie 0x (ZRX) gleich fünf aussichtsreiche Altcoins vorgestellt habe, möchte ich diese Woche mal auf die Nummer 2 des Krypto-Marktes, Ether(eum) (ETH) näher eingehen. Denn die meisten Altcoins gibt es heute ja nur aufgrund der damaligen Einführung von Ethereum beziehungsweise der damit verbundenen Smart Contracts, Stichwort: ICO.

Inzwischen allerdings ist ein regelrechter Krieg um die führende Smart Contract-Plattform ausgebrochen. Ethereum (ETH) ist dabei nach wie vor die klare Nummer 1. Erster Herausforderer war, ist und bleibt dann EOS, wenngleich dieser Coin zuletzt leider deutlich Federn lassen musste. Dann aber kommt bereits Tezos (XTZ), das ich ja letzte Woche ausführlich besprochen habe. Aber auch das chinesische Gegenstück zu Ethereum (ETH), NEO, sollte man nicht vergessen!

Auch an den Krypto-Märkten gilt eine alte Börsenregel…

Grundsätzlich ist es so, dass es an der Börse eine weithin bekannte Regel gibt, die da lautet: „The trend is your friend!“. Konkret bedeutet das, dass sich Trends in aller Regel lange halten, also fortsetzen. Darum steigen Aktien erfolgreicher Unternehmen wie beispielsweise Alphabet (Google), Amazon.com oder auch Facebook immer weiter, wohingegen die Aktien von Rohrkrepierern solche bleiben.

Ganz selten gibt es jedoch an der Börse Ausnahmen von der Regel. Darum gibt es ja auch das Sprichwort, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Eine solche Ausnahme war seinerzeit beispielsweise Apple. Nach dem Weggang von Steve Jobs geriet Apple bekanntlich in eine existenzbedrohende Krise, aus der man erst mit der Rückkehr des Masterminds wieder herauskam.

Bitcoin (BTC) bleibt wohl der Marktführer und Ethereum (ETH) die Nummer 2…

Wenn es ausnahmsweise mal zu solchen Trendbrüchen kommt, sollte man immer sehr genau hinschauen. Denn das kann dann sehr lukrativ werden. Leider passiert so etwas jedoch deutlich seltener als man vielleicht annehmen könnte – und Apple ist das absolute Paradebeispiel hierfür. Sie können sich das so vorstellen wie beim Lotto. Dort berichtet die BILD-Zeitung auch gerne über neue Lotto-Millionäre, aber so gut wie nie über die Millionen von Lottoverlierern, die es jede Woche gibt. Diese altbekannte Börsenregel hat nun auch an den Krypto-Märkten ihre Gültigkeit.



Wie oft schon wurde der Bitcoin (BTC) – als die „Mutter aller Kryptowährungen“ – und mit ihm der komplette Krypto-Markt totgesagt? Sowohl der Bitcoin (BTC) als auch der gesamte Krypto-Markt ist jedoch stets wieder auferstanden (aus Ruinen). Dies dürfte auch in Zukunft so bleiben. Und wie der Bitcoin (BTC) noch einige Zeit der unangefochtene Marktführer bleiben dürfte, bleibt Ethereum (ETH) wohl die ebenso unangefochtene Nummer 2 sowie führende Smart Contract-Plattform. Zumal man sich bei Ethereum (ETH) ja auch nicht auf vergangenen Erfolgen ausruht…

Trotzdem bleiben EOS, Tezos (XTZ) sowie besonders NEO interessant

Trotzdem haben andere Smart Contract-Plattformen wie EOS, Tezos (XTZ) oder NEO ihre Daseinsberechtigung und können, neben Ethereum (ETH), nicht nur weiter existieren, sondern ebenfalls wachsen. Schließlich sind Smart Contracts generell ein Wachstumsmarkt und Konkurrenz belebt das Geschäft. Dies gilt selbst im Internet, wo zugleich ja – ein wenig im Widerspruch dazu – die Regel „The winner takes it all!“ gilt. Aber trotz Facebook gibt es eben auch Twitter oder Snap…

Insofern kann es nichts schaden neben dem Bitcoin (BTC) und Ether(eum) (ETH) auch Positionen in EOS, Tezos (XTZ) oder NEO aufzubauen, zu halten oder gar in Kursschwäche auszubauen. Zumal es das Projekt von Vitalik Buterin in der Volksrepublik China schon heute sehr schwer hat und auch in Zukunft weiterhin sehr schwer haben dürfte. Denn Vitalik Buterin und Co. waren nie bereit, sind nicht bereit und werden wohl auch niemals bereit sein, sich der Zensur dort zu unterwerfen.

Ether(eum) (ETH) charttechnisch vor dem großen Sprung!

Apropos China! Unter Führung von Mao Tse-Tung gab es dort seinerzeit ja den sogenannten „Großen Sprung nach vorn“. Vor einem solchen könnte nun ausgerechnet Ether(eum) (ETH) stehen, auch wenn man in China nichts von diesem Projekt wissen möchte. Denn aus rein charttechnischer Sicht bauen die Bullen hier zuletzt eine Menge Druck auf, der sich alsbald entladen könnte.

Zumal der gesamte Krypto-Markt, angetrieben von einigen ausgewählten Altcoins, zuletzt ja schon eine schöne (selektive) Kursrally mitgemacht hat. Sollte Ether(eum) (ETH) daher in den nächsten Tagen nachhaltig über die Marke von 250,00 US-Dollar ansteigen, würde dies ein Kaufsignal mit einem ersten Kursziel um 300,00 US-Dollar sowie später 350,00 bis 360 und letztlich sogar bis zu 450,00 US-Dollar generieren.

Krypto-Anleger sollten daher die Nummer 2 des Krypto-Marktes keineswegs in den Wind schießen, sondern sich – ein wenig antizyklisch – im Gegenteil Ether(eum) (ETH) ganz oben auf ihre Watchlist setzen. Denn gerade, weil insbesondere Tezos (XTZ) zuletzt so stark aufgeholt hat, könnte „das Imperium“ von Vitalik Buterin nochmal zurückschlagen. Zumal es mit dem laufenden Ethereum-Update auch fundamental sehr gute Gründe dafür gibt!





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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

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