VORSORGEN FÜR DEN NACHWUCHS: GOLD IST DAS SPARSCHWEIN DES 21. JAHRHUNDERTS



15:05 30.10.20

Der letzte Werktag im Oktober war lange Zeit der heimliche Nationalfeiertag in Deutschland, denn an diesem Tag feierten die Deutschen eine Tugend, welche fest in der nationalen Kultur verankert war: Am Weltspartag wurde das Sparschwein geschlachtet, das angesammelte Münzgeld gezählt und stolz zur örtlichen Sparkasse gebracht. Neben der Gutschrift auf dem Sparbuch gab es meist ein kleines Geschenk als Anerkennung für die Sparsamkeit. Inzwischen, so sagen es zumindest zynische Zeitgenossen, hat sich der Weltspartag zum Volkstrauertag entwickelt. Denn wer sein Geld auf die hohe Kante legt, wird im Zeitalter der Nullzinsen bestraft.

Eine fiktive Beispielrechnung macht deutlich, dass eine Sparstrategie mit herkömmlichen Mitteln wie dem Sparbuch oder dem Tagesgeld möglicherweise gut gemeint, tatsächlich aber nicht unbedingt gut gemacht ist: Bei einer Inflation von zwei Prozent pro Jahr und Nullzinsen würde ein Sparbetrag von 500 Euro etwa zehn Euro pro Jahr an Wert verlieren. Zwar ist die Inflation derzeit von der Zwei-Prozent-Marke noch weit entfernt, doch die Europäische Zentralbank möchte die Teuerungsrate perspektivisch in diese Region befördern. Währenddessen dürften die Zinsen in Europa wohl noch auf lange Sicht auf dem Nullpunkt bleiben – das Sparguthabenlöst sich also in Luft auf, obwohl es sich doch eigentlich auf dem Sparbuch vermehren sollte.

Nach dem Weltspartag wird der Anlagenotstand bei einem noch wichtigeren gesellschaftlichen Ereignis deutlich: Weihnachten ist das Fest der Liebe, des gemütlichen Beisammenseins mit der Familie und des gemeinsamen Genießens. An Heiligabend wechseln jedoch auch hunderte Millionen Geschenke in Deutschland den Besitzer – neben Spielzeug, Schmuck oder Smartphones sind in der Sparer-Nation Deutschland vor allem kleine und unauffällige Umschläge als Geschenk beliebt. Bargeld zählt zu den häufigsten Geschenken hierzulande – denn die Vorteile liegen auf dem ersten Blick auf der Hand: Banknoten lassen sich bequem und ohne Aufwand verschenken und der Empfänger hat volle Flexibilität beim Eintauschen des Geldes in ein passendes Geschenk. Und wenn das Geld auf dem Sparbuch landet, ist der Beschenkte langfristig abgesichert – soweit die Theorie.



Noch vor etwa fünfzehn Jahren war Bargeld als Geschenk durchaus eine gute Idee. Sparguthaben warf hohe Zinsen ab. Eine hohe Inflation sorgte zudem dafür, dass es sich lohnte, sein Geld schnell auszugeben. Inzwischen hat sich Bargeld im Zeitalter der negativen Realverzinsung allerdings zu einem Vermögensvernichter entwickelt.

Enteignung der Sparer bekommt eine neue Dimension

Die Auswirkungen der negativen Realverzinsung dürften bei einem Verlust von etwa zehn Euro pro Jahr bei einem Geldgeschenk von 500 Euro auf den ersten Blick nicht dramatisch wirken. Wird jedoch berücksichtigt, dass solche Kleinbeträge in Deutschland millionenfach zu Weihnachten verschenkt werden, bekommt die schleichende Enteignung der Sparer eine neue Dimension. Diese lässt sich inzwischen sogar recht präzise beziffern: Die comdirect-Bank hat errechnet, dass das Sparvermögen der Deutschen zwischen 2008 und 2018 einen Wertverlust von insgesamt 102 Milliarden Euro erlitten hat, der Realzins-Verlust pro Bundesbürger lag allein im dritten Quartal 2018 bei 130 Euro.

Wer seinen Lieben etwas Gutes tun möchte, sollte stattdessen auf ein neuartiges Sparschwein setzen, nämlich auf Gold. Der Goldpreis hat sich in den vergangenen Jahren exzellent entwickelt. Das gelbe Metall hat seinen Besitzer nicht nur ruhige Nächte in Krisenzeiten beschert, sondern auch einen Wertzuwachs, welcher in Zeiten des Anlagenotstands besonders erfreulich ist. Aus diesem Grund haben sich Edelmetalle in den vergangenen Jahren verstärkt zu einer Spar-Alternative entwickelt. An Weihnachten oder zu anderen besonderen Anlässen werden hierzulande immer häufiger Krügerrand-Goldmünzen, kleine Goldbarren oder Tafelbarren gereicht, und immer mehr Eltern oder Großeltern entdecken für ihre Kinder oder Enkelkinder einen Gold-Sparplan. Und wer für seine eigene Zukunft vorsorgen möchte, kann mit dem Edelmetalldepot oder dem Zollfreilager von pro aurum ganz bequem von zu Hause seinen Vermögensschutz gestalten und in physische Edelmetalle investieren, ohne die nötigen Lagerkapazitäten in den eigenen vier Wänden vorhalten zu müssen.

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Über den Autor
 
Autor: Benjamin Summa Benjamin Summa,
pro aurum

Benjamin Summa ist seit dem 1. Juli 2011 Unternehmenssprecher beim Münchner Edelmetallhandelshaus pro aurum. In dieser Position berichtet er direkt an die Geschäftsführer Robert Hartmann und Mirko Schmidt. Benjamin Summa verantwortet die interne und externe Kommunikation. Zuvor war er Wirtschafts-Redakteur beim Axel Springer Finanzen Verlag.

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