Ein paar unflätige Bemerkungen



08:03 17.10.20

(1) Ich fange mal nett und zustimmend an. In der Corona-Frage bin ich eigentlich auf der Seite unserer Kanzlerin und finde weitgehend gut, was sie macht. Denn wenn wir die ganzen Begegnungen und das Geschnatter der Menschen im privaten und öffentlichen Raum nicht radikal eindämmen, nimmt das bestimmt kein gutes Ende.

Es wird also wieder Stille einziehen und das gefällt mir sehr gut. Denn wie oft schon habe ich gedacht, wenn man die Weihnachtsgänse ausschließlich nach dem Gehör auswählen würde, wäre oft genug Menschenfleisch darunter.

(2) Ich verstehe es sehr gut, dass unsere Jugend für den Klimaschutz kämpft und sich gegen die Diskriminierung von Schwarzen in den USA einsetzt. Doch ist das nicht alles sehr weit weg?

Warum gibt es eigentlich keine Demonstrationen gegen das Einsperren und Foltern von Regimegegnern In Russland und Belarus?

Bei dieser Überlegung würde ich mich sogar freuen, wenn es deutlich wärmer werden würde überall, denn dann müssen die Gefolterten wenigstens nicht mehr so viel frieren. Und überhaupt, was die Schwarzen in den USA dagegen für ein Luxusleben haben.

(3) Als jetzt gerade das Forschungsschiff „Polarstern“ von seinem Arktisaufenthalt zurückgekommen ist, höre ich von dem Leiter der Mission, man habe dort die Mechanik des Klimasystems der Arktis erforscht.

Da werde ich sofort hellhörig. Die Mechanik? Natürlich, Newtons Himmelsmechanik ist ja etwas Geniales, doch ansonsten sind wir mit mechanistischen Ansätzen eigentlich immer gescheitert.

Ich habe keine Ahnung von Klimamodellen, doch ich weiß, dass sich selbst organisierende selbstreferentielle Systeme nicht mit Mechanik erklärt werden können. Dass die Klimaschützer also sagen, wir sollten auf die Wissenschaft hören, ist brandgefährlich.

(4) Ich verstehe es auch absolut nicht, warum die Jugend aktuell nicht gegen die Bundesregierung rebelliert und auf die Straße geht, weil diese doch derzeit ihre finanzielle Zukunft komplett zerstört, nur um ein paar alte und reiche Menschen zu schützen, die eigentlich sehr gut selbst die Kosten dafür tragen könnten.

(5) In Berlin benötigt es 1.500 Polizisten, um ein besetztes Haus zu räumen. Es ist unfassbar, was aus dieser Stadt geworden ist. Da fällt mir das Lied „Everyday Is Like Sunday“ von Morrissey ein. Da geht es um Krieg und um eine Stadt, die man vergessen hat zu schließen. Und die man auch vergessen hat zu bombardieren.

Das ist ja bei Berlin nun beides nicht so gewesen, doch erstens wird es langsam wohl mal wieder einmal Zeit, und zweitens, eine Blockade wegen der vielen Infektionen gibt es ja bereits, zwar längst nicht mit 1948 zu vergleichen, aber trotzdem.



(6) Berlin wird ja auch noch in vielen Bereichen von arabischen Clans dominiert. Jetzt tut die Politik plötzlich so, als würde sie dagegen etwas unternehmen. Doch zu wirklichen entscheidende Dingen wie der Beweisumkehr beim Erwerb von Besitz und Eigentum kann man sich nicht entschließen.

Natürlich ist es rassistisch, gegen arabische Clans vorzugehen. Wobei ich mich frage, warum Berlin eigentlich von Arabern und nicht von Ostfriesen terrorisiert wird? Bei einer absoluten Gleichverteilung von Merkmalen unter Menschen müsste die Wahrscheinlichkeit hierfür eigentlich genauso groß sein.

(7) Und bei den Corona-Maßnahmen fällt mir schließlich noch auf, dass die meisten Maßnahmen auf den Rücken von Kindern ausgetragen werden. Man merkt eben, dass die Frau an der Spitze unseres Landes keine eigenen Kinder hat, denn ansonsten wäre es dazu nie gekommen.

Und Kinder haben natürlich auch keine Lobby, so wie die Arbeitnehmer, die Hoteliers und die restlichen Unternehmer. Was würde es missbrauchten Kindern auch nutzen, mit Geld entschädigt zu werden?


Bernd Niquet


berndniquet@t-online.de



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Über den Autor
 
Autor: Bernd Niquet Bernd Niquet,
Autor

Bernd Niquet ist promovierter Volkswirt und schreibt Börsenkolumnen und Bücher


Jenseits des Geldes. SECHSTER TEIL

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Bernd Niquet, Jenseits des Geldes. SECHSTER TEIL, 621 Seiten, 22,00 Euro

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Beschreibung:
Der wirkliche Donnerschlag kommt dann mit Verzögerung. Auch braucht mein Inneres einige Zeit, um ihn zu realisieren. Doch als die Dinge dann klar sind und in mir sacken, mache ich etwas, was ich vorher beim Tagebuchschreiben noch niemals gemacht habe. Ich unterstreiche die wichtigen Passagen nicht wie sonst mit meiner blauen Tinte, sondern mit schwarzem Filzstift. Einunddreißig Jahre schreibe ich mittlerweile Tagebuch, das zeigt die Dimension. Hinterher bin ich selbst erschrocken. Das Tagebuch sieht jetzt aus, als sei jemand gestorben. Und in meinem Inneren fühlt es sich auch tatsächlich so an.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt in Berlin. Die ersten fünf Teile von »Jenseits des Geldes« sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018 und 2019.

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