Merck-Zertifikat mit 9,6% p.a.-Chance und 16% Schutz



08:41 14.08.20

Am 6. September 2020 präsentierte der Pharma- und Chemiekonzern Merck die Zahlen für das zweite Quartal 2020. Die Umsatzsteigerung von 3,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro und der leichte Rückgang des Gewinns vor Steuern um 5,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro und der etwas größere Optimismus für die Zukunft bewirkten, dass die Merck-Aktie (ISIN: DE0006599905) nach einer kurzfristig negativen Reaktion auf bis zu 116 Euro zulegen konnte. In weiterer Folge konnte das angehobene Kursniveau allerdings nicht ganz gehalten werden.

Hinsichtlich der zukünftigen Kursentwicklung der Merck-Aktie sind sich die Experten keinesfalls einig. Während die Experten von Barclays Capital die Aktie mit einem Kursziel von 92 Euro als „Underweight“ einstufen, empfiehlt das Analysehaus Kepler Cheuvreux die Aktie mit einem Kursziel von 130 Euro zum Kauf.

Anlage-Idee: Trotz des Kurseinbruches vom März 2020 konnte die Merck-Aktie auf Sicht der vergangenen 12 Monate um mehr als 20 Prozent zulegen. Wer mit Hilfe der Merck-Aktie, nicht nur bei einem weiteren Kursanstieg, sondern auch bei einem stagnierenden oder nachgebenden Aktienkurs positive Rendite erwirtschaften möchte, könnte eine Investition in Bonus-Zertifikate mit Cap ins Auge fassen.

Als Gegengeschäft für die attraktiven Renditechancen mit Sicherheitspuffer müssen Zertifikateanleger auf das unbegrenzte Gewinnpotenzial des Aktieninvestments und die Dividendenzahlungen verzichten.



Die Funktionsweise: Wenn die Merck-Aktie bis zum Bewertungstag des Zertifikates niemals die Barriere bei 96,90 Euro berührt oder unterschreitet, dann wird das Bonus-Zertifikat mit Cap am 24. Juni 2021 mit dem Bonusbetrag in Höhe von 122 Euro zurückbezahlt.

Die Eckdaten: Beim UBS-Bonus-Zertifikat mit Cap (ISIN: DE000UE01Q43) auf die Merck-Aktie liegen der Bonuslevel und Cap bei 122 Euro. Der Cap definiert den maximalen Auszahlungsbetrag des Zertifikates. Die bis zum Bewertungstag (17. Juni 2021) aktivierte Barriere befindet sich bei 96,90 Euro. Beim Merck-Aktienkurs von 114,95 Euro konnten Anleger das Zertifikat mit 112,70 Euro erwerben. Der Kauf des Zertifikates ist somit etwas günstiger als der Kauf der Aktie.

Die Chancen: Da Anleger das Zertifikat derzeit mit 112,70 Euro kaufen können, ermöglicht es in zehn Monaten einen Bruttoertrag von 8,25 Prozent (=9,60 Prozent pro Jahr), wenn der Aktienkurs bis zum Bewertungstag niemals um 15,70 Prozent auf 96,90 Euro oder darunter fällt.

Die Risiken: Berührt der Kurs der Merck-Aktie bis zum Bewertungstag die Barriere bei 96,90 Euro und die Aktie notiert am Bewertungstag unterhalb des Caps, dann wird das Zertifikat mit dem am 17 Juni 2021 fixierten Schlusskurs der Merck-Aktie zurückbezahlt. Notiert die Aktie an diesem Tag unterhalb von 112,70 Euro, dem Kaufpreis des Zertifikates, dann wird das Investment einen Verlust verursachen.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Merck-Aktien oder von Anlageprodukten auf Merck-Aktien dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Walter Kozubek
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Über den Autor
 
Autor: Walter Kozubek Walter Kozubek
Walter Kozubek war zwischen 1989 und 2003 als Börsenhändler an der Wiener Börse als Salestrader für Optionsscheine und Zertifikate im Team des „Global Warrants-Teams“ der Citibank in Wien und als Journalist für Wirtschaftsblatt-Online tätig. Seit 2004 betreibter die Internetportale www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de und fungiert als Herausgeber der wöchentlich erscheinenden, kostenlos zum Download angebotenen PDF-Newsletter www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de. Der ZertifikateReport wurde erstmals im Jahr 2004, der HebelprodukteReport erstmals im Jahr 2005 veröffentlicht.

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